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20.11.2006 - 13:00

Der Alterspräsident hat gesprochen.

Bremen (kobinet) Der Richter am Sozialgericht Bremen und langjährige Streiter der Behindertenbewegung, Horst Frehe, hat sich heute beim Visionenkongress in Bremen als Alterpräsident der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) präsentiert und den Prozess aus der Sicht 2020 geschildert, wie es die ISL geschafft hat, zum größten Behindertenverband Deutschlands zu werden. Es war Horst Frehe heute bei seiner Rede in Bremen anzumerken, dass es ihm sichtlich Spaß machte, einmal aus den Zwängen und den vielen Detailproblemen des Alltags hinaus in eine Welt der Visionen aus der Perspektive des Jahres 2020 zu hüpfen. So präsentierte er sich als mittlerweile fast 70-jähriger Alterspräsident der Interessenvertretung, der den Blick zurück auf eine "Erfolgsgeschichte der Behindertenbewegung" schweifen ließ. Dabei war es für ihn eine große Ehre als Alterspräsident der ISL fungieren zu können, die mittlerweile der größte Behindertenverband in Deutschland ist, da der Verband sehr früh die Zeichen der Zeit erkannt hat und die Selbstbestimmung und Gleichstellung behinderter Menschen ganz groß geschrieben hat. Die Stationen, die Horst Frehe zu diesen Erfolgen, zu denen auch ein selbstverständliches leben, lernen und arbeiten behinderter Menschen in der Gemeinde statt in Sonderwelten gehört, reichten zum Teil recht weit zurück. Die Aktionen gegen das UNO-Jahr der Menschen mit Behinderung von 1981 waren dabei genauso ein Schlüssel, wie vielfältige Proteste für Barrierefreiheit. "Bremen hat dabei keine unbedeutende Rolle gespielt", bemerkte der Lokalpatriot. Aber auch das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung 2003 habe eine wichtige Weiche gestellt, nämlich "dass nichts über uns ohne uns" geschieht. Ausgehend von den am Morgen in Bremen skizzierten Visionen beschäftigen sich die etwa 130 TeilnehmerInnen des Kongresses am Nachmittag in Arbeitsgruppen mit den fachspezifischen Fragen und entwickeln dabei Meilensteine für die Behindertenpolitik im Jahr 2020. omp 

 
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