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11.08.2007 - 00:52

Soll Oldenburg einen Behindertenbeirat erhalten?.

Oldenburg (kobinet) Mehr als 12.000 Schwerbehinderte in Oldenburg sollen diese Frage beantworten. Dazu diskutiert Karl Finke, der niedersächsische Behindertenbeauftragte, mit örtlichen Vertretern am Mittwoch, den 15. August, ab 18 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Finke informiert ferner über die Arbeit und Organisation von Behindertenbeiräten.

An der anschließenden Diskussionsrunde nehmen Wiebke Hendeß, Behindertenberaterin des Studentenwerkes Oldenburg, und Monika Klumpe von der Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen e. V. (BeKoS) teil. Organisiert wird die Veranstaltung von der Behindertenberatung des Gesundheitsamtes. Die Redebeiträge werden in Gebärdensprache übersetzt.

In immer mehr niedersächsischen Kommunen werden Behindertenbeiräte gewählt, die im unmittelbaren Kontakt mit der Verwaltung die Entwicklung in ihren Kommunen mit gestalten. "Dabei geht man von der Erkenntnis aus, dass behinderte Menschen die besten Expertinnen und Experten in ihrer eigenen Sache sind", sagt Tim Streit von der Behindertenberatung im Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg. Auch im Sozialausschuss der Stadt Oldenburg wurde auf Initiative mehrerer Fraktionen das Thema "Behindertenbeirat für die Stadt Oldenburg" diskutiert. Demzufolge wurde die Stadtverwaltung damit beauftragt, die über 12.000 schwer behinderten Oldenburger darüber zu befragen, ob auch in ihrer Stadt ein Behindertenbeirat eingerichtet werden sollte.

Menschen mit Behinderungen sollen mittels der Behindertenbeiräte als Expertinnen und Experten in eigener Sache bei allen Planungen und Umsetzungen, die sie betreffen, gehört und beteiligt werden. Dazu Finke: "Für eine effektive Vertretung der Interessen behinderter Menschen ist erforderlich, dass die ehrenamtlichen Vertreter des Behindertenbeirates in allen Ausschüssen der Stadt mit beratender Stimme teilnehmen können und unmittelbaren Zugang zu allen Verwaltungsebenen bei behinderungsspezifischen Fragen haben". Er gehe davon aus, dass die Sachkosten für die Arbeit des Behindertenbeirates durch die Kommune zu tragen seien.

Die bestehenden Behindertenbeiräte und Behindertenbeauftragten aus den unterschiedlichen niedersächsischen Kommunen sind im Landesbehindertenbeirat organisiert und vertreten dort gemeinsam ihre Anliegen auf Landesebene. elba
 

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