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kobinet-nachrichten
05.01.2007 - 10:35
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel (kobinet) Der Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist über die Streichung der Haushaltsmittel der Vermittlungsstelle für schwerbehinderte Akademiker bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung empört. "Während der langen Zeit der leeren Kassen und geringeren Steuereinnahmen wurden behinderte und chronisch kranke Menschen freimütig mit Kürzungen in allen möglichen Bereichen konfrontiert. Nun, da die Zeichen in fast allen Bereichen endlich wieder positiv sind, scheint es gerade so weiterzugehen. Nicht anders kann man die Streichung der Haushaltsmittel für die Vermittlungsstelle für schwerbehinderte Akademiker bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung verstehen. Nur dass dieses Mal mit Umstrukturierungsmaßnahmen argumentiert wird. Das können und wollen wir nicht hinnehmen", erklärte Ottmar Miles-Paul, Selbstbestimmt Leben Referent bei der ISL. Es sei arbeitsmarktpolitischer Unsinn den sogenannten Reformhebel und den Rotstift an einer Stelle anzusetzen, die in den letzten Jahren äußerst erfolgreich gearbeitet hat und dies von den Betroffenen sogar laufend bescheinigt bekomme. "Bei dieser Stelle handelt es sich nicht um eine allgemein übliche Stelle zur Vermittlung von arbeitssuchenden schwerbehinderten Menschen vor Ort, sondern um eine bundesweit ausgerichtete Stelle mit vielen Kontakten und einem sehr guten Ruf. Dies kann keine örtliche Arbeitsgemeinschaft oder Agentur ersetzen - und das wissen die Verantwortlichen auch. Hier scheint es um größere Umstrukturierungsinteressen zu gehen, unter denen behinderte Menschen völlig unsinnigerweise leiden müssen. Dies kann auch von der Politik nicht stillschweigend hingenommen werden", so Miles-Paul. elba
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