
Düsseldorf (kobinet) Die vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.) organisierte Kampagne "Ich muss ins Krankenhaus - und nun?" hat jetzt mit einer Podiumsdiskussion auf der Rehacare offiziell begonnen. Das berichtet, noch etwas müde von ein paar anstrengenden Messetagen, ForseA-Vorsitzende Elke Bartz. "Ich denke, es war eine sehr gelungene Veranstaltung", meint Bartz. "Wir waren uns zwar sicher, dass es sehr wichtig ist, diese Kampagne durchzuführen. Etliche Erfahrungen behinderter Menschen, die wir immer wieder zu hören bekamen, haben uns ja dazu bewogen. Die Veranstaltung auf der Rehacare hat aber noch mal verdeutlicht, wie notwendig es ist, sich für bessere Rahmenbedingungen bei Krankenhausaufenthalten behinderter Menschen einzusetzen". Normalerweise herrsche beim Forum in Halle 6 der Düsseldorfer Messe ein stetes Kommen und Gehen, erzählt Bartz. "Es war beeindruckend, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer tatsächlich eineinhalb Stunden dageblieben sind und sich auch rege an der Diskussion beteiligt haben. Da auch Ministeriumsmitarbeiter und Pressevertreter anwesend waren, hoffen wir, schon mit der ersten Veranstaltung für das Thema sensibilisiert zu haben". Es sei deutlich geworden, dass der behinderungsspezifische Hilfebedarf, gleichgültig welche Art der Behinderung vorliegt, von den Krankenhäusern häufig nicht gedeckt werden kann. Für behinderte Menschen, die ihre Hilfeleistungen über selbst beschäftigte Assistentinnen und Assistenten sichern, wären die Probleme gelöst, wenn die Finanzierung auch während des Krankenhausaufenthaltes weiter gesichert sei. "Aber auch für Menschen, die in Einrichtungen leben, für ambulant Versorgte mit eingeschränkter Alltagskompetenz oder sinnesbehinderte Menschen darf ein Krankenhausaufenthalt nicht zum Horror werden"; so Bartz. "Hier gilt es ebenfalls Lösungen zu finden". omp Einen ausführlicheren Bericht zur Veranstaltung gibt es auf der Internetseite von ForseA .