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11.11.2006 - 11:43

Salzburg: Ausstellung zur NS-Euthanasie.

Hallein (kobinet) "Angehörige von betroffenen Menschen mit Behinderung aus dem ganzen Bundesland Salzburg melden sich bei mir. Die Menschen wollen darüber reden, was geschehen ist", erläuterte Walter Reschreiter von der "Laube sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH", der die Ausstellung "lebensunwert" inhaltlich gestaltete. Walter Reschreiter recherchierte mit seinem Team die Lebensgeschichten zahlreicher Salzburger Opfer des NS-Tötungsprogramms für chronisch kranke und behinderte Menschen. "Im gesamten Deutschen Reich und Polen fielen dem NS-Euthanasie-Programm zirka 200.000 Menschen zum Opfer", berichtet Mag. Manfred Fischer der BIZEPS-INFO-Redaktion nach einem Besuch der Ausstellung, "die auf alle Fälle einen Besuch wert ist". "434 Menschen mit Behinderung traten zwischen 1938 und 1945 vom Bundesland Salzburg aus den Weg in die Euthanasieanstalten des NS-Regimes an - es war ein Weg ohne Wiederkehr", berichtet Fischer von der Ausstellung im Halleiner Keltenmuseum, die den Opfern gewidmet ist. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. November 2006 zu sehen. Fischer - selbst Rollstuhlfahrer und Leiter eines Museums - gibt in seinem Artikel für BIZEPS-INFO auch zahlreiche Hinweise auf die Barrierefreiheit der Ausstellung. lad 

 
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