
Berlin (kobinet) "Ich engagiere mich in dieser Initiative, weil 900.000 Menschen in deutschen Heimen eingesperrt und entrechtet sind. Sie können nicht selbst entscheiden, wer sie anziehen und wer sie unterstützen soll. Sie haben auf die Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes keinen Einfluss und leben getrennt von ihren Freunden und Verwandten hinter Mauern. Diese Lebenswirklichkeit vieler älterer als auch behinderter Menschen wollen wir ändern," so Roger Schmidtchen vom Trägerwerk Soziale Dienste e.V. Diese und andere Motive für ein Engagement für ein Leben Daheim statt im Heim wurden heute beim Start der Bundesinitiative Daheim statt Heim im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin geäußert. Die behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Silvia Schmidt sagte zur Gründung der Bundesinitiative: "Das SGB IX ist für mich in Gesetz gegossene Integration und Gleichberechtigung für alle Menschen. Die hervorragenden Instrumente des Gesetzes, wie Persönliches Budget, Wunsch- und Wahlrecht sowie der Teilhabegedanke müssen endlich Realität werden. Dafür möchte ich mich mit dieser Bundesinitiative einsetzen und bin sehr optimistisch, dass wir die vorhandenen sehr guten Ansätze bundesweit unter einer Flagge zusammenführen können." Weiterhin betonte Schmidt, der Wandel könne und müsse mit den Betroffenen und den Mitarbeitern der Einrichtungen zusammen angegangen werden. "Wir werden nur gemeinsam, nicht gegeneinander etwas erreichen." "In Schweden sind im letzten Jahr die letzten Heimplätze abgeschafft worden. Warum ist das in Deutschland nicht möglich? Wir diskutieren immer noch über Fragen, die international schon lange beantwortet sind. Ich hoffe darauf, dass diese Bundesinitiative dazu beiträgt, die Debatte zu forcieren und die Umsetzung zu begleiten", so die Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (FosreA), Elke Bartz. "Als sich mein Leben durch einen Autounfall vor 30 Jahren schlagartig änderte, habe ich erfahren, was es heißt in einem 'Heim' zu leben. Jeden Tag habe ich erlebt, wie wenig ich noch selbst entscheiden kann obwohl ich mich selbst entscheiden möchte. Nicht die Behinderung trennt mich von einem 'normalen' Leben, sondern die Barrieren. Diese Barrieren sind überall in unserer Umwelt. Es sind schlechte Gehwege und Treppen, aber es sind auch Grenzen im Denken. Ich hoffe, dass wir mit der gesammelten Kraft dieser Initiative in beiden Feldern weiter kommen," so Elke Bartz. Laut Wolfram Scharenberg von der Stiftung Alsterdorf müssen "die großen Anbieter von Dienstleistungen für ältere und auch für behinderte Menschen begreifen, dass sie ihre Zukunft nicht im stationären Bereich haben. Sie müssen sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen orientieren. Dienstleistungen müssen zu den Menschen gebracht werden und sich an deren Bedarf messen lassen. Die Menschenwürde und die ethischen Grundsätze unserer Gesellschaft lassen keinen anderen Schluß zu: Menschen müssen da versorgt werden, wo sie es wollen." Karl Finke, Landesbehindertenbeauftragter in Niedersachsen und Bundessprecher des Netzwerks "Selbst Aktiv" betonte: "Es geht uns darum, dass behinderte und ältere Menschen die Gestaltungshoheit über ihr Leben behalten und wieder bekommen. Dafür muss man die notwendige Unterstützung geben. Das Argument, für 'schwere Fälle' brauchen wir das Heim weiterhin, gilt nicht. Wir müssen bei den schwerbehinderten und schwerstpflegebedürftigen Menschen anfangen und Akzeptanz schaffen. Dann wird es für die weniger schweren 'Fälle' einfacher - so wird ein Schuh daraus und nicht umgekehrt", erklärte Karl Finke. omp
Winfried Gruß schrieb am 02.12.2006, 00:03
Meine Mutter liegt im Krankenhaus hat Altersdemenz Ich bin der Sohn Pflege Vater und Mutter war im Krankenhaus bei Sozialdienst habe erklärt das Ich meine Mutter nach den Krankenhausaufendhalt zu Hause Pflegen werde der Sozialdienst ist damit einverstanden aber Ich muß die Einnahmen und Ausgaben und jeden Kassenbeleg und muß Buch führen und bei den Vormundschaftsgericht zur überprüfung vorlegen ist das doch eine Entmündigung zumal der Vater Geistig noch
Fit ist und dürfen nicht über eigenes Renteneinkommen Entscheiden. Da müste an den Gesetzen auch was geändert werden Ich betreue mein Eltern und muß zusätzlich viel
schreibarbeiten erledigen und muß fragen wieviel Geld meine
Eltern für Geschenke ausgeben dürfen und das bei
Gericht
Mit freundlichen Grüßen
Winfried Gruß