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23.09.2007 - 00:25

Missstände in der Pflege beim Namen nennen.

Berlin (kobinet) Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu den Missständen in deutschen Pflegeheimen geäußert und deutlich gemacht, dass dort, wo es Missstände gäbe, diese auch beim Namen genannt werden müssten.

Wo es Missstände gebe, "muss man das beim Namen nennen", sagte Merkel der Illustrierten "Bunte". Die von der Koalition geplante Pflegereform sieht vor, dass die bislang vertraulichen Prüfberichte künftig öffentlich gemacht werden. Zugleich sprach sich die Kanzlerin für eine bessere Entlohnung des Pflegepersonals aus, heißt es in der Ärzte Zeitung. omp
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Leslie Kimpel schrieb am 28.09.2007, 20:02

Missstände in der Pflege

Hallo Leute,
habe mit Erstaunen die Kommentare zu diesem Artikel gelesen. Ich bin überrascht, wie sich
von einem Thema, wie Missstände in der Pflege,eine betroffene Person, mit zwar eigener verständlicher Problematik zu Wort meldet.Ich denke, dass das Thema
"Missstände in der Pflege" eigentlich ein eigenes Thema bei Kobinet bleiben sollte.Ich wünsche mir, dass Politik im eigenem oder äusserem Rahmen dem Thema angemessen behandelt werden sollte.

Wasilios Katsioulis schrieb am 23.09.2007, 23:29

meine Petition

Lieber Herr Heiermann,

jetzt eine kurze Antwort als Privatperson (!):

durch zahlreiche Gespräche mit Abgeordneten ALLER Parteien in Bezug auf meine in den Deutschen Bundestag und das Europaparlament eingebrachte Petition zum besseren Versicherungsschutz behinderter Menschen kann ich folgendes zusammenfassen :

- Abgeordnete ALLER Parteien treten dafür ein, dass sich behinderte Menschen so wie alle anderen versichern können (von der Euro FDP hab ich allerdings noch kein feedback).
- All diese Abgeordnete teilen die von mir vorgetragene Tatsache, dass auch behinderte Menschen - so wie alle anderen Menschen auch - den SELBEN Lebensrisiken ausgesetzt sind

Wenn eine politische Forderung logisch und wahr ist wird sie von ALLEN getragen und unterstützt!

Wichtiger und das war der Grund für mein ursprüngliches Lob ist, dass der einzelne Mensch ein "gutes" Verständnis für die Probleme hat (Analysefähigkeit). Und da kann ich nach meiner Erfahrung sagen finden sich Menschen in (nahezu) ALLEN Parteien:)

Wasilios Katsioulis (Privat!)




A. Heiermann schrieb am 23.09.2007, 22:12

Antwort auf Herr Wasilios Katsioulis u. Herr Heink

Lieber Herr Wasilios Katsioulis,

ich finde Herr Heinker hat recht. Es ist gut das auch PolitikerInnen für gut Arbeit gelobt werden, aber wäre da nicht die LINKE. die immer wieder ( unter der Federführung von Dr. Ilja Seifert ) Anfragen an die Bundesregierung z.B. zur Pflegeversicherung und Pflege allgemein also auch zur allgemeinen Situationen von Behinderten
Menschen gestellt bekäme, würde wohl auch Frau Merkel nicht tätig werden !
Das Umdenken der negativen Einstellung zum Sozialen in allen
Parteien allgemein kommt durch die Forderungen unserer Partei,
DIE LINKE. die gegenüber den Neoliberalen ständig in Opposition geht.

Mit freundlichen Grüßen

A.Heiermann ( Priv. )

Wasilios Katsioulis schrieb am 23.09.2007, 08:55

es geht um die Sache

Lieber Herr Heinker,

von mir wird jeder Politiker gelobt, der in der Sache gute Entscheidungen trifft. Wünschenswert wäre, dass dies beim Thema Antidiskriminierung jeder tut; dies hat nichts mit Parteipolitik zu tun. Antidiskriminierung ist ein Menschenrecht und als solches sollte sich jeder Politiker dafür einsetzen unabhängig von seiner Partei, die er angehört.

Ich denke auch, dass Politiker ein stärkeres feedback aus der Bevölkerung brauchen, damit sie besser beurteilen können, ob sie auf dem richtigen Weg sind oder nicht. Da ist jeder gefordert!

Aber dennoch danke ich Ihnen für Ihren kritischen Denkanstoss zu mehr Neutralität: dann werde ich zukünftig Politiker als Privatperson loben, wenn sie gute entscheidungen treffen und meine Position beim DADV nicht mehr nennen.

Beste Grüsse
Wasilios Katsioulis

A. Heinker schrieb am 23.09.2007, 07:39

neutrale Haltung als Mitarbeiter beim Antidiskrimi

Hallo Herr Katsioulis,

sollten Sie in Ihrer Position als Mitarbeiter beim Antidiskriminierungsverband eine neutrale Haltung an den Tag legen?
Es ist mir unangenehm, (indirekte) Werbung für Politiker/innen (hier. eine Politikerin) bei kobinet zu lesen.
A. Heinker.

Wasilios Katsioulis schrieb am 23.09.2007, 01:05

Frau Merkel

wird mir im Laufe der Zeit immer sympathischer, denn Aussagen wie diese zeigen, dass die Bundesregierung von einer Kanzlerin geführt wird die den Überblick und den Blick für die echten und drängenden Probleme behalten hat und nicht wie viele andere realitätsfremd geworden sind!

Wenn ich noch einen Wunsch äussern kann Frau Merkel: Setzen Sie sich bitte genauso für Opfer von Unfällen ein, die oft jahrelang von Versicherungen durch taktische Spielereien hingehalten werden. Viele von diesen Opfern begehen Selbstmord, weil sie keinen anderen Ausweg sehen als diesen (Informationen des Deutschen Verbandes der Unfallopfer).

In meinem eigenen Falle war es so, dass ich bereits vor dem Unfall behindert war und die Beweisanforderungen, die die Gerichte an mich gestellt haben nur deshalb nicht zu erbringen waren, wie sich erst Jahre später herausgestellt hat. Bei solchen Sonderfällen ist ein Mensch quasi "ein verlorener Fall", wenn er nicht - so wie bei mir geschehen - wieder "aufsteht" und kämpft: gesundheitlich, juristisch und politisch.

Was mir passiert ist, würde jedem anderen Menschen mit Behinderung auch passieren, wenn er zusätzlich einen Unfall erleidet:

Opfer von Unfällen - egal ob behindert oder nicht - brauchen effektiveren gesetzlichen Schutz und erleichterte Beweisregelungen und Regelungen, die die Gerichtsverfahren zeitlich eingrenzen!

Wasilios Katsioulis
Behindertenbeauftragter
Deutscher Antidiskriminierungsverband

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