
Magdeburg (kobinet) Für die Sozialministerin von Sachsen-Anhalt, Dr. Gelinde Kuppe, ist das persönliche Budget eine große Chance für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Die Sozialministerin sieht in der Stärkung der Rechte behinderter Menschen auf Selbstbestimmung ein vorrangiges Ziel der Behindertenpolitik. Auf einem behindertenpolitischen Forum im Magdeburger Landtag sagte sie am Montag, es werde oft unterschätzt, wie wichtig es für behinderte Menschen ist, das Leben selbst zu gestalten und eigene Lösungen zu finden. Im Kern gehe es darum, behinderten Menschen eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Das Forum stand unter der Schirmfrauschaft der Sozialministerin und der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten. Thema war das Persönliche Budget in Sachsen-Anhalt. Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe bezeichnete das Persönliche Budget, das derzeit noch als Modellprojekt läuft, als große Chance für ein selbstbestimmtes Leben. Es sei in die Sozialgesetzgebung aufgenommen worden, um die Rechte der behinderten Menschen auf Selbstbestimmung deutlich zu stärken. Es müsse nun dafür gesorgt werden, dass das Persönliche Budget einfach und unkompliziert von jedem Menschen mit Behinderungen in Sachsen-Anhalt in Anspruch genommen werden könne. Nach einer Modellphase soll das Persönliche Budget 2008 verbindlich eingeführt werden. Es soll Menschen mit Behinderungen ermöglichen, von den zuständigen Sozialleistungsträgern Geldleistungen zu erhalten. Im Ausnahmefall können dies auch Gutscheine sein. Damit können behinderte Menschen medizinische Rehabilitationsleistungen und Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie am Arbeitsleben selbst organisieren. Den Budgetnehmerinnen und -nehmern werden die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt; sie kaufen die Leistungen bei den Leistungserbringern selbst ein, heißt es in der Presseerklärung der Ministerin. omp