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kobinet-nachrichten 24.09.2007 - 00:31
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Persönliche Budgets ermöglichen mehr Selbstbestimmung

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Mainz (kobinet) Persönliche Budgets ermöglichen Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe. Dies unterstrich die rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Marita Boos-Waidosch, anlässlich der "Budget-Tour Rheinland-Pfalz".

Sie wies darauf hin, dass Rheinland-Pfalz bereits vor fast zehn Jahren als erstes Bundesland Persönliche Budgets - zunächst modellhaft, dann flächendeckend - eingeführt hat. Ab dem Jahre 2008 haben alle Menschen mit Behinderungen in ganz Deutschland einen Rechtsanspruch auf ein solches Budget. "Das ist ein großer Fortschritt für die Selbstbestimmung, denn es gibt den betroffenen Menschen die Möglichkeit, die für sie individuell bestmögliche Unterstützung zu erhalten", sagte Boos-Waidosch.

Mittlerweile werden in fünf Leistungsbereichen, beispielsweise bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder bei Pflegeleistungen, Persönliche Budgets in Rheinland-Pfalz erprobt und durchgeführt. Damit setzen Land, Kommunen und die Leistungsträger eine moderne, an Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung orientierte Politik für behinderte Menschen konsequent um, heißt es in einer Presseerklärung der Beauftragten. "Von einer zukunftsweisenden Politik für behinderte Menschen profitiert die gesamte Gesellschaft", so Boos-
Waidosch. "Dazu gehört auch, dass wir gemeindeintegrierte Unterstützungssysteme etablieren, die behinderten Menschen personelle Hilfen dort anbieten, wo sie leben, mitten in der Stadt und in der Gemeinde. Sei es durch ambulante Dienste, persönliche Assistenz oder weitere haushaltsnahe Dienstleistungen wie einen Einkaufsservice.

"Von einer solchen Infrastruktur profitieren alle, die auf wohnortnahe personelle Hilfen angewiesen sind", sagte Boos-Waidosch. Im Rahmen der "Budget-Tour" bereist die Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, alle Bundesländer. Ziel ist es, über die Möglichkeiten Persönlicher Budgets für behinderte Menschen zu informieren und für dieses
Instrument zu werben. Ende letzter Woche machte die "Budget-Tour" Station in Rheinland-Pfalz und zwar in Bad Kreuznach und in Mainz. Gemeinsam mit der Landesbeauftragten informierte die Bundesbeauftragte über das Persönliche Budget und stellte Menschen vor, die es in Anspruch nehmen. Eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten rundete das Programm ab. omp
 

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