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kobinet-nachrichten
24.09.2007 - 08:05
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Hamburg (kobinet) Der Fernsehfilm des Westdeutschen Rundfunks über den Contergan-Skandal wird am 7. und 8. November um 20.15 Uhr im Ersten gesendet. Das Hamburger Landgericht wird erst nach Ausstrahlung des Zweiteilers über weitere Klagen des Contergan-Herstellers Grünenthal und eines betroffenen Anwalts gegen den Film verhandeln.
Der Spielfilm schildert die Folgen und Ereignisse rund um das Schlafmittel Contergan, das nach seiner Markteinführung 1957 in mehreren tausend Fällen für schwere Fehlbildungen bei Neugeborenen sorgte und zum Gegenstand eines jahrelangen Rechtsstreits wurde. Im Mittelpunkt steht die fiktionale Geschichte eines Anwalts, der als Vater einer contergangeschädigten Tochter gegen alle Widerstände einen Prozess gegen das verantwortliche Pharmaunternehmen anstrengt (kobinet 4.11.05).
"Contergan - Eine einzige Tablette" (Teil 1) und "Contergan - Der Prozess" (Teil 2) wird am Mittwoch in Hamburg Journalisten vorgestellt. Weitere Pressevorführung folgen in Berlin, Leipzig, Dresden, Frankfurt/Main, München und Köln. Für Interviews stehen dabei die Schauspieler Katharina Wackernagel, August Zirner, Hans-Werner Meyer, Matthias Brandt sowie Regisseur Adolf Winkelmann zur Verfügung. Weitere Gesprächspartner geben Hintergrundinformationen zu dem Film, dessen Ausstrahlung der Contergan-Hersteller nicht verhindern konnte. sch
Herbert Nuschler schrieb am 09.11.2007, 22:57
Es gibt kein wirksameres Mittel als einen Kauf-Boykott der Firmenprodukte.
Zu Herrn anonym anonym
möchte ich nur sagen: man arbeitet nicht für so eine Firma mit einer solchen verwerflichen Vergangenheit. Nur zur Erinnerung: in England erhalten die Geschädigten 2.200 Euro von der Nachfolgefirma. Herr (od. Frau?) meinte nämlich, dass die heutigen Angestellten nicht für die feine Firma haften sollten.
Herbert Nuschler
Robert WEISS schrieb am 24.10.2007, 04:12
Ich bin Journalist in Wien und recherchiere zu diesem Thema, u.a. da der ORF-Österreichische Rundfunk ebenfalls diesen Film zeitgleich mit der ARD ausstrahlen wird. Für uns Österreicher ist dieses Thema zwiespältig. Offiziell gibt es 'nur'12 Thaliodomidopfer
in Österreich. Das war dadurch bedingt, da wir 'Össis' immer mit der Entwicklung hinten nach hinken und damals das Produkt, welches als 'Softenon' gehandelt wurde, ausschließlich rezeptpflichtig war. Und das wurde von den Ärzten ungern verschrieben.
Ich kann mich aber erinnern, schon oft vermutliche Contergangeschädigte in Wien gesehen zu haben, ich kann die Zahl 12 irgendwie nicht glauben. Was ich nur hier anstossen will ist der Umstand, wo sind die Lehren für die Zukunft? Traurig auch, dass der deutsche Steuerzahler aufgrund eines -aus heutiger Sicht fragwürdigen- Vergleichs blechen darf. Nur soviel, ich bin Jahrgang
1972 und konnte auch schon früher mit dem Begriff CONTERGAN auch hier in Österreich was anfangen. Das Synonym CONTERGAN
=kurze Hände=Medikament hat sich auch in unseren Jahrgang in das Gehirn gebrannt, man dachte aber, es war eine Antibabypille. Wie ich mit 20 endlich von meiner Akne wegwollte, hat mir mein Hautarzt nach Empfehlung und Betteln von mir ROACUTAN verschrieben. Alleine die verpflichtende laufende Blutuntersuchung als auch die riesigen roten Aufschriften auf der Verpackung,
nicht während der Schwangerschaft einzunehmen hat mich zwar beunruhigt, ich musste aber bei jeder Tablette an CONTERGAN
denken. Als Mann weniger wegen der Schwangerschaft aber ich habe mir gedacht, dass sind die Folgewirkung wegen diesem
Produkt. Also wie man sieht, meine Lehren sind die, mit jeder Tablette, die ich zu mir nehme, denke ich,wer weiß, welche
Folgen kommen, an die man bei der Entwicklung nicht gedacht hat. Wenn ich meine Geschichte publiziere, berichte ich hier.
Konkret geht es mir um die Auswirkungen von Softenon in Österreich, da ich die Zahl von 12 anerkannten Opfern nicht glauben will.
Lia von Grünenthal schrieb am 12.10.2007, 14:08
Ich empfehle folgende Rechnung 100 Millionen Dm geteil durch 2700 deutsche überlebende Conterganopfer ergibt eine betrag von durchschnittlich ca. 18.000 Euro. Mehr hat Grünenthal zur Schadensabwicklung pro Person nicht dazu gezahlt. Aber als gut erzogenes Contimädchen bedanke ich mich herzlich für diese diese freiwillige Wohltat des Unternehmens. Ich finde nach 50 Jahren wird es langsam Zeit das ich dieses Tue, danke Michaell Wirtz, danke Grünenthal, leider ist mir der Kniefall nur virtuell möglich, ich gehöre nicht zu den Schwerstbetroffenen, allerdings mehr als ein Wellnessproblem habe ich schon, die meisten Contergangeschädigten sind mehrfach Betroffene, wobei so Kleinigkeiten wie keine Daumen, schlechtes Gehör, schlechte Augen, steife hangelenke usw. angesichts der "hauptbehinderung" schnell übersehen werden. Es ist eine lüge das es damals keine wissentlichen Standarts gab , die die Unbedenklichkeits des medikamentes hätten überprüfen können. Die FDA hat es getan, in Amerika wurde Contergan nicht zugelassen, eine kleine Ärztin hat dieses entscheiden, es war ihr erster Fall bei der Fda, ihre Schutzengelchen waren sicher hellwach. Es war eine Entscheidung in der damaligen Zeit, aufgrund der damaligen Sicherheitsstandarts. Grünenthal hat aber trotzdem Medikamentenproben in Amerika verteilen lassen. Ich könnte hier noch lange weiterschreiben, aber............
Gerd Frank schrieb am 12.10.2007, 07:24
Ich bin ebenso fassungslos was dieser anonym so von sich gibt. In meinem Augen will der Typ doch nur provozieren und die Betroffenen als " geldgeile Geier " hinstellen. Ich bin der Ansicht das die Fa Grünenthal endlich ihre Schuld eingestehen soll und die Betroffenen anständig entschädigt. Selbst wenn die Firma Millionen zahlen müsste würde diese mit Sicherheit nicht pleite gehen wie hier schon öfters behauptet, bei den jährlichen Gewinnen dieser Firma erscheint mir eher unrealistisch. Fazit: Regt euch ich nicht auf über die anonymen Schreiberlinge. Ihre Ansichten bzw. ihre Äußerungen sprechen doch für sich.
Die hier anonym schreiben sind für mich Feiglinge, zudem auch noch dumm weil sie glauben man könne an an Hand ihrer ip nicht ihre Identität feststellen.
Das leben kann so schön sein, aufregen lohnt nicht bei solchen "Deppen "
Hans Theo Zavelberg schrieb am 11.10.2007, 17:17
>>>Zitat:<<<
anonym anonym schrieb am 01.10.2007, 09:06
Frage?
langsam Frage ich mich hier wem es ums Geld geht. Die ganze Vorwürfe die hier der FA gemacht werden, werden gleichzeitig von "allen" wieder eingefordert. Auge um Auge oder wie ging das. Ist es das was verlangt wird?
Was hat die FA Dalli damit zu tun die Seife etc. herstellt? Geht es hier nicht um ein
Medikament?
Wieso absteiten? Grünenthal streitet doch nocht ab was passiert ist!!! Grünenthal vermarktet
das Medikament auch nicht mehr wie hier behauptet wird...
Ich kann die Sache leider nicht mehr nachvollziehen...
Man soll die Geschädigten und das was
passiert ist auf keinen Fall vergessen und auch regelmäßig wieder daran Errinern damit so
was nie wieder passieren kann !!!!! aber !!!!! scheinbar geht es wieder mal nur ums Geld. >>>Zitatende<<<
Hier geht es um Leben, es geht darum das es Geschädigte Menschen gibt, die einfach nur adäquat leben wollen, die einfach nur einen gewissen Ausgleich wollen für Ihren nicht einfachen Lebensalltag! Zumal der bzw. die Schädiger bekannt sind und diese zu den vermögensten Familien in Deutschland gehören, nur die Geschädigten leben nicht im Luxus wie die Familie Mäurer und Wirtz, wollen die Geschädigten wohl auch nicht wirklich!
Ich kann nur von mir sprechen, ich möchte als Geschädigter so leben das ich Nachts unbesorgt schlafen kann, das ich meine Freunde besuchen kann wann ich es will, das ich zu meiner Freundin kann wann ich und sie es will, das ich mal ausgehen kann wann ich es will, das ich ohne Sorge meinen Alltag finanzieren kann und nicht ab der Monatsmitte mir überlegen muß wie das zu finanzieren ist, der Alltag! Wie gesagt mein Schädiger ist bekannt!
Liebe Grüße
Hans Theo Zavelberg, zur Zeit etwas fassungslos bei soviel Ignorranz
Hans Theo Zavelberg schrieb am 11.10.2007, 17:02
>>>Zitat:<<<
"Die Familie Wirtz haftet demnach mit ihrem gesamten Firmenkonsortium."
Und ebenso deren Mitarbeiter?
Zweifels ohne hätte ein Kaufboykott , sofern er erfolgreich ist, gegen Grünenthal bzw. die Firma Dalli auch Auswirkungen auf deren Mitarbeiter.
Haben diese Mitarbeiter für das zu Haften was vor 50 Jahren geschehen ist?
Was sollte die Grünenthal GmBh damals dennoch alles getan haben um den Geschädigten zu Helfen?
Sollte die Grünenthal GmBh den von ihnen genannten "Gesamtschaden von 5Mrd €" (= 10€Mrd DM!!) selbst bewältigen?? >>>Zitatende<<<
Sind die Geschädigten denn die Verursacher oder Grünenthal bzw. Mäuerer und Wirtz? Nee, neh!
Wenn ich Ihnen eine auf die Nuschel haue, muß ich für den von mir angerichteten Schaden aufkommen und wenn sie dadurch einen bleibenden Schaden haben, muß ich auch dafür aufkommen, ein Leben lang!
>>>Zitat:<<<
Zum Abschluss möchte ich nur noch sagen wie sehr beschämend ich ihr Verhalten finde...... >>>Zitatende<<<
Verstehe ich das richtig, das ich keine Rechte habe, das ich am besten Tod wäre damit das Problem dann wirklich gelöst wäre und Grünenthal, Mäurer und Wirtz und Mitarbeiter keine Sorgen mehr haben?!?
Niemand will den Mitarbeitern irgendwas wegnehmen, niemand!
Aber auch die Betroffenen wollen adäquat leben!
Liebe Grüße
Hans Theo Zavelberg
Hans Theo Zavelberg schrieb am 11.10.2007, 17:00
anonym anonym schrieb am 30.09.2007, 21:53
Beschämendes Verhalten
>>>Zitat:<<<
Sehr geehrter Herr Hans Theo Zavelberg ,
ich habe soeben ihren Leserbrief zum Thema Contergan (www.kobinet-nachrichten.org) gelesen
und bin zu tiefst erschüttert, jedoch keines Wegs über das angeblich "skrupelose" Verhalten, sondern über
ihr Verhalten!
Ich zitiere:
"Wir möchten mit dieser Mahnwache an das rücksichtslose Vorgehen Grünenthals erinnern "
Das Verhalten Grünenthals war keines Wegs rücksichtslos, Contergan wurde wie alle damaligen Medikamente den DAMALIGEN STANDARTS entsprechend getestet
jedoch waren zu diesem Zeitpunkt die heute üblichen Beipackzettel unbekannt zum anderen waren die Auswirkungen auf Schwangere nicht bekannt. >>>Zitatende<<<
Ach ja? Aber Warnungen kamen bei Grünenthal an, oder?
>>>Zitat:<<<"zu einen Kaufboykott von Mäurer & Wirtz- sowie Dalli-Werke-Produkten wie z.B. Dalli-Waschmittel, die Parfum und Aftershave-Kollektionen von Tabac, Nonchalance, Tosca und 4711 aufrufen. "
Was soll ein Kaufboykott gegen eine Firma bewirken die zwar ein Medikament herausbrachte dessen Nebenwirkungen aber unbekannt waren und die eine Entschädigungsumme von 100Mio DM bezahlte obwohl die damaligen Prüfer eine solche Summe für die Grünenthal GmBH als kaum Tragbar erachteten. >>>Zitatende<<<
Mit Verlaub, der Schaden wurde damals auf mehrere Milliarden geschätzt!
>>>Zitat:<<<
oder
"
Die gesamte Schadensabwicklung im Conterganfall diente nur dazu, die Familie Wirtz hinsichtlich des angerichteten Gesamtschadens (ca. 5 Milliarden €) zu verschonen und die Schadenslast auf uns abzuwälzen.
"
Ich weise nochmals auf daraufhin das Grünenthal freiwillig eine weitaus höhere Entschädigungsumme zahlte , nämlich 100Mio DM, als Prüfer der damaligen Untersuchungskommission als tragbar erachteten.
"Da man uns schon alles genommen hat, haben wir nichts mehr zu verlieren. Wir können nur etwas dazu gewinnen. Und wir sollten aktiv werden, solange wir das noch können. "
Ich erlaube mir eine Frage:
Sind sie oder Mitglieder ihrer Familie thalidomidgeschädigte?
Glauben sie wirklich die Firma Grünenthal hätte bewusst ein Medikament mit solchen Nebenwirkungen auf den Markt gebracht? >>>Zitatende<<<
Ich bin selbst ein CONTERGANOPFER, JA
Es wurde zumindestens lange genug nicht vom Markt genommen, somit darf ich unterstellen das bewusst gehandelt wurde!
>>>Zitat:<<<Contergan war für Grünenthal genauso eine Katastrophe wie für die Geschädigten. >>>Zitatende<<<
Mit dem Unterschied, das die wahren Geschädigten körperliche und gesundhheitliche Schäden davon trugen/tragen und noch immer darunter zu leiden haben!
Hans Theo Zavelberg schrieb am 11.10.2007, 16:27
Zitatanfan>>> anonym anonym schrieb am 01.10.2007, 14:05
Anonym?
zu Alexander Drewes
ich möchte nur kurz klarstellen, dass ihr vorschreiber nicht mit mir identisch ist.
Bei Vor- und Nachname anonym einzugeben ist wohl ein Kinderspiel.
Ich hättte dies auch unter ihrem namen schreiben können, als Beispiel.....
Und warum ich anonym bleiben möchte?
Ändert es wenn ich Klaus , Peter oder sonst etwas geschrieben hätte? <<< Zitatende
Tja anonym anonym, es hätte wohl etwas geändert, wenn Sie Ihren Namen angegeben hätten, denn damit wären sie klar zu unterscheiden, und wenn jemand unter einem falschen Namen schreibt hier z.B. unter meinem Namen ist es Betrug und durch die E-Mailadresse leicht festzustellen, denn dann müßten Sie auch meine EMailadresse kennen! Selbst wenn Sie meine Emailadresse kennen würden und einstzen würden, könnte man sie noch entlarven!
Somit dürfte das ein Eigentor sein hier als Anonym Anonym zu schreiben! Dumm gelaufen!
Liebe Grüße
H.T.Zavelberg
anonym anonym schrieb am 01.10.2007, 14:05
zu Alexander Drewes
ich möchte nur kurz klarstellen, dass ihr vorschreiber nicht mit mir identisch ist.
Bei Vor- und Nachname anonym einzugeben ist wohl ein Kinderspiel.
Ich hättte dies auch unter ihrem namen schreiben können, als Beispiel.....
Und warum ich anonym bleiben möchte?
Ändert es wenn ich Klaus , Peter oder sonst etwas geschrieben hätte?
Alexander Drewes schrieb am 01.10.2007, 12:29
(Teil 2 und Schluss im Anschluss an Teil 1)
Wie soll das Leid, dass die Firma Grünenthal angerichtet hat, anders wiedergutgemacht werden als denn materiell? Die Familie Wirtz hat sich bis heute, auch fünfzig Jahre nach der Contergan-Katastrophe, niemals öffentlich zu ihrer Verantwortung bekannt, sondern sich seit jeher hinter juristischen Scharmützeln versteckt.
Und wenn jetzt die ganze Armee der Subalternen hier aufgefahren wird, um zu bezeugen, wie edel, hilfreich und gut diese Firma und diese Familie doch sei: es bleibt eine Faust dicke Lüge! Ums Geld geht´s ihnen, um nichts anderes.
Dass der Schmerzensgeldanspruch der Betroffenen nunmehr wiederum mit Geldgier betitelt wird, zeigt, aus welchem Hause anonymes Gesindel herrührt. Einmal Gosse, scheinbar immer Gosse! In niederträchtigster Weise den Stammtisch zu bedienen, wofür sich selbst der letzte Dorfstammtisch schämen würde, das muss man auch erst einmal hinbekommen. Wie ich oben schon schrieb: Respekt über so viel Unverfrorenheit.
Mag. Alexander Drewes, LL.M.,
mailto:Drewes.Alexander@web.de
Alexander Drewes schrieb am 01.10.2007, 12:26
Unser Anonymus wird immer interessanter, je länger er sich in seinem eigenem Geschreibsel verheddert.
Auf die Chuzpe und die Dreistigkeit, die eigene vorgebliche Gehbehinderung, die angeblich auf einen durch die Hebamme verursachten Geburtsunfall zurückzuführen sein soll, mit der Situation durch Thalidomid geschädigter Menschen zu vergleichen, muss man erst einmal kommen.
Respekt vor so viel Frechheit!
Die Firma Grünenthal hat eben nicht nur einen Fehler gemacht, sie hat ein fehlerhaftes Arzneimittel in Umlauf gebracht und am Verkauf dieses Arzneimittels wider bessern Wissens selbst dann noch festgehalten, als es bereits Kritik aus dem Ausland gab, das Medikament weiter zu verkaufen. Anders als hier mit dem Schwerpunkt des gottgnadengleichen Samaritertums insinuiert wird, ging es der Familie Wirtz einzig und allein um eines: um ihren Profit. Es ging ihr die ganze Zeit nur um ihren Profit, die These, man habe freiwillig deutlich mehr bezahlt, als eine Untersuchungskommission für sachlich geboten gehalten habe (die Frage, welche das gewesen sein soll, beantwortet uns Anonymus dann lieber nicht, es wären ja Fakten, die er oder sie dann auf den Tisch bringen müsste), darf wohl ins Reich der Fabel verwiesen werden.
Anonymus gibt sich zwar reichlich dumm, argumentiert im Grunde genommen aber absolut brillant, wenn er die Geldgier der Familie Wirtz einfach auf die Betroffenen projiziert. Eine dreiste Frechheit mag´s sein, was Anonymus schreibt, aber es hat die widerliche Klasse des Gossenjournalismus, dass man gerne mit einem Finger auf andere zeigt und dabei vergisst, dass man mit wenigstens drei weiteren Fingern der eigenen Hand auf sich selber weist.
Dass es - so ganz nebenbei - bereits Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts eine ordentliche Arzneimittelkontrolle gab, zeigt das Beispiel Vereinigte Staaten von Amerika. Nicht umsonst gilt die Tätigkeit der Food and Drug Administration (FDA) bis heute als vorbildhaft in der Zulassungspraxis für Arzneimittel.
Anonymus setzt Nicht-Vergessen-Wollen einfach mit materiellen Notwendigkeiten gleich und behauptet, wenn´s denn auf Erden schön nichts Schönes mehr gäbe, spätestens am Himmelstor warte dann schon Petrus und gebe den Ohnhändern und Ohnarmern, den Ohnfußern und Ohnbeinern die himmlische Seligkeit, derer sie auf Erden nicht so Recht teilhaftig werden konnten.
(Ende Teil 1, im Anschluss Teil 2 und Schluss)
Mag. Alexander Drewes, LL.M.,
mailto:Drewes.Alexander@web.de
anonym anonym schrieb am 01.10.2007, 09:06
langsam Frage ich mich hier wem es ums Geld geht. Die ganze Vorwürfe die hier der FA gemacht werden, werden gleichzeitig von "allen" wieder eingefordert. Auge um Auge oder wie ging das. Ist es das was verlangt wird?
Was hat die FA Dalli damit zu tun die Seife etc. herstellt? Geht es hier nicht um ein
Medikament?
Wieso absteiten? Grünenthal streitet doch nocht ab was passiert ist!!! Grünenthal vermarktet
das Medikament auch nicht mehr wie hier behauptet wird...
Ich kann die Sache leider nicht mehr nachvollziehen...
Man soll die Geschädigten und das was
passiert ist auf keinen Fall vergessen und auch regelmäßig wieder daran Errinern damit so
was nie wieder passieren kann !!!!! aber !!!!! scheinbar geht es wieder mal nur ums Geld.
Gerd Frank schrieb am 01.10.2007, 07:41
In meinem Leserbrief schrieb ich USA was nicht richtig Es waren Wissenschaftler unter anderem aus großbritanien und australien
Gerd Frank schrieb am 01.10.2007, 05:50
Allein schon in ihre Homepage sagt schon alles aus. das habe ich in einem meiner Leserbriefe schon erwähnt. Sie tut ja besonders hervor mit Schmerztherapie. und macht damit hohe Gewinne und tut so als hätte es Contergan nie gegeben, zumindest macht es für mich den Eindruck. Ich jedenfalls boykottiere Medikamente von Grünenthal. Das Grünenthal in der Schmerztherapie sehr erfolgreich ist unumstritten. Fakt ist auch das Grünenthal ihr Medikament hätte viel früher vom Markt können bzw. müssen. Kurz nachdem das Medikament auf den Markt war wurde sie von ausländischen Wissenschaftlern gewarnt Z.B. USA. Diese Warnungen wurde von der Fa in den Wind geschlagen. Sie hielten sich sozusagen für Götter. Fest steht das diese Katastrophe in dem Ausmaß verhindert werden können. Somit sollte jedem klar sein das diese Fa nur an Gewinn gedacht hat, Menschen waren ihnen völlig gleichgültig. Ihr Motto Hauptsache die Kasse klingelt das im übrigen heute noch so ist. Wenn ich ihre Homepage lese macht mich das wütend und gleichzeitig traurig, weil es manchen Fa nur ums Geld geht., wobwei dann zwangsläufig der Mensch auf der Strecke bleibt.
Alexander Drewes schrieb am 01.10.2007, 05:13
In meinem Beitrag mit dem Titel "Und die im Dunkeln sieht man nicht ...? (Teil 1)" vom 30.09.2007 habe ich die folgende Behauptung aufgestellt: "[...], die 200 Mio. DM, die sowohl die Firma Grünenthal als auch der Bund in die Stiftung insgesamt eingeschossen haben, sind bei einem Mindestschadensvolumen im Umfang von 5 Mrd. € (das ist zumindest die ungefähre Summe, die - durch Anonymus unbestritten - von Hrn. Zavelberg genannt wird) mit gerade einmal 4% doch wohl nicht einmal "ein Tropfen auf dem heißen Stein"."
Diese Behauptung ist unwahr.
Wahr ist vielmehr die Behauptung, dass es sich bei den 200 Mio. DM um lediglich 2% der Mindestschadenssumme in Höhe von 5 Mrd. € handelt. Damit hat sich die Firma Grünenthal folglich in einem Umfang von sage und schreibe einem einzigen Prozent an der Begleichung der Gesamtschadenssumme beteiligt.
Mag. Alexander Drewes, LL.M.,
mailto:Drewes.Alexander@web.de
Alexander Drewes schrieb am 30.09.2007, 23:49
Dass ich den Kaufboykott für juristisch fragwürdig halte, habe ich bereits an anderer Stelle erläutert (www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/forum/index,lang,1/oid,16174/ticket,g_a_s_t).
Allerdings nicht - um diesem Missverständnis gleich von vornherein vorzubeugen - deswegen, weil ich ihn nicht für ein adäquates Mittel hielte, ein Unternehmen für ein solch skandalöses Entschädigungsverhalten zu stigmatisieren. Meine Bedenken sind dabei eher juristischer Natur, da es der Wirtz-Gruppe im Zweifel auch noch einfallen könnte, für nachweisbare Gewinneinbrüche die zum Boykott Aufrufenden haftbar machen zu wollen und dieselben auf Schadensersatz verklagen könnte (was juristisch durchaus möglich ist).
Zu der These von Anonymus "Contergan war für Grünenthal genauso eine Katastrophe wie für die Geschädigten" kann man anführen: schon möglich, aber wenn, dann war es für Grünenthal allenfalls ein Public Relation-Unfall größeren Ausmaßes. Immerhin hat sich Grünenthal seit jeher als ein Unternehmen verstanden, das in der Schmerztherapieforschung einen führenden Rang einnimmt. Dann muss die Firma aber auch 50 Jahre nach dem Geschehen damit leben, dass ihre Forschung Mitte der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts schlichtweg kläglich versagt hat. Das ganze Unbill der durch Contergan Behinderten mit dem wirtschaftlichen Einbruch der Firma Grünenthal gleichzusetzen (so es diesen denn überhaupt in nennenswertem Umfang gab) gleichzusetzen, zeigt nicht nur, wes Geistes Kind Anonymus ist, sondern auch, dass er jedes Verhältnis für die Bildung Maßstäben verloren haben muss.
Wenn Anonymus Hrn. Zavelberg zuletzt auch noch mit dem Argument kommt, er habe nur dann mitzureden, wenn er selber thalidomidgeschädigt sei, ist an Erbärmlichkeit wirklich kaum mehr überbietbar. Hr. Zavelberg hat sich ausdrücklich dadurch ausgewiesen, dass er für den BCG - Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer schreibt. Ob er folglich selber durch Thalidomid eine Behinderung erfahren hat oder nicht, ist insofern völlig irrelevant.
Nun mag Anonymus - er weist ja wenigstens zwei Mal darauf hin - den Leserbrief und die daraus resultierende Ansicht von Hrn. Zavelberg "beschämend" finden. Wir haben in diesem Land das Recht der freien Meinungsäußerung, insofern darf er so etwas - auch durchaus anonym - schreiben. Ich für meinen Teil darf hingegen - auch das ist durch das Recht der freien Meinungsäußerung in vollem Umfang gedeckt - wiederum schreiben, wie unglaublich dämlich und unverschämt ich das Geblubbere von Anonymus finde.
Mag. Alexander Drewes, LL.M.,
mailto:Drewes.Alexander@web.de
Alexander Drewes schrieb am 30.09.2007, 23:47
Wie armselig muss man eigentlich sein, dass man nicht einmal zu seiner eigenen Meinung stehen kann und hier nur in der Lage ist, anonym zu veröffentlichen?
Sodann werden in dem Leserbrief des Anonymus auch noch - wer hätte wirklich anderes erwartet? - die Tatsachen verdreht.
Natürlich war es anno 1957 noch nicht Standard, dass Medikamente vorklinisch und klinisch getestet wurden (zumindest nicht in der Bundesrepublik, wobei man sich auch hier durchaus Gedanken machen kann, inwiefern die bereits damals existierende Lobby der Arzneimittelindustrie hierbei "ihre Finger im Spiel" hatte). Ob und inwiefern die Katastrophe hinsichtlich der durch das Medikament Contergan bei Neugeborenen aufgetretenen Behinderungen an den äußeren Gliedmaßen vermeidbar gewesen wäre, sie einmal ausdrücklich dahingestellt.
Dann hantiert Anonymus mit Fakten, die er nicht belegt. Angeblich soll "der Prüfer der damaligen Untersuchungskommission" eine wesentlich niedrigere Entschädigungssumme für "tragbar erachtet" haben, als die letztlich in die Stiftung einbezahlten 100 Mio. DM. Hier wäre zunächst zu fragen, welcher Prüfer welcher Kommission denn damit gemeint sein soll (dabei soll nicht von vornherein unterstellt, dass die Angaben von Anonymus per se falsch sind, sie sind nur nicht belegt).
Wie auch immer, und das war mit Sicherheit schon im Jahre 1961 absehbar, als Contergan vom Markt genommen wurde (vorläufig, es gibt das Mittel ja nach wie vor unter anderem Namen, nur ist man heutzutage bei der Veordnung derartiger Medikamente bei Schwangeren deutlich vorsichtiger als noch vor 50 Jahren), die 200 Mio. DM, die sowohl die Firma Grünenthal als auch der Bund in die Stiftung insgesamt eingeschossen haben, sind bei einem Mindestschadensvolumen im Umfang von 5 Mrd. € (das ist zumindest die ungefähre Summe, die - durch Anonymus unbestritten - von Hrn. Zavelberg genannt wird) mit gerade einmal 4% doch wohl nicht einmal "ein Tropfen auf dem heißen Stein". (Ende von Teil 1, Teil 2 und Schluss im Anschluss)
Mag. Alexander Drewes, LL.M.,
mailto:Drewes.Alexander@web.de
christiane creutzburg schrieb am 30.09.2007, 22:47
leserbriefe ohne Absenderangaben zu ververfassen ist das eine, und dann noch nicht mal zu den fehlern stehen können und wollen ist das andere, nur wie üblich die diskussionen auf die angestellten von öffentlichen apothen abzuwelzen zu wollen, ist die abzuwelzen wollen, ist die frechheit....... wenn sie mir weitere 25 jahre gehalt, beiträge zu versicherungen etc bezahlen wollen und meinen arbeitsplatz sichern wollen, melden sie sich bei nir. Ich arbeite nicht in bei der Firma Grünenthal, sondern in einer öffentlichen Apothek,e und versuche es behinderten und gehandicapten menschen , ein menschenwürdiges leben zu ermöglicheb, Und Sie machen es mir selbst, es mir es mit ihren persönlichen anfeindungen, es sehr schwer, das zu verwirklichen. Sie sollten wissen, dass sie mit mir Ihrer Auffanung nicht nur Behindertenfeinlich (Leider greift hier das Antidiskrieminierungsgesetz nicht) sondern auch Frauenfeindlich! Scheinbar ist die Bundesrepublik Deutschland noch auf solche Mitbewohner wie Sie stolz, die die Arbeitende Bevölkerung verunglipft, vollzeit arbeitet steuern Klasse 1 zahlt und privat behinderte privat pflegt. DANKE ANONYMEN LESERBRIEFERSCHREIBER, der von NIX viel ahnung!!!!!!!
Mit freundlichem Geuß
Christiane Creutzburg
Gerd Frank schrieb am 30.09.2007, 22:45
Normalweise widerstrebt es mir auf darauf zu antworten aber das was sie davon sich geben läßt mich meine Prinzipien über Bord werfen.Wenn Sie schon Schreiben dann sollten sie hier nicht anonym schreiben, es scheint das sie was zu verbergen haben, kann es sein das sie der Chefetage der Firma Grünenthal angehören, die bekanntlicher Weise bis heute noch ihre Schuldvon sich weißt Der Prozeß spricht doch schon für sich. Fakt ist das Die Firma sich heute noch als Opfer sieht, allein das ist schon ein Skandal. Es könnte aber auch sein das sie die Betroffenen nur verhöhnen wollen. Wenn dem so ist sollten sie sich in Grund und Boden schämen. Sie sind wohl einer der Menschen die behinderte Menschen für doof halten, die kann man ruhig über den Tisch ziehen kann. Für mich sind sie schlichtweg ein Feigling der hier anonym schreibt. Auf solche eine Verhöhnung behinderter Menschen können wir getrost verzichten. Im übrigen was sie da von sich geben ist das in einigen Punkten "Schwachsinn".
anonym anonym schrieb am 30.09.2007, 21:53
Sehr geehrter Herr Hans Theo Zavelberg ,
ich habe soeben ihren Leserbrief zum Thema Contergan (www.kobinet-nachrichten.org) gelesen
und bin zu tiefst erschüttert, jedoch keines Wegs über das angeblich "skrupelose" Verhalten, sondern über
ihr Verhalten!
Ich zitiere:
"Wir möchten mit dieser Mahnwache an das rücksichtslose Vorgehen Grünenthals erinnern "
Das Verhalten Grünenthals war keines Wegs rücksichtslos, Contergan wurde wie alle damaligen Medikamente den DAMALIGEN STANDARTS entsprechend getestet
jedoch waren zu diesem Zeitpunkt die heute üblichen Beipackzettel unbekannt zum anderen waren die Auswirkungen
auf Schwangere nicht bekannt.
"zu einen Kaufboykott von Mäurer & Wirtz- sowie Dalli-Werke-Produkten wie z.B. Dalli-Waschmittel, die Parfum und Aftershave-Kollektionen von Tabac, Nonchalance, Tosca und 4711 aufrufen. "
Was soll ein Kaufboykott gegen eine Firma bewirken die zwar ein Medikament herausbrachte dessen Nebenwirkungen aber unbekannt waren und die eine Entschädigungsumme
von 100Mio DM bezahlte obwohl die damaligen Prüfer eine solche Summe für die Grünenthal GmBH als kaum Tragbar erachteten.
oder
"
Die gesamte Schadensabwicklung im Conterganfall diente nur dazu, die Familie Wirtz hinsichtlich des angerichteten Gesamtschadens (ca. 5 Milliarden €) zu verschonen und die Schadenslast auf uns abzuwälzen.
"
Ich weise nochmals auf daraufhin das Grünenthal freiwillig eine weitaus höhere Entschädigungsumme zahlte , nämlich 100Mio DM, als Prüfer der damaligen Untersuchungskommission als tragbar erachteten.
"Da man uns schon alles genommen hat, haben wir nichts mehr zu verlieren. Wir können nur etwas dazu gewinnen. Und wir sollten aktiv werden, solange wir das noch können. "
Ich erlaube mir eine Frage:
Sind sie oder Mitglieder ihrer Familie thalidomidgeschädigte?
Glauben sie wirklich die Firma Grünenthal hätte bewusst ein Medikament mit solchen Nebenwirkungen auf den Markt gebracht?
Contergan war für Grünenthal genauso eine Katastrophe wie für die Geschädigten.
"Die Familie Wirtz haftet demnach mit ihrem gesamten Firmenkonsortium."
Und ebenso deren Mitarbeiter?
Zweifels ohne hätte ein Kaufboykott , sofern er erfolgreich ist, gegen Grünenthal bzw. die Firma Dalli auch Auswirkungen auf deren Mitarbeiter.
Haben diese Mitarbeiter für das zu Haften was vor 50 Jahren geschehen ist?
Was sollte die Grünenthal GmBh damals dennoch alles getan haben um den Geschädigten zu Helfen?
Sollte die Grünenthal GmBh den von ihnen genannten "Gesamtschaden von 5Mrd €" (= 10€Mrd DM!!) selbst bewältigen??
Zum Abschluss möchte ich nur noch sagen wie sehr beschämend ich ihr Verhalten finde......
Inge Rosenberger schrieb am 30.09.2007, 19:22
Contergan - Der größte deutsche Pharma-Skandal
www.3sat.de/3sat.php?www.3sat.de/ard/sendung/70086/index.html
Hans Theo Zavelberg schrieb am 26.09.2007, 23:55
>>>> ..... Fortsetzung
Diejenigen von Euch/Ihnen (auch Eltern!), die an der Mahnwache teilnehmen wollen, möchten wir bitten, rote Grablichter, weiße Nelken und Kränze mitzubringen. Auch wollen wir zur Mahnwache und dem Boykottaufruf weiße T-Shirts tragen, die auf der Vorderseite folgendermaßen bedruckt sind: „Ich bin ein Produkt von Grünenthal.” (mit dem Grünenthal-Logo). Auf der Rückseite soll dann stehen „Kaufboykott” und darunter sollen die Produkte Dalli-Waschmittel, Tabac, Nonchalance, Tosca und 4711 abgebildet sein. 100 auf diese Weise professionell bedruckte T-Shirts werden wir zu einem Selbstkostenpreis von etwa 10 - 20,00 € (Preis stand zum Zeitpunkt der Einladung leider noch nicht fest) für Euch/Sie bereit stellen. Kurz- und Ohnarmer sollten daher Sicherheitsnadeln mitbringen, damit die Ärmel der T-Shirts aufgerollt und fixiert werden können.
Für die Überraschung bitten wir „feierliche” Kleidung mitzubringen. An den oberen Extremitäten Betroffene, die gehen können, sollten zudem Mäntel mit langen Ärmeln oder Ponchos dabei haben.
Wir werden für die gesamte Veranstaltung in unmittelbarer Nähe eine Behindertentoilette und höchstwahrscheinlich ein Zelt als Unterstellmöglichkeit bereit stellen. Wir möchten Euch/Ihnen dennoch empfehlen, warme und regensichere Kleider, Taschenlampen oder Fackeln, gegebenenfalls Campingstühle, Getränke und eine entsprechende Verpflegung mitzubringen, da es zu dieser Zeit schon sehr kalt werden kann und in unmittelbarer Nähe (ca. 1 - 2 km) kein Lokal oder eine Imbiss-Stube vorhanden ist. Auf das Mitbringen von alkoholischen Getränken sollte aus Pietätsgründen bezüglich des ernsten Anlasses und der schlechten Erfahrungen in den Vorjahren weitestgehend verzichtet werden. Teilnehmer, die betrunken sind, werden ohne Ansehen der Person nach Hause geschickt!
Wir brauchen auch noch Freiwillige, die sich als Helfer beim Aufbauen und/oder als Ordner zur Verfügung stellen. Bitte ruft unter der oben angegebenen Rufnummer an.
Sollte eine Bescheinigung für Deinen/Ihren Arbeitgeber benötigt werden, um für die Teilnahme an der Mahnwache und der Überraschung Urlaub zu bekommen, rufen Sie oder ruft uns bitte unter der obigen Rufnummer an. Wir werden dann einen kurzen Brief aufsetzen, der schon früher in einigen Fällen eine Freistellung bewirken konnte.
Zu den obigen Veranstaltungen ist jeder herzlichst eingeladen, der die Contergansache unterstützen möchte. Dies gilt auch für Außenstehende.
In der Hoffnung, daß viele von Euch/Ihnen erscheinen werden,
verbleiben wir
mit den besten Wünschen
BCG - Bund Contergangeschädigter
und Grünenthalopfer e.V.
Infos unter DKralle@aol.com
Ich bitte auch um eine Veröffentlichung im Kobinet
Hans Theo Zavelberg schrieb am 26.09.2007, 23:52
50 Jahre Contergan - Einladung zur Mahnwache
Aufruf zum Boykott von Mäurer & Wirtz- sowie Dalli-Werke-Produkten
Liebe Betroffene, liebe Eltern,
am 1. Oktober 1957 brachte die Firma Grünenthal GmbH Contergan und andere thalidomidhaltige Präparate in den Handel.
Anläßlich des 50. Jahrestages dieses Ereignisses wollen wir uns in der Nacht vom 30. September auf dem 1. Oktober 2007 vor den Toren Grünenthals bzw. der Mäurer & Wirtz- und Dalli-Werke in der Zweifaller Straße in Stolberg bei Aachen ab 20 Uhr zu einer Mahnwache einfinden. Wir möchten mit dieser Mahnwache an das rücksichtslose Vorgehen Grünenthals erinnern und der 4000 in der Vergangenheit geschädigten und dabei umgekommenen Menschen gedenken. Wir wollen aus roten Grablichtern den Schriftzug “Thalidomid” ziehen und um 0 Uhr für die Verstorbenen weiße Nelken und Kränze vor den Werkseinfahrten niederlegen.
Des weiteren werden wir um ca. 1 Uhr eine Pressekonferenz einberufen und auf dieser u.a. die Öffentlichkeit zu einen Kaufboykott von Mäurer & Wirtz- sowie Dalli-Werke-Produkten wie z.B. Dalli-Waschmittel, die Parfum und Aftershave-Kollektionen von Tabac, Nonchalance, Tosca und 4711 aufrufen.
Die englischen Thalidomidgeschädigten hatten in den letzten Jahren und auch schon ganz früher Erfolg mit einer solchen Maßnahme.
Die Firmen Mäurer & Wirtz und die Dalli-Werke gehören den Grünenthaleigentümern, der Familie Wirtz.
Die gesamte Schadensabwicklung im Conterganfall diente nur dazu, die Familie Wirtz hinsichtlich des angerichteten Gesamtschadens (ca. 5 Milliarden €) zu verschonen und die Schadenslast auf uns abzuwälzen.
Daher sind für uns die bisherigen Entschädigungslösungen nichtig und wir fordern mit dem Aufruf zum Kaufboykott unsere Ursprungsansprüche wieder ein.
Die Familie Wirtz haftet demnach mit ihrem gesamten Firmenkonsortium.
Da man uns schon alles genommen hat, haben wir nichts mehr zu verlieren. Wir können nur etwas dazu gewinnen. Und wir sollten aktiv werden, solange wir das noch können.
Am 1. Oktober ab 9 Uhr haben wir noch in Stolberg eine Überraschung geplant, zu der wir aber jetzt und auch bis kurz davor noch nichts sagen wollen, um die Gegenseite und die geladenen Medien nicht zu früh zu informieren. Es ist daher empfehlenswert, für den 1. Oktober den Zeitpunkt der Abreise von Stolberg erst ab 16 Uhr einzuplanen.
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