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kobinet-nachrichten 15.10.2006 - 00:13
URL:
http://www.kobinet-nachrichten.org

Uwe Adamczyk wird verunglimpft

.

Meerane (kobinet) Uwe Adamczyk hat sich aufgrund wiederholter Angriffe von rechtsextremistisch Orientierten entschieden, seine Heimatstadt Meerane zu verlassen. Doch damit nicht genug, nun wird der Rollstuhlnutzer auf rechtsorientierten Internetseiten auch wegen seiner Behinderung verunglimpft. Dies teilte der ehemalige Landtagsabgeordnete den kobinet-nachrichten mit.

Am 20. September hatten die kobinet-nachrichten darüber berichtet, dass der behindertenpolitisch engagierte Linkspolitiker aufgrund des zunehmenden Terrors gegen ihn seine Heimatstadt verlässt. (siehe kobinet-nachrichten vom 20.09.2006. "Ich habe mich über sehr viele positive Rückmeldungen und eine breite Unterstützung nach dem Bericht sehr gefreut. Dabei musste ich aber auch feststellen, dass die rechtsextreme Szene aber auch anscheinend die kobinet-nachrichten liest. Denn in Bezug auf den Artikel in den kobinet-nachrichten werde ich nun auf einer rechtsextremen Internetseite auch wegen meiner Behinderung verunglimpft", schrieb Uwe Adamczyk an kobinet. Dies habe ihn tief erschüttert.

Uwe Adamczyk hat mittlerweile bei Freunden Unterschlupf gefunden, bis er eine neue Wohnung gefunden hat. omp

Wer sich selbst ein Bild davon machen will, wie über Uwe Adamczyk geschrieben wird, kann dies unter folgendem
Link zu den verunglimpfenden Berichten über Uwe Adamczyk tun
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Bernd Uglu schrieb am 22.10.2006, 09:02

Genau hinschauen - richtig

Man sollte schon auch mal nach "Christianus Preusz" googlen.

Gruß Bernd Iglu

Christianus Preusz schrieb am 21.10.2006, 19:40

Genau hinschauen

Also wer sich einmal die Muehe macht und auf der verlinkten Seite herumliest, wird schnell feststellen, dasz die Beitraege durchaus sehr diferenziert sind. Hier macht man es sich entschieden zu leicht, wenn man einfach von der Verfolgung bzw. generellen Verunglimpfung eines "Behinderten" spricht. Stein des Anstoszes sind die auch woanders zu erlesenden linksradikalen Aktionen etc. des Uwe Adamszyk, der selbiges, was ihm nun widerfuhr, an anderen wenigstens versuchte. Insofern ist sein Gerede nur ein propagandistischer Manipulationsversuch der Presse.

Siegmar Gocht schrieb am 18.10.2006, 15:26

Dieses ist eine Schande

Mit Bestürzung habe ich die Nachricht vernommen
Lassen rechtsradikale jetzt ihre "Wut" auch an Rollstuhlfahrern aus? Wir leben doch in einem Land mit "Freier Meinungsäusserung" und nicht in einem Orbrigkeitsstaat. Ich denke, es ist schlimm von soetwas Kenntniss nehmen zu müssen

Maria Stuckenhoff schrieb am 16.10.2006, 12:06

Den Nazis

Aufmerksamkeit zu schenken ist ein grosser Fehler, denn das Verstärkt ihr Fehlverhalten nur. Das einzige was hilft sind Konsequenzen gegen das fehlerhafte "Denken"!

Wo die Menschenwürde anderer herabgesetzt wird, kann der Rechtsstaat es nicht hinnehmen. Eigentlich ein Fall für Ermittlungen der Generalbundeanwaltschaft.

Arnd Hellinger schrieb am 15.10.2006, 21:55

Leserbriefe auf die Nazi-Seite!

Statt uns in Leserbriefen hier bei kobinet gegenseitig unsere tiefe Betroffenheit über diese Nazi-Kampagne mitzuteilen, hielte ich es für sinnvoller und glaubwürdiger, einfach ein paar Beiträge auf die im Artikel verlinkte Nazi-Seite zu stellen. Ich habe das soeben mal getan...

Von einer wie auch immer gearteten Verschärfung des Demonstrationsrechtes halte ich übrigens rein gar nichts. Schließlich profitiert jeder irgendwann im Leben einmal von der jetzigen liberalen Regelung.

Joana Frasch schrieb am 15.10.2006, 19:27

Auch wenn schon einer sich gestört fühlt . .

zum Leserbrief von Annemarie Poggendorf geschrieben am 15.10.2006, 10:29

Ich empfinde es auch als nicht richtig das heute noch viele Demonstrationen der Rechtsextremisten per Gerichtsbeschluß nicht verboten werden können und diese dann auch noch beschützt werden müssen.
Doch desgleichen verstehe ich nicht warum sie auf dem Lande demonstrieren sollen. Auch dort wohnen Menschen deren Freiheit dann eingeschränkt ist,
die sich bedroht fühlen.

Ich denke es ist an der Zeit das alle die eine eigene andere Meinung haben aufstehen, wachsamer werden und nicht nur sich, sondern auch ihren Nächsten mitbeschützten/ unterstützen!
Von den Politiker erwarte ich kein zerreden sondern handeln!

H.-W. Hoppe schrieb am 15.10.2006, 14:00

Wenn Kritik ...

von der Sachebene auf die persönliche Ebene herabgesetzt wird, dann ist es, so meine Meinung, an der Zeit, daß sich die gesellschaftlichen Meinungsmacher (Journalisten) und politischen Führer (Politiker ALLER demokratischen Parteien) in diesem Lande Gedanken machen und Taten folgen lassen.

Liebe Leser von "kobinet", sehr geehrter H. Adamczyk.

Mit tiefer Bestürzung verfolge ich die Berichterstattung zum Thema in "kobinet". Es kann nicht sein - es darf nicht sein - daß, so wie geschehen, politisch engagierte Menschen, sofern sie denn auf der Basis unseres Grundgesetzes handeln, allein aufgrund ihrer politischen Gesinnung, persönlichen Angriffen ausgesetzt sind.

Wann wird die "große" Politik handeln? Oder haben wir, schon wieder, "1933", wo alles, was nicht in das Schema passt, niedergemacht wird?

Annemarie Poggendorf schrieb am 15.10.2006, 10:29

Katastrophe für Deutschland

die in letzter Zeit wieder aufkeimende Gewalt von rechts ist ein Problem für Deutschland und lässt das Bild von Deutschland im Ausland negativ erscheinen. Auch die Ausländer in Deutschland und die Mehrheit der Deutschen ist gegen die Neonazis. Man muss sich fragen, was die Politiker tuen um die als verfassungstreu getarnten Demonstrationen rechter Hassprediger zu unterbinden. Offenbar sind Gesetzesänderungen hierzu notwendig, denn die Gerichte können die Demonstrationen nicht unterbinden, die ausgerechnet in Ballungszentren stattfinden. Gegen Demonstrationen rechter Hassprediger auf dem Lande hat mit Sicherheit niemand etwas, aber müssen solche Kundgebungen ausgerechnet in Ballungszentren stattfinden, wo sich wegen 1000 demonstrierender Personen vielleicht 50.000 oder 100.000 Personen gestört fühlen? Das Leben wird in solchen Städten wie gestern in Hamburg und Nürnberg für Stunden lahmgelegt. Dies ist wirklich unverhältnismässig und wird auch solange man der "Anfänge wehrt" unverhältnismässig bleiben! Also Nazis geht aufs Land wenn ihr demonstrieren wollt und verschont die Städte mit Eurem unsinnigen Geschrei!

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