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kobinet-nachrichten
10.11.2007 - 19:03
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Aachen/Hamburg (kobinet) Der Pharmakonzern Grünenthal steht vor einer möglichen internationalen Kampagne für neue Entschädigungszahlungen an Contergan-Geschädigte. Eine britische Opfergruppe um den Unternehmer Nicholas Dobrik will nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel einen weltweiten Entschädigungsfonds "in Milliardenhöhe" erzwingen.
Der Geschäftsführende Gesellschafter der Firma, Sebastian Wirtz, schließt ein Treffen mit Contergan-Geschädigten unter gewissen Bedingungen nicht aus. Der Rahmen müsse aber "angemessen" sein - also ohne Medien, so der 37-Jährige in einem Interview mit Aachener Zeitungen. Der Firmenchef betonte allerdings, Überlegungen zu einer weiteren finanziellen Unterstützung gebe es "derzeit" nicht. Seit 1997 ist das Geld in der vom Bund und Grünenthal gegründeten Stiftung aufgebraucht, sie wird seitdem aus Steuermitteln finanziert.
Bei Gründung der Stiftung habe man nicht erkennen können, dass das Geld nicht ausreichen werde, sagte Wirtz. Dies sei aber heute überdeutlich. Deshalb könne er die Klagen der Contergan-Geschädigten sehr gut verstehen. Seine Familie und die Firma trage keine moralische Schuld an der Tragödie, aber eine moralische Verantwortung.
Nach den Vorstellungen der britischen Contergan-Geschädigten sollten noch schätzungsweise 4000 Menschen finanziell unterstützt werden, die in den fünfziger und sechziger Jahren mit Behinderungen zur Welt gekommen waren, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft das Beruhigungsmittel eingenommen hatten.
Für den ehemaligen Contergan-Hersteller Grünenthal ist die Forderung brisant, so der Spiegel. Dobrik war es vor zwei Jahren gelungen, mit einer scharfen Kampagne den Getränkekonzern Diageo (Baileys, Guinness, Johnnie Walker) zu höheren Zahlungen zu zwingen. Diageo ist die Nachfolgegesellschaft des britischen Contergan-Lizenznehmers. Die Opfer bekommen dort nun durchschnittlich etwa 2100 Euro pro Monat. Dagegen erhalten die Geschädigten in Deutschland nur 121 bis 545 Euro, je nach Schwere ihrer Behinderung. sch
Gerd Frank schrieb am 11.11.2007, 21:42
hält behinderte Menschen für blöde die auf so ein sinnloses Gespräch besser gesagt dämliches Gelaber eingehen, er soll endlich eingestehen das seine Vorfahren Fehler gemacht haben und sich für deren eklatantes Fehlverhalten entschuldigen. Das seine Vorfahren Fehler gemacht haben kann auch er nicht von der Hand weisen. Seine Sichtweise wie er die Dinge heute noch sieht finde ich beschämend. Allein wie er sich äußert sagt mir persönlich schon allles wie er über die Opfer denkt. Ich habe den Eindruck er hält diese für " Vollidioten" die man bedenkenlos auf den Arm nehmen kann. Mich würde echt mal interessiren was Sebastian W. in Mathematik hatte. Eine Entschädigungdsumme ca. 100 Millionen DM für hoch zu halten für die ganzen Opfer ist diese absolut lächerlich. Von mir würde er eine glatte 6 bekommen. Betrachtet man nun die Gewinne die die Firma mit gerade diesem Mittel gemacht hat ist diese o. g. Summe echt lachhaft. Mit seinen Äußerungen die er an den Tag legt zeigt er mir zumindest das er sich einen Spaß macht die opfer zu verhöhnen. Ich finde so etwas menschenverachtend . Herr Sebastian Wirtz sollten sich in Grund und Boden schämen so mit den Opfern umzugehen. Ich würde ihm raten mit den Opfern den Dialog zu suchen mit den Medien. Seine Äußerrungen zeigt mir eindeutig das er an einem Gespräch überhaupt nicht inerssiert ist. In Wirklichkeit sieht er sich doch als Opfer. Für mich ist das eine armselige Witzfigur
Christiane Creutzburg schrieb am 11.11.2007, 19:42
Ich kann und will es absolut nicht verstehen, dass die Familie Wirtz - Inhaber der Firma Grünenthal - jegliche moralische Verantwortung am "Fall Contergan" ablehnt, aber gleichzeitig eine moralische Pflicht sieht, die Contergan - Opfer zu unterstützen, nachdem der Film, gegen den sich die Familie solange und so wehemend gewert hat, ausgestrahlt werden musste, sich als Gassenhauer erwiesen hat. Wie Dumm muß man in meinem Augen denn sein, dass man der Meinung ist, dass man die "Deutschen" für blöd verkaufen kann. Eigentlich müsste die Bundesregierung, meiner Meinung nach hier einschreiten, und die Familie Wirtz hier enteignen, deren Firmen platt machen und die Familie Wirtz mit ihrem privaten Vermögen voll haftbar machen, da schon ein knappes Jahr nach markteinführung des Präparates "Contergan" genügend viele Verdachtsmeldungen auf mögliche Nebenwirkungen und Schädigungen vorlagen.
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