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16.01.2007 - 08:10

Menschen mit Behinderungen in Mitte der Gesellschaft holen.

Düsseldorf (kobinet) Der nordrheinwestfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann stellte gestern ein neues behindertenpolitisches Landesprogramm unter dem Motto "Teilhabe für alle" vor. Mehr als 40 Maßnahmen und Projekte sind geplant. "Die Landesregierung will in der Behindertenpolitik Zeichen setzen und Menschen mit Behinderungen in die Mitte unserer Gesellschaft holen", betonte Karl-Josef Laumann bei der Vorstellung des neuen behindertenpolitischen Programms unter dem Motto "Teilhabe für alle", das über 40 Maßnahmen und Projekte in den Bereichen Arbeit, Bildung und Familie, Wohnen und Abbau von Barrieren umfasst. "2007 sind für dieses Programm rund 182 Millionen Euro eingeplant", betonte Laumann. Mit dem Programm setze die Landesregierung um, was Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in seiner Regierungserklärung angekündigt hat. "Wir wollen helfen, dass Menschen mit Behinderungen besser Arbeit finden und zeigen können, wie leistungsfähig sie sind", sagte der Sozialminister. Als Beispiele nannte er die Qualifizierungsklassen bei den Berufsförderwerken Düren und Oberhausen. Hier werden arbeitslose schwer behinderte Menschen zu Verwaltungsfachangestellten umgeschult. "Wer erfolgreich abschließt, wird unbefristet in den Landesdienst übernommen", betonte Laumann. Die bundesweit einzigartige Maßnahme kostet jährlich 1,8 Millionen Euro. Bislang konnten damit etwa 160 Menschen eine berufliche Perspektive geboten werden. Des Weiteren verwies der Minister auf das Sonderprogramm "100 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Behinderungen", das mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert wird. "Und auch der Kombilohn NRW ist ein wichtiges Instrument, um Menschen mit Behinderungen an der Arbeitswelt teilhaben zu lassen", erklärte Laumann. Bauliche Hindernisse erschweren Menschen mit Behinderungen oft den Zutritt und das Erreichen von Wohngebäuden. Die Landesregierung will dazu beitragen, dass solche Hindernisse durch Umbaumaßnahmen beseitigt werden und dass in Zukunft gleich barrierefrei gebaut wird. "Daher bieten wir zinsgünstige Darlehen an, um die Herstellung solcher Wohnräume zu ermöglichen", sagte Laumann. 2007 werden insgesamt 60 Millionen Euro für Anpassung oder Neubau von Wohnheimen, für Erwerb oder Bau von behindertengerechten Eigenheimen sowie Abbau von Barrieren im Mietwohnbestand ausgegeben. Wichtig sei der Abbau von Barrieren auch im alltäglichen Leben. Daher unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen zum Beispiel zwei Vereine in Dortmund mit 260.000 Euro, die mit behinderten Jugendlichen öffentliche Einrichtungen auf Barrieren austesten. Bis 2008 soll darüber hinaus eine landeseinheitliche Notfall-Faxnummer der Polizei (110) für hörgeschädigte Menschen eingeführt werden. "Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort ist ein ganz wichtiger Punkt. Gemeinsam mit dem Landesbehindertenrat wollen wir überlegen, wie wir ein Netz von ehrenamtlichen Helfern knüpfen können, das Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort anbietet", sagte Laumann. "Wir werden in diesem Jahr damit beginnen, Bürgergespräche und Expertentagungen zu veranstalten. Ich möchte mit allen sprechen, die etwas von Behindertenpolitik verstehen", betonte Karl-Josef Laumann. "Ich bin zuversichtlich, dass sich alle gesellschaftlichen Kräfte in NRW der Aufgabe stellen werden, behinderte Menschen in die Mitte der Gesellschaft zu holen." omp Hintergrund: In Nordrhein-Westfalen leben 2,3 Millionen Menschen mit Behinderungen. 1,6 Millionen von ihnen sind schwerbehindert. Das Landesprogramm "Teilhabe für alle" wurde ins Internet unter http://www.mags.nrw.de/pdf/soziales/teilhabe-fuer-alle.pdf eingestellt. 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

A. Heiermann schrieb am 16.01.2007, 22:19

Betr.: Unser gemeinsamen Termin im Landtag vom 20.

Sehr geehrter Herr Minister Laumann,
liebe LeserInnen,
wir von der GESO - LAG Sozialpsychiatrie NRW, die Linke.PDS / WASG freuen uns, das Sie Herr Minister Ihr Vorhaben, so wie Sie es uns in einem persönlichen Gespräch das am 20.12.2006 im Landtag, statt gefunden hat,hier auch im Kobinet bekannt geben. Wir von unserer Arbeitsgemeinschaft sind sehr zuversichtlich, das Sie ihre Ziele, etwas für Behinderte Menschen in unserer Gesellschaft zu verbessern, auch schaffen werden. In diesem Zusammenhang danken wir noch mal recht herzlich für das Gespräch, und wünschen Ihnen viel Glück bei der Umsetzung. Auch in Zukunft auf Gute Zusammenarbeit.

Gruß
Astrid Heiermann
( Sprecherin des Sprecherrates der GESO - LAG Sozialpsychiatrie NRW, die Linke.PDS / WASG )

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