
Dresden/Grimma (kobinet) Wenn sich am 11. September der "Sächsische Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen" (SLB) zu seiner konstituierenden Sitzung trifft, wird auch der Rollstuhlbenutzer Jens Merkel aus Grimma dabei sein. Im Rahmen dieser Sitzung bekommt er neben anderen die Berufungsurkunde von der Sächsischen Staatsministerin für Soziales, Helma Orosz überreicht.
Merkel, der auf Nachfrage immer wieder verschmitzt betont, dass er weder verwandt noch verschwägert mit einer gleichnamigen, bekannten, weiblichen Person sei, erklärt: "Ich werde mich im Landesbeirat vor allem für die Stärkung von selbstbestimmtem Leben von Behinderten mit Assistenz einsetzen und auch alle Anstrengungen unterstützen, die dem Abbau sämtlicher Sondereinrichtungen und Heime gelten und ebenso den Auf- und flächendeckenden Ausbau ambulanter Hilfs- und individueller Wohnmöglichkeiten fördern". Der 39-Jährige weiß, wovon er spricht, denn er ist selbst auf Assistenz angewiesen und organisiert sie seit einigen Jahren im Rahmen des Arbeitgebermodells. elba