
München (kobinet) In Bayern gibt es eintausend Bahnhöfe und Bahnhaltepunkte. Davon sind deutlich über 800 nicht barrierefrei. Gegen diesen "unhaltbaren Zustand" protestiert die Vereinigung der bayerischen Behindertenbeauftragten und Behindertenbeiräte (VKIB) und ruft für den 5. Mai zu einer Sternfahrt behinderter BürgerInnen aus ganz Bayern nach München mit einer öffentlichen Kundgebung am Marienplatz zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf.
Wie Bernhard Endres, der bei der VKIB für das Thema Behinderung und Tourismus zuständig ist, den kobinet-nachrichten mitteilte, ist die schnellstmögliche Anmeldung der RollstuhlnutzerInnen bei der Mobilitätszentrale eine wichtige Voraussetzung für einen möglichst reibungslosen Ablauf der Bahnfahrt. Die Nummer der Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn lautet 01805512512. Außerdem müssten auch die Fahrten mit der S- oder U-Bahn angemeldet werden. Nur so könnten auch hier die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.
"Das Fitness-Programm für die Bahn, noch von der rot-grünen Bundesregierung im Jahre 2003 beschlossen, sieht auch Milliarden-Beträge für die Barrierefreiheit des Systems vor. Geschehen ist jedoch in Bayern herzlich wenig. Weder ist der Fahrzeugpark in nennenswerter Zahl mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen nachgerüstet, noch sind große und kleine Bahnhöfe barrierefrei umgebaut worden, was bei den großen zentralen Stationen besonders gewichtige Folgen hat. Maßnahmen zur Barrierefreiheit nützen allen Fahrgästen, nicht nur behinderten", heißt es im Aufruf der VKIB. omp
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