
Berlin (kobinet) Die Erklärung des britischen "Medical Research Council", Kosten in Höhe von 1.500 Pfund (2.190 Euro) zu übernehmen, falls Frauen die Hälfte ihrer Eizellen für Klonexperimente spenden, ist für den Bundestagsabgeordneten der CDU, Hubert Hüppe, unethisch.
"In Großbritannien beschleunigt sich der Abbau ethischer Grenzen der Embryonenforschung und des Klonens: ab heute erhalten Frauen einen Zuschuss von umgerechnet 2.190 Euro für künstliche Befruchtung, wenn sie die Hälfte ihrer Eizellen für menschliche Klonexperimente spenden. Dies ist das gleiche Klonverfahren, mit dem der Koreaner Woo-suk Hwang Stammzellen aus geklonten menschlichen Embryonen gewinnen wollte", erklärte Hubert Hüppe. Die Entscheidung des "Medical Research Council", der eine der Deutschen Forschungsgemeinschaft ähnliche Aufgabe der Finanzierung von Forschungsprojekten mit Steuergeldern hat, sei laut Hüppe in mehrfacher Hinsicht unethisch und alarmierend.
"Da der Erfolg der künstlichen Befruchtung von der Zahl der Eizellen abhängt, sinkt die Chance Eizellen spendender Frauen auf eine Schwangerschaft. Um dennoch genug Eizellen zu erhalten, werden den Frauen voraussichtlich höhere Medikamentendosen verabreicht, mit erhöhten Gesundheitsrisiken. Das Interesse des auf möglichst viele Eizellen spekulierenden Klonforschers steht in diametralem Gegensatz zum Interesse der Frau, so wenig Medikamente und so viele Eizellen wie möglich zu erhalten. Die 2.190 Euro Zuschuss zur künstlichen Befruchtung stellen einen finanziellen Anreiz dar, der mit der EU-Geweberichtlinie unvereinbar ist. Aus guten Gründen, zum Schutz von Spendern wie Empfängern darf es nicht zur Kommerzialisierung menschlicher Zellen, Gewebe und Organe kommen", erklärte Hüppe. omp