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12.04.2007 - 00:01

Orlando - Phantasie über geschlechtliche Verwandlungen.

Berlin (kobinet) Mit "Orlando" nimmt das Berliner Theater Thikwa im Mai eine Inszenierung von 2001 wieder auf, die von dem gleichnamigen Roman Virginia Woolfs inspiriert wurde. 1928 schrieb Virginia Woolf dieses Buch. Seine Hauptfigur lebt vom 16. bis ins 20. Jahrhundert und wechselt im Erwachsenenalter ihr Geschlecht vom Mann zur Frau.

Das Theaterstück ist eine Phantasie über geschlechtliche Verwandlungen. "Über Männer, die wie Frauen und Frauen, die wie Männer singen, über Zwischen- und Schwebezustände menschlicher Befindlichkeit auf der Suche nach Individualität und Neubeginn - Wartesäle des Lebens und Wünschens", schrieb Antje Grabenhorst über die jetzt überarbeitete Inszenierung von Martina Couturier.

Orlando vereinte die Kräftigkeit eines Mannes mit der Anmut eines Weibes. Ob also Orlando mehr Mann oder mehr Weib war, lasse sich schwer sagen. Das Geschlecht eines Menschen sei kein eindeutiger oder endgültiger Zustand. Der Wechsel des Geschlechts ist, sowohl im Roman als auch auf der Bühne, jederzeit möglich und zumindest im Falle Orlandos, mit Unsterblichkeit verbunden. sch

Orlando
Engel und Wartesäle
Theater Thikwa im F40, Fidicinstraße 40, 10965 Berlin-Kreuzberg,
vom 16. bis 20. Mai und vom 23. bis 27. Mai jeweils um 20.00 Uhr

 

 
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