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10.01.2007 - 10:26

Erfolgreicher Start der elektronischen Gesundheitskarte.

Löbau-Zittau/Mannheim (kobinet) Der erste große Feldversuch mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte in der sächsischen Testregion Löbau-Zittau ist erfolgreich angelaufen, meldet heute die iSoft Deutschland GmbH, die maßgeblich an dem größten deutschen Projekt der Informationstechnologie im Gesundheitswesen beteiligt ist.In Löbau-Zittau sowie in der zweiten Testregion Flensburg wurden die ersten 10.000 gesetzlich Krankenversicherten mit der neuen Chipkarte ausgestattet. Durch eine Digitalisierung des Gesundheitswesens könnten bis zu 25 Milliarden Euro jährlich eingespart werden, hat eine aktuelle Studie des Mannheimer Unternehmens ermittelt. Als Voraussetzung wird allerdings eine verpflichtende Einführung der neuen Chipkarte bei den rund 123.000 niedergelassenen Ärzten, 65.000 Zahnärzten, 21.000 Apotheken, 2.200 Krankenhäusern und knapp 270 Krankenkassen sowie allen 80 Millionen gesetzlich wie privat Versicherten genannt. Den geplanten stufenweisen Aufbau der Infrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland hält Peter Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der iSoft Deutschland GmbH, für "sinnvoll, solange das Ziel der elektronischen Vernetzung aller Beteiligten nicht aus dem Auge verloren wird. Digitale Informationen müssen fester Bestandteil der Behandlungskette werden." Die deutsche Gesundheitskarte soll zunächst nur die Abrechnungs- und einige wenige medizinische Patientendaten speichern. Erst mit der flächendeckenden Einführung ist vorgesehen, dass Rezepte in der Arztpraxis bzw. der Klinik auf die Karte aufgespielt und in der Apotheke gelesen werden. In einem weiteren Stadium sollen alle ausgehändigten Medikamente und später auch Notfalldaten wie beispielsweise die Blutgruppe auf dem Chip gespeichert werden. "Diese ersten Schritte sind aber nur Vorgeplänkel, das hauptsächlich dazu dient, alle Beteiligten an die neue Karte zu gewöhnen und die notwendigen Lesegeräte und Softwaresysteme zu etablieren", so iSoft-Chef Peter Herrmann. "Der erwünschte Quantensprung auf der Kostenseite wird sich erst durch die für später geplante Kopplung der Chipkarte mit der elektronischen Patientenakte einstellen, die den Endpunkt der Entwicklung markiert." sch  

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