
Berlin (kobinet) Bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung kann sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt auf ein Papier stützen, das aus Sicht behinderter Menschen und ihrer Angehörigen erarbeitet wurde. Karin Evers-Meyer, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, hat heute Abend im Kleisthaus die "Empfehlungen für eine teilhabeorientierte Pflege" übergeben. Die Behindertenbeauftragte hatte einen Arbeitskreis initiiert, der in den vergangenen Monaten das Pflegepapier erarbeitete. "Ein dreiviertel Jahr intensiver Arbeit wurde nun mit diesem Ergebnis erfolgreich abgeschlossen", sagte Elke Bartz vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen, das neben weiteren führenden Verbänden der Selbsthilfe und der Freien Wohlfahrtspflege in dem Gremium vertreten war. Wichtig sei ihr besonders, dass eine Angleichung der ambulanten und stationären Sachleistungen überzeugend begründet wurde. Bartz erwartet Verbesserungen gerade für Schwerstbehinderte, wenn die Empfehlungen bei der Reform der Pflegeversicherung umgesetzt werden. sch