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kobinet-nachrichten 28.09.2006 - 17:34
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Mit statt an Rehabilitation sparen

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Berlin (kobinet) Zur Eröffnung der Reha fair Berlin haben heute die Präsidenten der beiden großen deutschen Sozialverbände VdK und SoVD, Walter Hirrlinger und Adolf Bauer, auf das zunehmende gesellschaftliche Erfordernis von Rehabilitation und Integration behinderter Menschen hingewiesen. Bauer appellierte an die Politik, "nicht an Rehabilitation, sondern mit Rehabilitation zu sparen". Hirrlinger betonte, dass medizinische und soziale Rehabilitation angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger werde. An ihrem Messerundgang zusammen mit der Berliner Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner nahm auch die Berliner Finalistin für den demnächst in Hannover wieder anstehenden Wettbewerb "beauties in motion" teil. Die 18-jährige Josephine lernt in der zwölften Klasse der Bertolt-Brecht-Schule in Spandau und will nach dem Abitur Sozialpädagogik studieren, möglicherweise an der Fachhochschule, wo früher der Berliner Landesbehindertenbeauftragte Martin Marquard einen Lehrauftrag hatte. Der Brandenburger Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Rainer Kluge, hatte sich gründlich auf das zur Eröffnung geplante Podiumsgespräch vorbereitet, das dann aber aus Zeitgründen ausgefallen ist. "Der Prüf- und Aufnahmeprozess neuer oder veränderter Hilfsmittel in den umfangreichen Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen zum Beispiel dauert viel zu lange", sagte Kluge dem Berliner kobinet-Korrespondenten. "Weiterhin sind Ärzte und Krankenkassen mit der angemessenen Anwendung überfordert. Beispielsweise würde einem kleinwüchsigen Erwachsenen grundsätzlich ein ungeeigneter schwerer und preisintensiver elektrischer Rollstuhl anstatt ein preiswertes Fahrrad verordnet, weil dieses nicht als Hilfsmittel im Katalog eingetragen ist." Leistungsträger entscheiden nach vielfacher Erfahrung Kluges selten zeitnah und angemessen. Die Anpassung und Wartung von Hilfsmitteln sei oft ungenügend. Durch falsche Verordnungen beziehungsweise Anpassungen (ungenutzte Hilfsmittel!) würden viele Millionen Euro vergeudet. sch  

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