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07.10.2006 - 00:06

Sabriye Tenberken liest mit blinden Kindern.

Berlin (kobinet) Beim Endausscheid eines Lesewettbewerbes für blinde Kinder wird Sabriye Tenberken am 14. Oktober in Berlin ihr neues Buch vorstellen. Für den Wettbewerb zum 200-jährigen Jubiläum der Blindenbildung in Deutschland (Erben von Johann August Zeune) hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband Auszüge aus dem Buch der blinden Autorin in Braille übertragen. Am 14. Oktober wird ab 11.00 Uhr im Kommunikationsraum des Deutschen Technikmuseums (Trebbiner Straße 9, Berlin-Kreuzberg) der Endausscheid mit 13 Kindern und Jugendlichen der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie 7 bis 10 stattfinden. Die Schüler aus den Bundesländern Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden aus dem gerade erschienenen Buch "Das siebte Jahr. Von Tibet nach Indien" vorlesen. Sabriye Tenberken hatte während ihrer Aufenthalte in Tibet nicht nur die erste Blindenschule in Tibet gegründet, sondern auch eine eigene Blindenschrift für Tibetisch entworfen. Sie wird in Berlin über ihre Reiseerfahrungen berichten und in der Jury mitzuwirken. Die Autorin, geboren 1970, wuchs in Bonn auf und erblindete im Alter von 12 Jahren. Sie hat Tibetologie, Soziologie und Philosophie studiert. Seit sieben Jahren kümmert sie sich, zusammen mit ihrem holländischen Lebensgefährten Paul Kronenberg, um das von ihnen gegründete Blindenzentrum in Lhasa. Ein weiteres Zentrum bauen sie im südindischen Kerala auf. Die Endausscheid des Lesewettbewerbes ist eine Veranstaltung der Woche des Sehens, die vom 9. bis 15. Oktober mit insgesamt 450 Veranstaltungen auf den Wert guten Sehens, die Möglichkeiten der Blindheitsverhütung und die Situation blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam macht. sch  

 
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