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20.11.2006 - 10:00

Persönliche Assistenz statt klassische Fürsorge.

Bremen (kobinet) Uwe Frevert trat im Vorfeld des Kongresses "Visionen 2020 - Behinderte Menschen setzen Meilensteine für die Behindertenpolitik" dafür ein, dass die persönliche Assistenz konsequent gefördert wird. Während in der Bremischen Bürgerschaft zur Stunde die Pressekonferenz zum Kongress beginnt, hatte Uwe Frevert vom Vorstand der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) schon in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur (dpa) seine Forderungen an eine moderne Behindertenpolitik erläutert. Nach seiner Ansicht muss das ambulante Angebot für Menschen mit Behinderung konsequent ausgebaut werden. Nur dann könnten behinderte Menschen wie alle anderen auch in der Gemeinschaft statt in Sondereinrichtungen leben und arbeiten. Frevert forderte eine "persönliche Assistenz und ein persönliches Budget" für behinderte Menschen. "Unter persönlicher Assistenz verstehe ich eine personelle Hilfe in allen Lebensbereichen, und zwar einkommensunabhängig", sagte Frevert im dpa-Gespräch. Die von der Pflegeversicherung abgedeckte Grundpflege reicht nach Auffassung des 49 Jahre alten Diplom-Sozialpädagogen nicht aus. Oberhalb der Pflegestufe zwei müsse man schnell acht Stunden Hilfe ansetzen, wenn man behinderten Menschen Lebensqualität geben wolle. Dazu gehöre auch, Eltern mit Behinderung im häuslichen Bereich im Umgang mit ihrem Säugling zu unterstützen. Blinde Menschen seien am Arbeitsplatz auf eine persönliche Assistenz angewiesen, die für sie kopiere oder Akten ablege. Die betroffenen Menschen sollten darüber hinaus über ein persönliches Budget verfügen können, um sich ihre Assistenz selbst auszusuchen. Der Politik möchte Frevert Mut machen, "uns kennen zu lernen. Wir haben Perspektiven für Probleme, wie sie beispielsweise durch die Altersstruktur der Gesellschaft auf uns zu kommen. Denn wir wissen wie es geht, mit Behinderungen zu leben." omp Link zum gesamten Gespräch 

 
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