
Berlin (kobinet) Auf dem Programm des südkoreanischen Friedensaktivisten Choi Chang-Hyun, der an der Eastside-Gallery eine Rollstuhlfahrt durch 32 europäische Länder beendete, steht heute ein Besuch des Berliner Reichstags. Bevor er in der kommenden Woche seinen "Rückweg" über die Türkei, die Seidenstraße, China und Rußland startet, wollte er noch einmal mit dem Bundestagsabgeordneten der Linken Ilja Seifert zusammentreffen.
Choi will am Ende seiner Welttour auch Nordkorea besuchen. "Bis zum Tag der friedlichen Wiedervereinigung zwischen Nord- und Südkorea wird mein Rollstuhl nicht stehen bleiben, sondern er wird rollen, rollen und immer weiter rollen", sagte er in Berlin
Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD), unterstützt den Friedensaufruf, den Choi Chang-Hyun unmittelbar nach seiner Ankunft an einem der letzten noch sichtbaren Reste der Berliner Mauer in Anwesenheit zahlreicher Behindertenaktivisten verlesen hat. "Wir bewundern das ungeheure persönliche Engagement, das Choi Chang-Hyun und sein kleines Team zeigen. Wir können ihm und dem koreanischen Volk die Arbeit nicht abnehmen, die auf dem schwierigen Weg der Wiedervereinigung noch zu leisten ist. Aber wir sicherten ihm zu, seine Botschaft verbreiten zu helfen", erklärte der stellvertretende ABiD-Vorsitzende Ilja Seifert . "Auch die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist eine von Menschen geschaffene Barriere, die - ebenso wie alle anderen baulichen, kommunikativen, kognitiven und Barrieren in den Köpfen - von Menschen wieder beseitigt werden können." sch