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16.09.2007 - 10:10

Nur noch unangemeldete Heimkontrollen in Rheinland-Pfalz.

Mainz (kobinet) Die rheinland-pfälzische Heimaufsicht wird künftig nur noch unangemeldete Kontrollen in Alten- und Pflegeheimen durchführen. Dies teilte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer mit.

"Da ich von der Qualität unserer Einrichtungen überzeugt bin und mir sehr an der Glaubwürdigkeit unserer Arbeit liegt, habe ich das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung beauftragt, künftig grundsätzlich nur noch unangemeldete Begehungen durchzuführen", so die Ministerin. Es stoße auf großes Unverständnis in der Öffentlichkeit, dass Kontrollen in der Regel angemeldet erfolgen.

"Auch wenn praktische Gründe dafür sprechen mögen, finde ich das nicht mehr vermittelbar", sagte Malu Dreyer. Die Ministerin warb in einem Brief an die Träger der Einrichtungen, diesen Weg zugunsten einer höheren Glaubwürdigkeit mitzugehen. Die jüngsten Ergebnisse der Überprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung seien für sie Ansporn, in den Bemühungen um die Qualität in der Pflege nicht nachzulassen. Gleichwohl lasse die aktuelle Diskussion manchmal außer Acht, dass jedenfalls in Rheinland-Pfalz bereits sehr viel auf den Weg gebracht worden sei. "Die Qualität in der Pflege ist zentrales Ziel der von mir bereits vor vier Jahren ins Leben gerufenen Initiative 'Menschen pflegen'. Zusammen mit den Partnerinnen und Partnern in der Pflege wurden zahlreiche Maßnahmen verwirklicht, wie zum Beispiel gemeinsame Leitsätze für die Pflege, die Novellierung der Aus- und Weiterbildung oder Initiativen zur Entbürokratisierung", so die Ministerin.

Auch die Träger hätten viel getan, um die Qualität in ihren Einrichtungen weiter zu steigern. Unangemeldete Begehungen leisteten einen weiteren Beitrag zur Sicherung der Qualität in der Pflege, ist die Ministerin sicher. "Ich möchte alle Beteiligten einladen, mit mir diesen Weg zu gehen, denn es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, das Thema Qualität in der Pflege glaubwürdig und selbstbewusst zu vertreten", so Malu Dreyer. omp
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerhard Lichtenauer "Daheim statt Heim" Österreich schrieb am 17.09.2007, 09:16

Erfreuliche Konsequenz

Eine Selbstverständlichkeit wird zur Norm zu erhoben. Es ist aber trotzdem ein mutiges und konsequentes Zeichen der rheinland-pfälzischen Sozialministerin! Hoffentlich gibt es in der Umsetzung keine undichten Stellen.
Ich weiß jetzt nicht, ob Befragungen von Bewohnern ohnehin anonym durchgeführt werden. Dies sollte ebenfalls dazu beitragen, von den allseits nach "oben" und nach außen geschönten Darstellungen, zu einer realistischen Schau der ungeschminkten Realität führen.

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