
München (kobinet) Fast 20 AktivistInnen aus dem süddeutschen Raum werden am Freedom Drive in Straßburg teilnehmen, um für ein europaweites Recht auf persönliche Assistenz und ein Leben in der Gemeinde für Menschen mit Behinderungen einzutreten. Dies teilte Andreas Vega vom Verbund behinderter ArbeitgeberInnen (VbA) aus München den kobinet-nachrichten mit.
Obwohl die Reise für die meisten der selbst schwer behinderten TeilnehmerInnen sehr anstrengend sein wird, herrschte im Vorfeld der großen Fahrt gute Stimmung. "Wie ernst und wichtig ein Recht auf ein Leben in den eigenen vier Wänden mit persönlicher Assistenz in München genommen wird, zeigt die vereinsübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem VbA und der Vereinigung Integrationsförderung (VIF). Um auch jenen eine Teilnahme am Freedom Drive zu ermöglichen, die über kein eigenes Fahrzeug und auch nicht über genügend finanzielle Mittel für teure barrierefreie Unterkünfte verfügen, hat sich der Vorstand der VIF kurzerhand entschlossen, mit dem VbA gemeinsam eine Fahrt mit Unterkunft nach Straßburg zu veranstalten", so Andreas Vega.
Jetzt können am Dienstagnachmittag neben den alten Hasen auch viele Neulinge ihre Argumente für ein Leben mit persönlicher Assistenz den deutschen Europaparlamentarieren darlegen und am Mittwoch mit 100 anderen AktivistInnen aus ganz Europa am Freedom Drive in Straßburg teilnehmen. Die Veranstalter möchten sich an dieser Stelle bei den Sponsoren bedanken (Mini Bus Team München, ABK - Ambulanter Behinderten und Kranken Fahrdienst München, Cafe Horn Orleansplatz München), die die Teilnahme finanziell unterstützt haben und damit deutlich machen, dass persönliche Assistenz auch ein Wirtschaftsfaktor und damit letztlich eine Standortfrage ist. omp