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28.08.2007 - 17:04

Versorgung mit logopädischer Therapie gefährdet.

Frechen (kobinet) Der Deutsche Bundesverband für Logopädie hat heute darauf hingewiesen, dass Regressandrohungen gegen Ärzte die Heilmittelversorgung gefährden. Geschäftsführer Lucas Rosenthal warnte vor einem erniedrigenden Arzt-Tourismus und forderte Änderungen bei den Richtgrößenvorgaben für die Ärzte.

Regressandrohungen im zum Teil sechsstelligen Bereich gegenüber verordnenden Ärzten wegen Überschreitung der sogenannten Richtgrößen haben in Hessen zu erheblichen Ängsten bei den betroffenen Ärzten und in der Folge zu Problemen in der Versorgung von Patienten mit logopädischer Therapie und anderen Heilmitteln geführt. "Immer mehr LogopädInnen melden sich bei uns, weil ihre Patienten keine Verordnungen erhalten, obwohl dies offensichtlich medizinisch notwendig ist", stellte Rosenthal in einer Pressemitteilung des Verbandes fest.

Die Folge sei, dass Therapien beispielsweise von Kindern mit schweren Sprachentwicklungsstörungen oder von Schlaganfallpatienten mit einer Aphasie unter- oder abgebrochen werden müssten. Erreichte Fortschritte würden so gefährdet oder verspielt. Im günstigsten Fall komme es zu einem erniedrigenden Arzt-Tourismus, indem die betroffenen Patienten so lange von Arzt zu Arzt wanderten, bis sie einen Verordner gefunden hätten, der sein Richtgrößenvolumen noch nicht ausgeschöpft habe, so Rosenthal. sch

 

 
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