
Hollenbach (kobinet) Das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.) teilt mit, dass noch bis Ende April die Fragebögen zur Kampagne "Ich muss ins Krankenhaus ... und nun?" beantwortet werden können.
"Wir haben die Frist bis zum 30. April nicht verlängert, weil wir nur wenige ausgefüllte Fragebögen von behinderten Menschen mit 'Krankenhauserfahrungen' erhalten haben. Bereits 24 Stunden, nachdem der Fragebogen im Internet stand, gingen die ersten 46 ausgefüllt bei uns ein", betont, Elke Bartz, Vorsitzende von ForseA. "Vielmehr bekommen wir noch Anfragen von Menschen, die erst jetzt von unserer Kampagne erfahren haben und noch teilnehmen möchten". Darunter seien gerade auch Einrichtungen, in denen Menschen mit so genannten geistigen Behinderungen leben.
"Mit der Kampagne wollen wir eine Verbesserung der oft unbefriedigenden Situation von behinderten Menschen, die behinderungsbedingte Hilfebedarfe haben, bei Krankenhausaufenthalten verbessern", erinnert Bartz an das Ziel der Kampagne, die von der Aktion Mensch gefördert und dem Pflegewissenschaftlichen Institut der Universität Witten/Herdecke partnerschaftlich unterstützt wird. Oft seien Krankenhäuser auf diese speziellen Bedarfe nicht eingestellt und/oder zeitlich überfordert.
Mit der Umfrage an behinderten Menschen, an 1000 Krankenhäusern und einer Rechtsexpertise wolle ForseA die Fakten darstellen: "Es geht uns keinesfalls darum, Krankenhäuser 'anzuschwärzen', sondern einfach nur darum, die Situation darzustellen und Mankos beseitigen zu helfen", so Bartz. "Und dafür benötigen wir die Unterstützung aller Beteiligten". hjr