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28.09.2007 - 09:00

Kommission muss Heime unangemeldet besuchen können.

Hannover (kobinet) Aufgrund der regelmäßig wiederkehrenden Veröffentlichungen zu Missständen in Wohn- und Pflegeheimen für alte und behinderte Menschen stellt der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen, Karl Finke klar: "Menschenwürdige Wohn- und Lebensbedingungen in Heimen sind Spiegel einer intakten Gesellschaft. Teilhabefördernde Außenkontakte sowie lebensbejahende und stabilisierende Betreuung und Pflege nach innen sind hierbei unerlässlich."

"Heime sind nicht unheimlich, sondern Heimat für einen begrenzten Lebensabschnitt oder mangels anderer Möglichkeiten auch dauerhaft für viele Menschen", so Karl Finke, "und müssen deshalb von den Angehörigen, aktiven Heimbeiräten und den staatlichen Behörden regelmäßig kontrolliert und begleitet werden." Der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen fordert daher: "Medizinische Dienste, die Heimaufsicht und Besuchskommissionen des Landes müssen die Heime regelmäßig ohne vorherige Anmeldung überprüfen. Außerdem müssen bei der Feststellung von Missständen den Kommissionen Sanktionsmöglichkeiten bis hin zur Schließung des Heimes übertragen werden."

Niedersachsen ist nach Ansicht von Karl Finke das einzige Bundesland mit einer funktionierenden Landesarbeitsgemeinschaft der Heimbeiräte für behinderte Menschen. Missstände oder Verbesserungsvorschläge sind an die Kontrollgremien der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Heimbeiräte und dem Behindertenbeauftragten zu melden. Die Bundesinitiative "Daheim statt Heim" setzt sich auch in Niedersachsen für ein Leben im häuslichen Umfeld für alte und behinderte Menschen ein und findet zunehmend Zuspruch, so Karl Finke. omp
 

 
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