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05.09.2007 - 15:49

Offenheit mit großen Informationslücken.

Straßburg (kobinet) Die TeilnehmerInnen des vom 4. - 6. September in Straßburg stattfindenden Freedom Drives für die Bürgerrechte behinderter Menschen stoßen dort bei den Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowohl auf große Offenheit, zum Teil aber auch auf große Informationslücken, was Behindertenfragen angeht. Dies berichtete Corina Zolle im Anschluss an die heutige Demonstration zum Europaparlament in einem Telefonat mit den kobinet-nachrichten.

"Der Freedom Drive ist bisher sehr spannend und ich finde auch sehr erfolgreich", erklärte die Koordinatorin der deutschen Gruppe in Straßburg, Corina Zolle. Gestern nahmen ca. 50 TeilnehmerInnen aus Deutschland, womit die deutsche Delegation die größte Gruppe beim Freedom Drive stellt, an einem Treffen mit Abgeordneten des Europaparlaments aus verschiedenen Fraktionen teil. Dabei waren neben vielen anderen deutschen Abgeordneten des Europaparlaments Cem Özdemir, Angelika Beer von den Grünen, Gabriele Zimmer von der Linkspartei, Dr. Dieter-Lebrecht Koch von der CDU, sowie Dr. Wolf Klinz von der FDP, der auch zu dem Treffen eingeladen hatte. "Die Abgeordneten waren sehr an unserer Situation interessiert. Sie interessierten sich vor allem auch für die Persönliche Assistenz, die wir gerne und ausführlich erklärt haben, weil wir schnell festgestellt haben, dass es dabei große Informationslücken gibt. Die Abgeordneten fanden dieses Konzept auch sehr interessant und führten natürlich auch das Kostenargument an. Dem konnten wir mit einer Studie entgegnen, die derzeit von der Europäischen Koalition für das Leben behinderter Menschen in der Gemeinde (ECCL) erstellt und Ende des Jahres veröffentlicht wird. Erste Ergebnisse zeigen bereits eindeutig, dass die Unterstützung in der Gemeinde wesentlich günstiger ist, als in Sondereinrichtungen", teilte Corina Zolle den kobinet-nachrichten aus Straßburg mit.

Als konkretes Ergebnis des gestrigen Gesprächs hat Cem Özdemir vorgeschlagen, eine Arbeitsgruppe zur integrativen Schule zu initiieren. Dabei wünsche er sich aber, dass auch die Integration von Kindern aus allen anderen benachteiligten Gruppen einbezogen wird. "Wir haben viele Kontakte geknüpft und werden weiterhin zukünftig weiterhin intensiv mit den ParlamentarierInnen in Kontakt bleiben", so Corina Zolle zum gestrigen Treffen mit den deutschen Europaparlamentsabgeordneten. Parallel dazu trafen sich die Freedom Drive TeilnehmerInnen aus anderen Ländern mit ihren Abgeordneten. omp
 

 
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