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17.09.2007 - 07:33

31 behinderte Kinder mussten draußen bleiben.

Kassel (kobinet) Nicht nur Hunde müssen an den meisten Grundschulen draußen bleiben, sondern auch viele behinderte Kinder. In Kassel waren es im vor kurzem begonnenen Schuljahr 31 SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die einer Förderschule zugewiesen wurden, obwohl die Eltern eine Beschulung im gemeinsamen Unterricht gewünscht hatten.

Dies ergeht aus einer Antwort auf eine Anfrage, die die Kasseler Rathausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, in die letzte Stadtverordnetenversammlung eingebracht hatten. Den 31 SchülerInnen, die in diesem Jahr in der Stadt Kassel nicht für den gemeinsamen Unterricht angenommen wurden, stehen 173 SchülerInnen gegenüber, die den gemeinsamen Unterricht besuchen. Dies bezieht sich allerdings auch auf den Landkreis Kassel. "Dies ist schlichtweg Diskriminierung und Mißachtung des Eltern- und Schülerwillens", kommentierte der Kasseler Stadtverordnete der Grünen, Ottmar Miles-Paul, die Ablehnung der 31 SchülerInnen vom gemeinsamen Unterricht. Begründet wird die Ablehnung weitgehend damit, dass nicht genug Kapazitäten für die nötigen Lehrkräfte im gemeinsamen Unterricht zur Verfügung stehen. So bewegen sich die dafür vorhandenen Lehrstunden auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. "Es wird Zeit, dass wir die UN-Konvention zum Schutz der Rechte behinderter Menschen ratifizieren. Denn diese sieht u.a. den gemeinsamen Unterricht vor", so Ottmar Miles-Paul. elba
 

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