Iris Heisrath schrieb am 05.10.2006, 20:09
Wir beobachten diese Tendenzen mit Sorge. In Talkshows wird das Thema je nach aktueller Situation mal mehr und mal weniger aufgegriffen. Und immer dann wird der Vorwurf gegenüber den politischen Kräften im Lande laut. - Es reicht ber nicht, nach der Politik zu rufen, denn Politik macht letztlich das Volk. Auch wenn wir das bisweilen anzweifeln, weil wir das Politkarussell als Zuschauer argwöhnisch betrachten. Und doch müssen wir uns alle die Frage stellen: Was soll die Politik bewirken, wenn in einer Kleinstadt wie Meerane gerade einmal 200 Menschen zusammenkommen, um ihre Sympathie mit Adamzcyk zu bekunden und in persona gegen die Täter aufstehen? - Das Schweigen der Daheimgebliebenen muss uns in tiefe Nachdenklichkeit versetzen. Eine Nachdenklichkeit, die uns alle wachrütteln muss, damit nicht aus Desinteresse ein stummes Zugeständnis wird. An uns ist es, den politischen Kräften unseren Willen zu bekunden. Sonst muss sich keiner zum Kläger erheben, dass er nicht gehört worden sei.
Rudi Richter schrieb am 20.09.2006, 16:29
Die Erfahrungen von Uwe Adamczyk sind wirklich bestürzend. Wenn wir schon wieder so weit sind, dass politisch engagierte Menschen vor dem Terror rechtsradikaler Kräfte aufgeben und zurückstecken müssen, dann wird es Zeit, dass unsere Gesellschaft einmal inne hält.
Neben platten und einfachen Erklärungsversuchen, wie fast nach jeder Wahl, bei der die Rechten zugelegt oder die Wahlbeteiligung in den Keller gegangen ist, vorgebracht, tut es dabei dringend Not, einmal tiefer auf unser soziales Gefüge zu blicken.
Reiche werden ständig reicher, Dauerarbeitslosigkeit in vielen Bereichen der Republik, wenig Perspektiven für Jugendliche, all diese Herausforderungen müssten doch in einem noch sehr reichen Land wie Deutschland gemeinsam zu schultern sein. Vielleicht tut etwas weniger Egoismus und mehr Gemeinwohl bei uns allen Not.
Rudi Richter
Hans-Werner Hoppe schrieb am 20.09.2006, 12:18
Hallo liebe Leser.
Wen wundert es?
Denn, selbst "offiziell" äußert ein NPD-Mann:
"...
Ganz anders kommt Spitzenkandidat Udo Pastörs daher.
...
Statt Frauen, Behinderte und Asylbewerber zu unterstützen,
solle man das Geld zur Förderung von Familien und des
ländlichen Raumes einsetzen.
..."
(Quelle:
"Nach den Wahlen
Die NPD nimt Kurs auf den Bundestag"
www.welt.de/data/2006/09/19/1041663.html )
Ein weiteres, in meinen Augen erschütterndes, Beispiel
"rechter" Gewalt und die daraus entstanden Konsequenzen
sind gestern abend (19.09.06/ 22:45 Uhr) in der ARD
gezeigt worden:
"Menschen bei Maischberger
Biedermänner oder Brandstifter – wie gefährlich sind die
Rechten?"
( www.daserste.de/maischberger/sendung_dyn~uid,yn4jf9ehhig2svzyqcy506nm~cm.asp )
Dort wurde die Geschichte von Noel Martin
( de.wikipedia.org/wiki/No%C3%ABl_Martin
bzw.
www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,437450,00.html )
erzählt.
Man wird wütend, wenn man diese und ähnliche Geschichten
liest...
H.-W. Hoppe