Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Kampagne Teilhabesicherungsgesetz
Werbebanner zu bifos Online Akademie
Werbebanner zu Kampagne Teilhabesicherungsgesetz
Werbebanner zu bifos Online Akademie
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
28.11.2006 - 00:29

Bildkultur der Behinderung.

Von Christian Mürner Innsbruck (kobinet) In der Kunst- und Wunderkammer des Erzherzogs Ferdinand II. von Tirol im Kunsthistorischen Museum Sammlung Schloss Ambras bei Innsbruck hängt seit dem 16. Jahrhundert das "Bildnis eines behinderten Mannes". Es ist ein international einmaliges Dokument zur Geschichte von Behinderung. Die Kunstkammern des 16. und 17. Jahrhunderts waren umfassende Sammlungen u. a. von Rüstungen und Porträts. Es wurde allerdings nicht alles gesammelt, es musste schon bemerkenswert oder als bildwürdig gelten. Ein Forschungsprojekt, in dem das Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck, das Kunsthistorische Museum Wien - Sammlung Schloss Ambras sowie Selbstbestimmt Leben Innsbruck zusammengearbeitet haben, widmete sich die letzten zwei Jahre der Analyse und dem Kontext des "Bildnisses eines behinderten Mannes", finanziert vom transdisziplinären Forschungsprogramm des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Wien. Die Ausstellung auf Schloss Ambras bei Innsbruck präsentiert erste Ergebnisse dieses Forschungsprojekts. Das "Bildnis eines behinderten Mannes" wirft viele Fragen auf: Welche Rolle hatten behinderte Frauen und Männer im 16. Jahrhundert? Welche Blicke wurden damals auf sie gerichtet? Und: Sind die Blicke auf behinderte Personen heute anders? Wie wollen behinderte Personen sich selbst sehen und darstellen? Die Ausstellung nähert sich spielerisch, lehrreich, historisch und künstlerisch dem Umgang mit Bildern von Behinderung. Bekannte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung haben sich mit dem Bildnis auseinandergesetzt, beteiligt sind u. a. Martin Bruch, Hall; Karin Flatz und Georg Urban, Innsbruck; Hans Witschi, Zürich/New York; Die Schlumper, Hamburg. Durch das Gegenüber- und In-Frage-Stellen unterschiedlicher Blicke verdeutlicht die Ausstellung den Wandel der Betrachtungsweise von Menschen mit Behinderung: vom Sammlungsobjekt zum Dokument der Existenz, von der medizinischen Diagnose zur kulturellen Bedeutung, von der Fürsorge zur Selbstbestimmung. Das Bildnis eines behinderten Mannes - Blicke, Ansichten, Analysen, Kunsthistorisches Museum Sammlung Schloss Ambras bei Innsbruck, 8. Dezember 2006 bis 30. Juni 2007 Ausstellungskatalog und Wörterbuch, 9.80 Euro, ISBN: 3-930830-81-7. omp Link zu weiteren Informationen über die Ausstellung 

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.