Guxhagen (kobinet) Karin Kestner hat heute einen Spendenaufruf ins Netz gestellt, damit ein siebenjähriges gehörloses Mädchen die Chance behält, weiter die Regelschule in Kerpen zu besuchen.
Xenja ist Tochter gehörloser Eltern, überdurchschnittlich begabt und von den Eltern bestens gefördert. Aufgrund von Gutachten und der Befürwortung des Schulamtes wurde Xenja in der Regelschule aufgenommen und meistert dort bestens mit Gebärdensprachdolmetscherinnen ihren Schulalltag. Xenja möchte auf der Regelschule in Kerpen, in der sie seit August 2007 beschult wird, bleiben. Doch das Sozialamt Bergheim lehnt jetzt, die Kostenübernahme für die Gebärdensprachdolmetscherinnen ab. Es sei zu teuer. Xenja könne ja auf die Sonderschule mit Schwerpunkt "Hören und Kommunikation" gehen.
"Dort wird aber nicht ihre Sprache, die Deutsche Gebärdensprache (DGS), durchgängig benutzt. Wenn überhaupt wird LBG (Lautsprachbegleitende Gebärden) und nur anteilig DGS eingesetzt. Außerdem ist Xenja gleichaltrigen Schülern der Sonderschule weit überlegen und wäre in ihrer Klasse die einzige Gehörlose und würde demnach auch hier nicht in ihrer Muttersprache mit ihren Mitschülerinnen kommunizieren, und auch so nicht unterrichtet werden können. Sie ist in einer Sonderschule völlig fehl am Platz und würde deutliche Einbußen beim Wissenserwerb erleiden", begründet die Gebärdensprachdolmetscherin, Buchautorin und Verlegerin ihren Aufruf.
Eine Klage beim Sozialgericht zur Übernahme der Dolmetscherkosten läuft. Doch eine Entscheidung über das Sozialgericht dauert lange. Die Kosten für die Gebärdensprachdolmetscherinnen übersteigen das Einkommen der Familie. Wenn nicht Spendengelder gesammelt werden können, bleibt der Familie nichts anderes übrig, als Xenja von der Regelschule zu nehmen. sch
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Uwe Heineker schrieb am 02.11.2007, 19:59
... dass sich Ausdauer und Hartnäckigkeit auszahlen.
Gratulation - dieses Beispiel macht Mut !!!
Karin Kestner schrieb am 02.11.2007, 18:01
meine Email: karin@kestner.de
Vielen Dank für den Einsatz für Xenja, inzwischen haben wir es erreicht, dass das Sozialamt den Anspruch anerkennt. Jetzt geht es noch um die Höhe, aber das schaffen wir nun auch noch.
Herzlichen Dank an Alle
Karin Kestner
Cordula Müller schrieb am 30.10.2007, 10:05
Xenja, wir wünschen Dir und Deinen Eltern viel Kraft, damit Du weiter in Deiner Schule bleiben darfst.Unser Sohn mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung durfte in den GU auf einen Integrationsplatz- zur Probe!!! Nach gut 4 Monaten soll die zuständige Schule einen Bericht ans Schulamt geben, wonach dann entschieden werden soll, ob unser Sohn im gemeinsamen Unterricht bleiben darf.Wer kann sich vorstellen, was das für ein Druck für Kind und Eltern ist ? Zusätzlich weigerte sich das Sozialamt!!!! bisher, die Pausen und Förderstunden für die Anwesenheit der Schulbegleitung zu bezahlen. Macht es denn Sinn, in den Pausen die Schulbegleitung, die ja dazu da ist, hilfreich zur Seite zu stehen, nach hause zu schicken ? Macht es Sinn zu warten, dass sich das Kind als nicht integrierbar zeigt oder wäre es sinnvoller, die Schule so zu schaffen, dass Integration möglich wird? Wir wollen eine Initiative gründen, die unser Vorgebirge wachrüttelt. Bornheim braucht mehr Möglichkeiten für den GU und soll ihn haben. Bornheim liegt übrigens zwischen Köln und Bonn, und bis jetzt musste ich mir sogar schon von einer Kita sagen lassen, dass einige Kinder nicht für den GU fähig seien.Eine integrative Kita!!!!!!Also meldet Euch:e-mail colomueller@web.de
Luis Zubizarreta schrieb am 23.10.2007, 13:10
Liebe Karin Kestner,hier die Antwort von der Behindeterbeauftragten der landesregierung nrw:"Frau Gemkow dankt ...Sie mich gebeten ,Ihnen zu antworten und die Prüfung Ihres Anliegens einzuleiten....Ich bitte jedoch um Verständnis, dass dies durchaus einige zeit in Anspruch nehmen kann"Das ist die Antwort.Liebe Frau Kestner ,ich würde gerne den Brief ,den ich eben erhalten habe Ihnen gern schiken.Meine T.N:02445-8409.Ihnen alles GUTE!
Karin Kestner schrieb am 10.10.2007, 13:20
Ja, bitte überall anfragen und weiterleiten - ich danke im Namen von Xenja!
Karin
Luis Zubizarreta schrieb am 10.10.2007, 13:01
Liebe Frau Karin Kestner,ich wünsche Ihnen weiterhin die Kraft für Xenja so vorbildlich zu kämpfen.Ich denke hier müsste auch die Landesbeauftragte der Landesregierung Frau Angelika Gemkow sich für Xenja ernsthaft einsetzen.Ich werde ihr heute noch schreiben.Sie hat vor kurzer Zeit "NRW OHNE BARRIEREN" veöffentlich!!!Ihnen, Xenja,und der ganzen Familie alles-alles Gute!Luis Zubizarreta,Schuleiter a.d.
Gerd Frank schrieb am 10.10.2007, 11:41
Ich habe ja lediglich wundern über diese Machenschaften der Landesregierung NRW. Darauf bezog sich die Aufgabe. Das heißt nicht das nicht das ich mich nicht mit der Landesregierung anlege wenn es darum geht wenn Integration wie es die Landesregierung diese mit Füssen getreten wird. Ich empfinde es als eine Unverschämtheit was mit dem gehörlosen Kind passiert. Dieser Regierung muß gezeigt werden, dass behinderte Menschen ein Teil unserer Gesellschaft sind, diese und deren Angehörige es sich nicht mehr gefallen lassen, dass ihre Grundrechte in so eklatanter Weise mißachtet werden. Da wird seitens der Regierung gelabert sie wollen behinderte Menschen fördern, aber was geschieht Sie betreiben hier "Nicht" förderúng. Im übrigen halte ich Sonderschulen für volkommen überflüssig. Ich bin der Überzeugung das behinderte Menschen in die Regelschule integriert werden können. Die "Mehr"kosten die dabei angeblich entstehen, dürften hierbei überhaupt keine Rolle spielen.Behinderte Menschen habe genau das gleiche Recht auf Bildung wie "Nicht" behinderte Menschen. Es geht schließlich um, deren berufliche Zukunft. Unter Zukunft verstehe ich nicht Abschiebung in eine WfB
Karin Kestner schrieb am 10.10.2007, 08:46
Lieber Gerd, aufgeben gilt nicht. Solltest du noch ein Fünkchen Willen besitzen, wäre ich dir dankbar, wenn du es weiterleiten würdest an alle deine Bekannten. Je mehr Druck gemacht wird, desto größer die Chancen für Xenja.
Ich habe auch Fernsehen etc angeschrieben. Drück wenigstens die Daumen!
Lieben Gruß Karin
Gerd Frank schrieb am 09.10.2007, 21:47
Über die NRW-Landesregierung habe ich das aufgegeben. Ihr Motto Integration nein danke(????) Hier zeigt sich mal wieder Integration darf nix kosten. Deren Einstellung zeigt das "Behinderte Menschen" nichts Wert sind (???)