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02.01.2007 - 23:52

Singers Ansichten bei Maischberger aufgelaufen.

Berlin (kobinet) Wenige Wochen vor ihrer Babypause als Fernsehmoderatorin beim Westdeutschen Rundfunk war heute Abend Sandra Maischberger im Clinch mit Peter Singer zu sehen. Der hält die Tötung von Neugeborenen mit Behinderung für legitim. Die 40-jährige Journalistin hatte den laut Behindertenverbänden "gefährlichsten Mann der Welt" zu befragen. Als Gegengewicht zu dem umstrittenen australischen Philosophen waren der querschnittsgelähmte Unternehmensberater Claudio Kürten, die katholische Grünen-Politikerin Christa Nickels (ehemals Mitglied in der Ethikkommission) und Simone Guido eingeladen, die ein behindertes Baby in Pflege genommen hat, das abgetrieben werden sollte. Über die Medien wurde Tim bekannt, inzwischen neun Jahre alt (kobinet 6.7.06). Singers auch in dieser Talkshow noch einigermaßen rhetorisch flott verpackte Ansichten liefen nun bei Maischberger auf und riefen den erwarteten Widerstand hervor. So richtig punkten konnte das australische Redetalent nicht. Seine Kontrahenten, zu denen manchmal auch die schwangere Moderatorin zu gehören schien, legten sich mächtig ins Zeug. Dennoch ließ die Fragestellung "Wer hat ein Recht auf Leben?" in dieser Runde keine klare Antwort zu. Verunsichert blieben einmal mehr junge Leute, die sich nach der ärztlichen Mitteilung über das bevorstehende freudige Ereignis auf die pränatale Diagnostik einlassen. Sie geraten zunehmend unter einen gesellschaftlichen Druck, sich bei den nun möglichen medizinischen Fortschritten für ein gesundes Baby und gegen "unwertes Leben" zu entscheiden. Singer hat die immer lauter werdende Argumentation gegen behinderte Menschen als Kostenfaktor bedient. Ein öffentlich-rechtlicher Sender, für den mir jährlich ein kleiner Beitrag vom Konto abgezogen wird, hat mich von der Nachtruhe abgehalten. Danke WDR! Frantek  

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Phil L. Herold schrieb am 05.01.2007, 20:20

hey.

ich hab mir jetzt echt lange überlegt ob das ganze ding es wert ist hier zu posten. aber bevor ihr euch noch alle gegenseitig zerfleischt. ich lebe jetzt seit 26 jahren in dieser kultur. respekt ist eines der wichtigsten dinge in diesem spiel und glaubt mir, das leben ist ein riesiges spiel das gespielt werden will. wer erst einmal die regeln und die level dieses spiels verstanden hat, für den ist die welt kein trick mehr. es geht nur ums papier, geld regiert die welt. es gibt kindermörder, vergewaltiger, süchtige, dealer, nazis, krüppel, medien, auch meschen wie singer, merkel, bush, krieg, rassismus, diskrimminierung, hunger, aids, schwule, lesben usw.. all das geschieht hier, das ist ein teil unserer gesellschaft, teil unserer kultur. wie sollen wir also über eine welt sprechen die nicht so ist? das ist so. wahrheit hat kein alibi. ich habe schon immer gesagt, es liegt an uns allen veränderungen zu schaffen, doch manche dinge werden sich nie ändern. wisst ihr, john lennon war schon ein wirklich schlauer mann, alles was du brauchst ist liebe. nur ist angst stärker als liebe. wenn ihr lust habt denkt mal darüber nach...

much luv, peace & respect,
Phil L. Herold

Als Mitglied von Forsea distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von Frau Elke Bartz Öffentlichen Brief an die ARD Redaktion "Menschen bei Maischberger" zum Thema "Wer hat ein Recht auf Leben?" da dies nicht meine eigene, persönliche Meinung wieder spiegelt und ich persönlich, die Ansichten von Frau Elke Bartz zum Thema „Peter Singers“ so wie sie in dem Brief an die ARD vom 01.01.2007 dargestellt werden, nicht vertreten kann. Ich bitte um Verständnis.

Franz Schmahl schrieb am 05.01.2007, 09:35

Was kobinet kann

Hallo Markus Lemcke und all die anderen Diskutanten,
wir schreiben kobinet klein. Das heißt wir veröffentlichten Nachrichten und Meinungen ohne eine Zensurschere innerhalb der Redaktion. Insofern konnte und wollte kobinet überhaupt nicht eine Sendung der ARD verbieten. Unsere kleine ehrenamtlich arbeitende bunte Truppe ist ja nicht größenwahnsinnig. Immerhin ist es uns gelungen, die Aufmerksamkeit auf einen für uns nicht unwichtigen Fernsehauftritt zu lenken.
Nicht von den bezahlten Öffentlichkeitsarbeitern in großen Verbänden oder Abgeordnetenbüros, sondern von kobinet wurde Diskussion bis hinein in die Redaktion von Frau Maischberger entfacht. Dass auch der Leserbriefkasten von kobinet regen Zuspruch hatte, freut uns sehr. Wir haben offensichtlich ein wichtiges Thema aufgegriffen, das wir gern mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser weiter behandeln, wenn Stoff für tagesaktuelle Nachrichten da ist.
Bis dahin danke ich namens der Redaktion für alle die engagierten Reaktionen.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Schmahl

Gerd Frank schrieb am 05.01.2007, 07:53

Entschuldigung

oh schon wieder schrieb ich ihren Namen falsch. Ist so eiene Art Automatismus.In meinem Bekanntenkreis Heißt jemand eben Lemke und nicht LEMCKE.

Gerd Frank schrieb am 05.01.2007, 07:47

Herr Lemke etwas kleingeistig?

Bitte vielmals um Entschuldigung das Ich ihren Namen versehntlich ihren Namen falsch schrieb. Ich weiß nicht welche Sendung Sie da gesehen haben. Sie haben sich schon so auf diese Sendung gefreut. Ich habe ja schon in einem Leserbrief geschrieben welche Meinung ich zum Lesen haben. Sie machen sich doch im Grunde lächerlich mit ihrer Kritik sowie Singer es tat mit seinem Gehabe und seine Äußerungen die zum Teil sehr widersprüchlich waren. Ob ich im übrigen mutig bleibt dahingestellt. Wie Sie von der Sendung schwärmen sagt doch im Grunde aus das sie rein garnichts verstanden haben. Ich stelle mir die Frage warum soll sich ein behinderter Mensch überhaupt verteidigen das er Leben darf. Ich finde auch ein Neugeborenes hat ein Recht auf Leben egal ob es behindert iss oder nicht. Wo will man/frau da die Grenze ziehen. Das beste war doch das Kind der Pflegemutter. Es wollte Leben Ansonsten wäre es getorben. Wenn sie die Sendung gesehen haben bzw. verstanden haben wissen Sie was ich meine.

Arnd Hellinger schrieb am 05.01.2007, 00:03

Etwas konstruktiver, bitte...

Liebe Leute,

irgendwie gerät die Debatte hiet langsam aber sicher aus dem Ruder. Das mag dann zwar Singer und seine Freunde freuen, bringt uns sber in der Sache nicht einen mm weiter.

Statt also darüber zu streiten, wer wann wo welche Quelle "richtig" gelesen bzw. interpretiert hat oder nicht, ob Singer Hintermänner/-frauuen hat oder nicht und ob die Forderung nach Absetzung der Sendung nun versuchte Zensur war oder nicht, sollten wir lieber überlegen, wie wir uns konstruktiv mit welchem inhaltlichen Ziel in die Ethik-Debatte einbringen können.

Konkrtete Fragen wären da etwa:

1.) Wie stehen wir als Behindertenbewegung zum Abtreibungsrecht?

2.) Was muss geschehen, damit werdende Eltern auch bei entsprechender Diagnose eine Abtreibung ihres behinderten Kindes möglichst erst gar nicht in Erwägung ziehen und wie erreichen wir diese Bedingungen?

3.) Wie definieren wir Tod und Sterben so, dass die in der Sendung (und nicht nur da) diskutierten Grauzonen bzw. Ansatzpunkte jeder Form von "Sterbehilfe" (m-E. eher Mord) gar nicht erst entstehen?

4.) Was halten wir von Organspendeausweisen oder Patientenverfügungen und wie soll mit solchen im Ernstfall umgegangen werden?

Schwierige Fragen - ich weiß. Aber sie gehören zusammen und sollten von uns - gegenüber der Politik - schlüssig beantwortet werden, bevor "neue Singers und Hörsters" das tun. Über uns ohne uns...

Wenn wir das können, müssen wir noch jemand von uns in den passenden Berliner Gremien unterbringen.

Wasilios Katsioulis schrieb am 04.01.2007, 21:56

Herr Singer

hat das was er sagte selbst nicht geglaubt, war mein Eindruck. Man muss sich Fragen, ob hinter seiner Philosophie nicht vielleicht ein Auftrag steht, den er nach aussen hin nur repräsentiert. Er hat null rübergebracht, und war aufgrund seiner schlechten Deutschkenntnisse auch in einer rhetorisch äusserst schlechten Position:)

Markus Lemcke schrieb am 04.01.2007, 19:21

Mein letztes Posting

Hallo Herr Bartz,

irgendwie habe ich den Eindruck, dass Sie nur das lesen was Sie lesen wollen.
Außerdem ist es für mich nicht nachvollziehbar warum Herr Singer „schuldig“ist, weil wir diskutieren hier über eine Talkshow und keine Gerichtsverhandlung.
Ich habe es eigentlich schon in einem anderen Leserbrief geschrieben, aber sehe mich gezwungen es zu wiederholen, weil sie mir so unterschwellig unterstellen wollen, dass ich Singers-Fan bin.
Ich bin selber körperbehindert und auch noch überzeugter Christ und habe somit zwei gute Gründe warum ich Singers Ideologie NICHT richtig finde und ihn im einem gewissen Umfang auch für gefährlich halte. Dennoch bin ich stets bestrebt nicht einfach „irgendwas“ gegen einen solchen Menschen zu machen, sondern erst nachdenken und dann überlegt und clever handeln.
Diese Sendung zu verbieten, so wie es Kobinet vor hatte, wäre aus meiner Sicht nicht clever gewesen und die etwas arg einseitige Information von Kobinet war es auch nicht und bei dieser Meinung bleibe ich, egal ob es Ihnen einleuchtet oder nicht.
Ich werde auch auf weitere Postings von Ihnen nicht mehr reagieren, weil es mir zu anstrengend ist.

Lieber Herr Frank,
mir den Tipp geben ich solle richtig lesen und selber nicht meinen Nachnamen richtig abschreiben können, der 8 Zeilen weiter oben richtig geschrieben steht ist sehr Mutig!
Sie haben selbstverständlich recht, wenn Sie sagen sagen dass es zwischen Hitler und Singer Parallelen gibt. Für mich persönlich besteht jedoch ein himmelweiter unterschied zwischen einem Menschen der definitiv tausende von Menschen umgebracht hat (Hitler) und einem Menschen der unter bestimmten Bedienungen die Tötung eines Menschen in Erwägung zieht.
Äußerungen wie „Singer spricht Menschen mit Behinderung das Recht auf Leben ab“ sind einfach Sachlich falsch, weil er doch noch differenziert wie im anderen Posting von mir zitiert!
Wenn Singer, wie Herr Bartz mal wieder mit seinem „wahrscheinlich“ ihm unterstellen möchte, wirklich schon Menschen umgebracht hätte, würde er mit Sicherheit im Gefängnis sitzen und dürfte nicht in der ARD auftreten. Ich glaube nicht, dass Menschen töten in Australien legal ist und nicht bestraft wird!

Abschließend möchte ich sagen, dass mir die Auseinandersetzung mit diesem Thema wie es in der ARD geschehen ist, mir wesentlich mehr zusagt, wie es hier auf Kobinet geschieht!


Hans-Reiner Bönning schrieb am 04.01.2007, 16:09

Erwägen ... oder nicht

Wenn ich es Eltern frei stelle, zu "erwägen", ob sie sich um ihr behindertes Kind kümmern oder ob es sie es sogar töten lassen können, um sich voll und ganz auf ihren nichtbehinderten Nachwuchs zu konzentrieren, dann spreche ich natürlich dem behinderten Kind das ureigene Lebensrecht ab.

Eltern, die sich um ihre "gesunden" Kinder nicht kümmern, können strafrechtlich belangt werden (Verletzung der elterlichen Fürsorgepflicht).
Eltern eines behinderten Kindes können ihrerseits den Arzt verklagen, der sie während der Schwangerschaft nicht über die wahrscheinliche Behinderung ihres Nachwuchses informiert hat, so dass sie es vor der Geburt noch straffrei hätten abtreiben können.
Das ist keine Singer´sche Fantasie, sondern Realität, auch in unserem Lande.

Es gibt auch andere Situationen, in denen die auf dem Papier grundsätzlich gleichen Lebensrechte mehrerer Menschen ganz bewusst ungleich bewertet werden, was für die "weniger werten" dann auch tatsächlich zum Tode und für die anderen zu höheren Überlebens-Chancen führt: z.B. wer bei einer Massen-Katastrophe als erste gerettet werden sollen - und wer während dessen eben "warten" muss ... Oder ein Kommandeur, der einem Trupp Soldaten befiehlt, die unhaltbare Stellung so lange zu halten, bis die ganze übrige Kompanie sich zurück ziehen konnte ...

Aber - was sind das für Situationen?

Und sind sie wirklich vergleichbar mit der Situation einer Frau, die ein wahrscheinlich behindertes Kind bekommt - und die es deshalb auch noch in der letzten regulären Schwangerschaftswoche im Mutterleib zu Tode spritzen oder abtreiben lassen darf?

Oder vergleichbar mit der Situation von Eltern oder allein stehenden Müttern/Vätern, die ihr bereits geborenes behindertes Kind straffrei töten lassen wollen, damit sie anschließend mit ihren bereits geboren oder noch zu zeugenden nichtbehinderten Kindern "glücklicher" werden können?

Lassen wir uns von Singer und Konsorten nichts einreden - aber machen wir uns auch selber nichts vor. "Unsere" Angst vor Singer ist vielleicht auch Teil unserer eigenen Unsicherheiten.

Elisabeth Riediger-Wirthensohn schrieb am 04.01.2007, 15:16

Politische Vertretung behinderter Menschen

Eine gewisse "Unterorganisation der politischen Vertretung behinderter Menschen" kann man gerade nach der Bundestagswahl und Föderalismusreform nicht so von der Hand weisen. Denn in den parteipolitischen Programmen zur letzten Bundestagswahl gab es z. B. konkrete Stellungsnahmen zu "Elternassistenz", dieses Thema wurde im konkreten Einzelfall von politischen Parteien im Landtag, schon gar nicht auf Gemeindeebene, nie wieder angegangen.- Es trifft zu, dass es gerade nach der Föderalismusreform zu Eingliederungshilfeleistungseinschränkungen auf Landes- und Gemeindeebene kommen kann. Zumindest müssen sich die beantragenden behinderten Menschen warm anziehen und noch mehr um ihre Leistungsansprüche zu ihrer finanziellen Belastung (Rechtsanwalt usw.) kämpfen, ohne dass ihnen eine politische Vertretung auf Landes- u.Gemeindeebene, durch örtliche Behindertenorganisationen, zur Seite stehen würde. Auch das Nichtvorhalten von Selbsthilfeorganisationen auf Landes- und Kommunalebene verbaut behinderten Menschen in sozialer, gesellschaftlicher Hinsicht den Zugang zu Beratung, Aufklärung für eventuelle Ansprüche auf behinderungsbedingte Leistungen.-Alltag und Fakt-für eine geburtsbehinderte Beamtenmama mit Mindestversorgung, die nicht einmal mehr geringfügig tätig sein kann.
Grüsse, Elisabeth Riediger-Wirthensohn

Dipl.-Soz.Arb. Uwe Heineker schrieb am 04.01.2007, 14:24

"Die" Behinderten ...

... in Deutschland "politisch unterorganisiert"?

Diese These des Herrn Süttmann ist schlichtweg falsch:

Es gibt in Deutschland sehr wohl sozialpolitisch tätige Behindertenorganisationen und auch behinderte politische Mandatsträger in den Gemeinden, Ländern und Bund.

Hier wäre lediglich der ARD der Vorwurf zu machen, einen Vertreter dieser Organisationen nicht eingeladen zu haben bzw. auf entsprechende Teilnahmeangebote derselben nicht eingegangen zu sein.

Heribert Süttmann schrieb am 04.01.2007, 13:58

Agenda-Setting

Drei Anmerkungen:
1. Das Fernsehpublikum wurde Zeuge einer interessanten und kultivierten Diskussion. Hierzu trug m.E. ausser der Moderatorin und den übrigen Talkshowgästen auch der umstrittene Philosoph bei. Peter Singer wirkte einnehmend, weil auch er seine Ambivalenzen und Aporien zeigte, weil er zuhörte und antwortete. Was immer man von seinen ethischen Ansichten hält: er taugt nicht als Hitler, und sollte auch von uns nicht in diese Ecke gestellt werden. Es ist befremdlich und letztich kontraproduktiv, wenn Menschen mit Behinderungen, welche für die eigene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kämpfen, für den Ausschluß dieses Menschen vom öffentlichen Diskurs eintreten. Zumal Singer letztlich der Aufgabe eines Philosophen nachkommt, nämlich begründet vorzutragen, was er für richtig hält. Die Rollengerechtigkeit seines Verhaltens sollte m.E. respektiert werden.
2. Bedenklicher als Singers Rolle in der Talkshow ist m.E. die der Gastgeberin. Ihr Agenda-Setting ("Wer hat das Recht auf Leben?)" war typisch mediengerecht. Dies darf im Hinblick auf ein gebührenfinanziertes öffentlich-rechtliches Medieum immer noch kritisch festgehalten werden. Denn offenbar wurde der skandalisierte Philosoph benutzt, um das übliche Medienspiel, Menschen aufeinander zu hetzen, zu inszenieren.
Dies ist nach meinem Dafürhalten insofern ärgerlich, als die auf Singer bzw. die Bekämpfbarkeit von Singer hin zugeschnittene Fragestellung nach dem "Recht auf Leben" auf Kosten der lebenden Menschen mit Behinderungen geht. Leben mit Behinderung erschien in diesem Diskurs, trotz des heroisch lebensfrohen Herrn Kürten, als ein Leben im unvermeidlichen Defizit. Das Anforderungsprofil an die Gesellschaft erstreckt sich von daher auf das Für oder Wider gegen die PID, Spätabtreibung oder Sterbehilfe, nicht aber auf Nachteilsausgleich, Teilhabe, Integration.
Insofern war die Sendung, aufgrund ihrer Gesamtanlage typisch für den jetzigen gesellschaftlichen status quo, typisch ärgerlich.
3. Dass keine Kirchenvertreter anwesend waren, musste nicht vermisst werden, dass aber keine Vertreter von Behindertenorganisationen anwesend waren, schon. Hier aber zeigt sich, dass die Behinderten in Deutschland politisch unterorganisiert sind.

Heribert Süttmann, Diplom-Politikwissenschaftler, Evangelischer Theologe, Pfarrer im Ruhestand, welcher zurzeit um seine Teilhabe am Arbeitsleben kämpft.

Gerd Frank schrieb am 04.01.2007, 11:30

Tipp richtig lesen

Sehr geehrter Herr Lemke,
wenn Sie schon Kritik üben, sollten Sie einen Leserbrief richtig lesen. In dem Buch "Mein Kampf "gibt es durchaus Parallen. Meine Meiung ist ein Mensch der von lebensunwert redet hat einen Hang Menschen nach seinen Vorstellungen zu schaffen. Ein Leben ist nicht unwert. Es steht niemanden zu über andere zu urteilen das gerade sein Leben unwert ist. Diese Empfindung kann nur ein Lebewesen für sich selbst beurteilen. Andern steht ein Urteil hier überhaupt nicht zu.Und das tut Singer hier , daran gibt es nichts zu rütteln deshalb der o.g. Vergleich .
mfG G. Frank

Gerhard Bartz schrieb am 03.01.2007, 22:39

Singer unschuldig?

Sehr geehrter Herr Lemcke,

Singer hat wahrscheinlich noch nie jemanden eigenhändig umgebracht. Er und seine Gesinnungsgenossen haben jedoch weltweit unzählige Menschen auf dem Gewissen, indem Sie dem Töten von "lebensunwerten Menschen" den Anstrich der Legalität und moralischen Vertretbarkeit geben! Solche Leute haben uns in unserem Fernsehprogramm gerade noch gefehlt. GZSZ - mal anders.

Markus Lemcke schrieb am 03.01.2007, 21:59

Fortsetzung

Es hat mir richtig Mut gemacht wie sie über Tim sprach!
Claudio Kürten war aber auch einfach Klasse. Er war ein würdiger Vertreter der Menschen mit Behinderungen.
Ich bin sehr froh, dass diese Sendung ausgestrahlt wurde!
Ich persönlich hatte vor der Sendung keine Angst und danach erst recht nicht!

Markus Lemcke schrieb am 03.01.2007, 21:58

Fortsetzung

Es hat mir richtig Mut gemacht wie sie über Tim sprach!
Claudio Kürten war aber auch einfach Klasse. Er war ein würdiger Vertreter der Menschen mit Behinderungen.
Ich bin sehr froh, dass diese Sendung ausgestrahlt wurde!
Ich persönlich hatte vor der Sendung keine Angst und danach erst recht nicht!

Markus Lemcke schrieb am 03.01.2007, 21:55

War es die Aufregung wert?

Als erstes muss ich nochmal Kritik an der Berichterstattung von Kobinet üben:

Im Artikel „Peter Singer bei Maischberger“ vom 29.12.2006 behauptet Frau Bartz
„Singer spricht behinderten Menschen das Lebensrecht ab“. Dies ist schlicht weg falsch. Im Buch von Rainer Schmidt „Lieber Arm ab, als arm dran wird auf Seite 182, aus dem Buch von Singer (Seite 183) zitiert. Dort heißt es u. a.
„Bereits im Falle einer leichten Behinderung wird ERWOGEN, dieses Leben durch einen möglicherweise besseres Leben von gesunden Geschwistern zu ersetzen“.
Also, zwischen Lebensrecht absprechen und erwägen bzw. möglicherweise ist doch ein gewisser Unterschied.
Auch wird im oben genannten Artikel nur Mitdiskutantin Simone Guido erwähnt. Es wird überdies hinaus gemutmaßt „Doch schon die Ankündigung der Sendung weckt die Ahnung, wie Behinderung bewertet wird“.
Singer mit Osama bin Laden auf die gleiche ebene zu stellen oder wie es in Leserbriefen geschehen ist, mit Hitler ist einfach frech. Singer vertritt nur eine Ideologie und hat im Vergleich zu Hitler und Osama bin Laden noch keinen Menschen umgebracht!

Der Artikel ist einfach mit dem Ziel geschrieben worden, Menschen mit Behinderung aufzuwiegeln gegen diese Sendung mit Hilfe von unzureichenden Informationen!
Erst mit der Kobinetmitteilung „Gegengewicht zu Singers Ansichten“ vom 02.01.2007 - 13:57 erfährt der Kobinet-Leser dass Singer sich gegen 4 bzw. mit Frau Maischberger 5 Personen durchsetzen muss! Diese Tatsache hätte bitte schön in die erste Mitteilung rein müssen! Was ich damit Sagen möchte:
Erst recherchieren, dann überlegen und wenn man dann der Meinung ist, man muss protestieren, dann erst protestieren! Die Kobinetmeldungen zum Thema Singer waren für meinen Geschmack zu gefühlsgeladen, zu wenig sachlich und unvollständig!

In vielen Leserbriefen auf die Kobinet-Artikel und auch in den Kobinet-Artikeln war für mich „Angst“ herauszulesen.
Angst war aber noch nie ein guter Lebensberater! Klugheit und durchdachtes Handeln und Artikulieren ist in solchen Situation gefragt.

So, nun zur Sendung:
Seit doch ehrlich. Es konnte uns Behinderten doch nichts besseres passieren als diese Sendung! Singer ging doch Sang und klanglos unter. Wie einige der bisherigen Schreiber erwähnten, Singer wurde der Inkonsequenz bei seiner Mutter überführt. Rhetorisch war ich von Singer auch sehr enttäuscht, aber vielleicht traute er sich auch nicht richtig. Frau Nickels machte ihn ja auch sehr deutlich auf die deutsche Vergangenheit (Stichwort Hitler) aufmerksam. Für mich persönlich war Tims Mutter das Highlight der Sendung! Liebe Leute, so lange es in unserem Land Menschen gibt, die zwei Nichtbehinderte Kinder haben und sich freiwillig ein Kind mit Down syndrom ins Haus holen und von diesem Kind mit so strahlenden Augen berichten wie Tims Mutter, müssen wir Menschen mit Behinderung rein gar nichts befürchten! Es hat mir richtig Mut gemac

Guntram Hoffmann schrieb am 03.01.2007, 18:42

Stargast im Abseits

Anfangs der Maischberger Sendung war mir ziemlich flau im Magen, vor Aufregung dessen, was da kommen wird. Doch dann kam alles ganz anders als gedacht. Singer baute ja die ersten Minuten um sich selbst einen solchen Heiligenschein, dass es grotesk wurde; vollends dann, als er über sich (seine Mutter erzählte) und dann passte ja eigentlich nicht mehr allzu viel logisch zusammen, was er von sich gab und die seine Antworten auf die ersten konkreten Nachfragen wurden niveauloser. Warum? Riesen Kompliment an Maischberger, der ich es nicht zugetraut hatte die Diskussion in dieser guten Art hinzukriegen. Einziger Kritikpunkt: die Abtreibungsdiskussion in dieser Ausführlichkeit war etwas fehl am Platz, diesem Platz! Nach gut 10 Minuten fragte ich mich, ob Herr Singer überhaupt noch im Studio ist; denn Thema war er dann nicht mehr. Emotional beeindruckt hat mich Frau Guido, mit wichtigen Fakten überzeugte - wie von mir erwartet - Frau Nickels und begeistert hat mich Claudio Kürten, dem ich nur aus vollen Herzen zustimmen kann. Äußerst merkwürdig fand ich den Arzt de Ridder, von dem ich eigentlich erwartete, dass er vorallem die Patienteninteressen vertritt, doch schon mit seiner 2. Wortmeldung vertrat er nur hochtrabend seine eigenen und wurde für mich zum eigentlichen Problemfall in der Runde. Seine Ansichten zu Koma, Lebensverlängerung und künstlicher Ernährung fand ich schon sehr erschreckend und für einen Arzt alarmierend. Seine Gedanken und Ansichten waren mir bald beängstigender als die von Singer. Ich fand es sehr gut, wie schnell sich Kürten darauf einstellte nicht gegen Singer, sondern gegen de Ridder hauptsächlich argumentieren zu müssen. Die Überraschung, dies tun zu müssen stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Gut, dass er diese Rolle annahm und ich muß gestehen, er war ein wirklich würdiger Vertreter der Behinderten – zumindest ich fand mich bei ihm immer wieder. Er war für mich die eigentlich interessanteste Person in dieser Runde.
So kritisch man auch Dr. Singer sehen muß mit so manch vielleicht provokanter Frage traf er aber den Nagel auf den Kopf und schrieb viel Wichtiges ins „Hausaufgabenheft“ des Deutschen Bundestages und unserer Gesellschaft überhaupt. Dass unsere ethischen Ansprüche mit unserer Gesundheits- und Sozialpolitik nicht hinzukriegen sind stimmt, nur keiner formuliert es, geschweige denn richtet die Politik dahingehend aus. Reform der Pflege im Interesse der Selbstbestimmung Behinderter ist hier nur ein heikles Stichwort von vielen. Würde sich nun die Politik und Gesellschaft hinsetzen, um diese Hausaufgaben zu erfüllen, würde diese Sendung gute Frucht tragen. Völlig widererwartend habe ich nach der Sendung gut geschlafen..

Aristoula und Christian Papadopoulou schrieb am 03.01.2007, 17:08

Wo ist der „gefährlichste“ Mann der Welt geblieben

Mit der festen Überzeugung hier auf einen brillianten Rhetoriker zu treffen, der seine gefährlichen und menschenverachtenden Thesen gut verpackt, haben wir gestern die Sendung „Menschen bei Maischberger“ verfolgt. Doch wir wurden überrascht: Herr Singer versagte auf ganzer Linie. Er war weder rhetorisch noch theoretisch überzeugend. Wo ist der „gefährlichste“ Mann der Welt geblieben? Peter Singer ist es längst nicht mehr. Bestenfalls ist er eine historische Randfigur.

Heute ist die Diskussion über „lebensunwertes Leben“ gesellschaftlich weiter vorangekommen und ist in Teilen tägliche Praxis geworden. Sie wird von Interessensgruppen im Hintergrund und gesetzlichen Regelungen vorangetrieben, ohne dass sich die Behindertenbewegung in ihrer gesamten Breite einmischt. Was ist mit unserem Leitspruch? „Nicht ohne uns - über uns!“ Wir können diese Diskussion und ihre praktischen Auswirkungen nicht verhindern, indem wir Redeverbote aussprechen. Sie ist längst gesellschaftlich salonfähig geworden. Dies hat die gestrige Sendung eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Mit Herrn Dr. de Ridder saß ein Vertreter der neuen Bioethik in der Runde, dessen Thesen denen von Singer in nichts nachstehen. Allerdings verstand er es diese in gesetzliche Regelungen und medizinische Indikationen geschickt zu verpacken. Viel zu wenig wurde thematisiert, dass de Ridder bei einem Wachkomapatienten die künstliche Ernährung einstellte und dies medizinisch und rechtlich verteidigte. Dabei beruft er sich auf eine Rechtsauffassung, nach der die künstliche Ernährung keine pflegerische Maßnahme mehr, sondern eine medizinische lebensverlängernde Maßnahme ist. Danach kann schwerst kranken Patienten das Recht auf Ernährung verweigert werden. Dass Nahrungsentzug bei allen Menschen unweigerlich zum Tod führt, ist allgemein bekannt.

Die Behindertenbewegung muss sich dieses Themas wieder verstärkt annehmen und in der öffentlichen Debatte unmissverständlich Position beziehen. Wir sollten endlich aufhören, an der Stärke unserer Argumente zu zweifeln und in einer direkten Konfrontation die Schwächen der Theoriekonstrukte von Singer, de Ridder und Gleichgesinnten aufdecken. Nur so kann es gelingen, die Überzeugungskraft dieser Konstrukte auszuhebeln. Herr Kürten hat uns gezeigt, dass dies nicht unmöglich ist.


Ilja Seifert schrieb am 03.01.2007, 12:55

Jetzt müssen wir weiterdiskutieren!

Mein Eindruck von der Sendung ist: Singer ging nicht als "Sieger" vom Platz!

Daran hat nicht zuletzt Herr Körten großen Anteil. Er nahm dem großen Professor viel Wind aus den Segeln. Dafür können/sollten wir ihn laut loben.

Auch Frau Maischberger tat das ihre, um die perversen Aspekte in Singers theoretischem Gebäude bloßzulegen. Besonders wichtig erscheint mir, daß sie ihn zwang, seine barbarische Kosten-Nutzen-Rechnung so unverblümt darzulegen. (In dem Moment, als er sich - in seiner eigenen Logik - unlogisch, "unvernünftig" verhielt, schien er mir am ehesten human/vernünftig zu handeln.)

Daß Frau Nickels einige Fakten aus der politischen Debatte beisteuerte, belebte nach meinem Eindruck die Diskussion durchaus. Ihre Forderung nach einer erneuten Enquete-Kommission des Bundestages, die sich mit genau diesen Fragen befaßt und dafür Entscheidungsvorschläge vorbereitet, sollte intensiv unterstützt werden.

Daß uns der Arzt mit vielerlei medizinischen Fachbegriffen eher verwirrte als daß er zur Aufhellung ethischer und moralischer Haltungen beitrug, verbuche ich unter "Berufskrankheit".

Die ungekünstelte Selbstverständlichkeit, mit der Tims Mutter von seiner unbändigen Kraft, Lebensfreude und sonstigen Ausstrahlung sprach, nötigt mir großen Respekt ab.

Ich hoffe, daß mit dieser Sendung das Thema erneut in den Mittelpunkt einer breiten gesellschaftlichen Debatte gerückt wird. Wir können ihr weder ausweichen noch sollten wir sie fürchten.

Nicht Herr Singer ist unser Feind, sondern seine Ideen sind gefährlich für uns. Der gestrige Abend zeigte, daß wir ihnen nicht nur Paroli bieten sondern am Ende auch zur Aufklärung über ihre Perversität beitragen können.

Wichtig ist, daß diese Debatte nicht auf dummes Nachmittags-Talk-Show-Niveau absinkt.

Laßt uns mutig, offen und offensiv für unsere Rechte, für unsere Annahme als Teil der Gesellschaft streiten. Mit all unsern "Macken", unseren Freuden, Sehnsüchten, Wünschen, Träumen, auch Ängsten und Hoffnungen.

Wir sind stark! Laßt uns das mit Freude zeigen! Allen.

Ilja Seifert
Berlin

Hans-Reiner Bönning schrieb am 03.01.2007, 12:26

Mehr Selbst-Bewusstsein und Mut für uns

Ich fand die Sendung insgesamt erhellend:
Heraus kam deutlich, dass sich Herr Singer weder durch eine große Redefertigkeit noch durch "hohe" Philosophie auszeichnet. Er ist ein Mensch mit vielen Ängsten - vor Leid, Schmerz, Verlust - denen er sich offenbar nicht gewachsen fühlt. Solche schwachen Menschen bauen sich gern eine "sichere Festung" aus scheinbar sachlichen Theorien und stilisieren sich selbst zu Theoretikern, damit ihnen menschlich nichts und niemand zu nahe tritt.
Deutlich wurde dies auch, als Singer auf sein persönliches Verhalten gegenüber seiner inzwischen alzheimerkrank und pflegebedürftig gewordenen Mutter angesprochen wurde: Um sie hatte er sich als Sohn dann "natürlich" doch gekümmert - auch wenn sie immer mehr von dem verlor, was der "Professor Singer" für lebenswert hielt.
Empfindsam für sich selber und für persönlich Nahestehende - scheinbar gefühllos, im Grunde jedoch aggressiv und geizig gegen andere, auch diese egozentrische, egoistische Haltung Singers wurde deutlich. Denn genauso sprach er - in Gegenwart der Pflege-Mutter (!) des schwerbehinderten Jungen Tim - über Tim und dessen angeblich viel geringere Ansprüche auf Fürsorge, Pflege, mitmenschliche Anteilnahme.

Mein Fazit: Herr Singer ist kein Hanswurst - aber menschlich ein armes Würstchen. Wirklich gefährlich sind seine Strippenzieher: Wer hat denn ein Interesse, so jemandem eine Professur zu bezahlen, sein teures "wissenschaftliches" Mäntelchen ?
Herr Singer ist nicht mutig - mutig sind die, die nach wie vor von sich und anderen mitmenschliches Gefühl und solidarisches Handeln fordern und die sich nicht von denen mundtot machen lassen, die da meinen, das koste zuviel Antstrengung - beziehungsweise Geld.

Elisabeth Riediger-Wirthensohn schrieb am 03.01.2007, 11:41

Zumutung!

Auch behinderte Eineltern sahen sich in den 80-gern gesellschaftlicher, kollegialer, verwandtschaftlicher Kritik ausgesetzt,ob eine Schwangerschaft nicht vermeidbar sei, ob man nicht eine Rabenmutter sei, wenn man als behinderte Mutter, sein gesundes Baby, mangels Halbtagsstellen, mangels Krippenplatz zu einer "lieben Familie in Tagespflege" gibt.- Allerdings hatte ich einen sehr guten Frauenarzt, der mich in den 80-gern und 90-gern als schwangere behinderte Frau, immer auf meiner Seite stehend, begleitete. Kein Wort von Abtreibung.-Verwandte, z.B. Sozialarbeiter hingegen, wollte mit mir damals nach Holland fahren.....

Die Sendung gestern Abend war für alle behinderte Menschen und deren Angehörigen, die keine Äußerungsmöglichkeit hatten, keine Vertretung durch z.B. Behindertenverband oder Behindertenbewegung, eine Zumutung! Grüsse, Elisabeth Riediger-Wirthensohn

Wilfried Furian schrieb am 03.01.2007, 01:09

So einfach kann man sich das nicht machen

Ich denke, so einfach kann man sich das nicht machen.
Denn schon die Tatsache, dass dieser Herr Singer im 1. Deutschen Fernsehen auftreten durfte ist der eigentliche Skandal. Es wurde schon mehrfach gesagt: Meinungsfreiheit findet dort ihre Grenzen, wo die Tötung von Menschen unter bestimmten Umständen als legitim angesehen wird (mir fällt gerade auf, dass das vielleicht missverständlich ist, ich beziehe mich hier auf Singer und nicht auf Innenminister Schäuble).
Ich habe die Sendung auch gesehen und ich anerkenne durchaus auch an, dass Frau Maischberger sich bemüht hat Singer nicht all zu viel Aufmerksamkeit zu widmen. Es bleibt der Skandal, dass er überhaupt auftreten durfte. Nebenbei bemerkt: Vielleicht ist es ja mal schön anzusehen, wenn ein Rollstuhlfaher über allen anderen thront; im grunde finde ich es aber doch ausgesprochen schwach, wenn es in einer solchen Runde nicht möglich ist eine Sitzweise zu schaffen, in der alle auf Augenhöhe sitzen.

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