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26.11.2006 - 07:57

Piktogramm für Menschen mit Lernbehinderungen.

Kinzigtal (kobinet) Ergebnisse der Umfrage nach einem Piktogramm zur Bezeichnung von touristischen Angeboten für Menschen mit Lernbehinderungen liegen vor.

Für den Aufbau des Internetangebotes "Kinzigtal für Alle" wollte der Freizeitclub 82 in Haslach herausfinden, welches Piktogramm für Menschen mit so genannter geistiger Behinderung bzw. Lernbehinderung passend wäre und allgemein akzeptiert würde (siehe auch kobinet-nachrichten vom 17. August).

Jetzt liegt das Ergebnis dieser Umfrage vor: Die Mehrzahl jener, die sich an der Umfrage beteiligte, hielt keines der zum Vorschlag gebrachten Piktogramme für gut. Lediglich 27 Teilnehmer entschieden sich für das häufig verwendete Piktogramm eines Fragezeichens in der Umrisszeichnung eines Kopfes. Allgemein wird es von den Betroffenen als diskriminierend empfunden und sollte deshalb nicht weiter verwendet werden. Für das Bild der sich eingehakten drei Personen gab es nur zehn Stimmen und das in Frankreich verwendete Piktogramm, ein schwarz-weiß geteiltes Gesicht, erhielt nur sieben Stimmen.

Wie NatKo-Vorstand Helmut Walter (Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung / Club 82) berichtet, ist augenscheinlich nicht klar ist, was "Barrierefreiheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten genau bedeutet". Daher falle auch die Entscheidung für ein bestimmtes Piktogramm schwer. "Hier besteht", so stellt er fest, "weiterer Diskussions- und Definitionsbedarf". Ausgehend von der Umfrage und vielen Gesprächen dazu geführten schlägt Walter vor, darüber weiter nachzudenken und sich dabei vor allem auf zwei Punkte zu stützen.

Erstens: Barrierefreiheit für Menschen mit Lernbehinderungen ist gegeben, wenn alle Information in einer leichten Sprache vorhanden ist oder gegeben wird.

Zweitens: Barrierefreiheit für Menschen mit Lernbehinderungen ist gegeben, wenn die Möglichkeit zur Orientierung am Reiseziel mit bildorientierten Leitsystemen vorhanden ist. hs
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