
Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) fordert die Wahlberechtigten in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auf, am Sonntag wählen zu gehen und ihre hart erkämpften demokratischen Rechte wahrzunehmen. "Bei vergangenen Wahlen hat sich immer wieder gezeigt, dass die einzelnen Stimmen sehr wohl einen Unterschied machen können. Denn manchmal machen nur wenige hundert Stimmen einen Unterschied, welche Regierung ein Land bekommt, bzw. ob eine Partei den Einzug in ein Parlament schafft. Wir behinderte Menschen sollten uns daher verstärkt unserer demokratischen Macht bewusst werden, dass auch wir einen 'kleinen' Unterschied bewirken und sehr wohl ein Faktor im demokratischen Gefüge sind", erklärte der Selbstbestimmt Leben Referent der ISL, Ottmar Miles-Paul im Vorfeld der morgen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern stattfindenden Landtagswahlen. Die Frage, wer in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zukünftig die Regierung stellt, steht bei der anstehenden Wahl genauso auf der Tagesordnung, wie die Frage, ob es rechtsextremen Parteien gelingt, den Einzug in ein weiteres Landesparlament zu schaffen. "Unsere Eltern und Großeltern haben zum Teil hart für das Wahlrecht gekämpft, so dass es zu leichtfertig von uns wäre, dies zunehmend durch Nichtwählen abzuwerten und in Frage zu stellen", so Miles-Paul. Es würde ich immer wieder zeigen, dass gerade behinderte Menschen einiges bewirken können, wenn sie sich in die Politik einmischen, die KandidatInnen in den Wahlkämpfen und danach mit ihren Forderungen konfrontieren oder am besten selbst den Sprung in ein Parlament schaffen. omp