New York/Wien (kobinet) Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat heute Abend die Konvention "zur Förderung und zum Schutz der Rechte und Würde von Menschen mit Behinderungen" beschlossen. Für die rund 650 Millionen behinderten Menschen weltweit soll sie eine deutliche Verbesserung im Alltag bringen. Generalsekretär Kofi Annan appellierte an die Mitgliedstaaten, die Konvention schnellstmöglich zu ratifizieren. 192 Mitgliedsstaaten der UNO sind aufgerufen, die Konvention zu ratifizieren. Wenn 20 Staaten dies getan haben, tritt sie in Kraft. "Von heute an haben sich alle Staaten verpflichtet, die Rechte behinderter Menschen auszubauen und deren Würde zu schützen", sagte die Präsidentin der Generalversammlung, Haya al-Khalifa aus Bahrain. Vertreterinnen und Vertreter der Selbstbestimmt Leben Bewegung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigten sich in einer Blitzumfrage von BIZEPS-INFO erfreut über diesen Beschluss. Sie hatten aktiv mitgewirkt, die Menschenrechtskonvention zu erarbeiten. "Es wird wichtig sein, behinderten Menschen bald die exakten Inhalte der Konvention näher zu bringen", meinte Klaudia Karoliny von der Selbstbestimmt-Leben-Initiative Linz. Sie hofft, dass es bald eine deutsche Übersetzung der Konvention gibt und im Alltag behinderter Menschen "wirklich Verbesserungen" kommen. sch