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25.05.2007 - 06:02

Zu wenig Personal für HIV/Aids-Behandlung.

Berlin/Johannesburg (kobinet) Der Engpass an medizinischem Personal im südlichen Afrika erschwert den Zugang zur HIV/Aids-Behandlung für Millionen Bedürftiger. Zu diesem Ergebnis kam die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einem jetzt veröffentlichten Bericht.

Der Bericht befasst sich mit der Situation in Lesotho, Malawi, Mosambik und Südafrika, wo die bisherigen Versorgungsmöglichkeiten längst nicht mehr den Bedarf decken. Noch immer benötigen dort mehr als eine Million Menschen eine lebensverlängernde antiretrovirale Behandlung. Sie haben jedoch keinen Zugang zu den Medikamenten.

Die Krise ist weitgehend bekannt, es wird aber nur wenig dagegen unternommen. Ärzte ohne Grenzen fordert die Regierungen auf, Notfallpläne einzuführen, um das Personal im Gesundheitswesen zu halten und neues Personal zu gewinnen. Diese Pläne müssten Maßnahmen wie Lohnerhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen beinhalten. In den meisten Ländern wird es diese Schritte aber nur geben, wenn die internationalen Geldgeber ihre Taktik ändern und damit beginnen, auch Kosten für Löhne finanziell zu unterstützen. Dies ist bisher in vielen Finanzierungskonzepten für HIV/Aids-Programme nicht der Fall.

"Es ist unbegreiflich, dass Geldgeber Mittel für lebenslange Aidsbehandlung und den Bau von neuen Krankenhäusern zur Verfügung stellen, sich aber weigern, die Löhne der Angestellten im Gesundheitswesen vor Ort zu fördern", sagt Sharonann Lynch von Ärzte ohne Grenzen in Lesotho. "Menschen, die mit HIV/Aids leben, brauchen nicht nur Medikamente und Kliniken; sie brauchen ausgebildete, motivierte Arbeitskräfte im Gesundheitswesen, von denen sie untersucht, betreut und behandelt werden." sch
 

 
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