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kobinet-nachrichten
31.08.2007 - 09:30
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Berlin (kobinet) Die Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser verringerte sich von 170.566 im Juli 2007 auf 169.220 im August. Damit sank die Zahl um rund 0,8 Prozent gegenüber etwa 0,3 Prozent bei den Vergleichszahlen aller Arbeitsloser. Für den Behindertenbeauftragten der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Hubert Hüppe, wird dadurch ein guter Trend bestätigt.
"Im Juli sank der Wert bei den Schwerbehinderten gegenüber Juni um fast 1.000 Arbeitslose, während bei allen Arbeitslosen ein Anstieg um 27.900 zu verzeichnen war. Schon zum zweiten Mal in Folge entwickelten sich die Arbeitslosenzahlen Schwerbehinderter damit besser als bei allen Arbeitslosen", hebt Hubert Hüppe hervor. Selbst wenn man diese statistischen Angaben vorsichtig deute, lassen sie nach Ansicht des Abgeordneten darauf hoffen, dass sich der gute Trend bei den Arbeitslosenzahlen der schwerbehinderten Menschen verstetigt.
"Diese positive Entwicklung darf allerdings kein Strohfeuer sein. Deshalb muss das Thema Menschen mit Behinderungen und Arbeitsmarkt weiter in den Fokus gerückt werden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion veranstaltet aus diesem Grunde am 10. Oktober diesen Jahres einen Kongress zum Thema 'Was behindert Arbeit? - Teilhabe der Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt weiterentwickeln'", kündigte Hubert Hüppe an. omp
Dorothea Moesch schrieb am 02.09.2007, 01:42
Wo sind sie denn hin, die "Behinderten" in "Lohn und Brot"? In den achsotollen Sonder"arbeitsplätzen" in "beschützten Werkstätten", oder den achsowunderbaren CARP-Ausbeuterläden mit SONDERpädagogischer Betreuung, weggesperrt in so- und falschgenannten "Integrationsfirmen", oder aber ungeachtet ihrer Qualifikation auf Einfachst-Arbeitsplätzchen irgendwo in einem Keller als Postsortiererin oder unterwegs als Bürobote?
Einen "Erfolg" hinsichtlich der Berufstätigkeit sogenannter "Behinderter" ist meiner Meinung nach erst erkennbar, wenn ausgewiesen wird, wer zu welchen Bedingungen mit welcher Ausbildung an welchen Arbeitsplätzen arbeitet. Wenn die Löhne denen nicht"behinderter" KollegInnen entsprechen. Wenn die sogenannten "Behinderten" nicht den Augen von BesucherInnen entzogen werden. Wenn endlich mal klar ist, wie viele sichtbar "Behinderte" adäquate Arbeit haben. Wenn ausgewiesen wird, wieviele "behinderte" Frauen zu welchen Bedingungen arbeiten.
Einfach mal so in die Gegend zu rufen, die Arbeitslosigkeit "Behinderter" sei zurückgegangen, ist nichts als Verschleierung des "Problems". Oder brauchen ein paar Sozialarbeiterinnen und "Behinderten"-FÜRsorger mal wieder gute Presse oder Legitimation?
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