
Berlin (kobinet) Der Weg zu einem durchgehend inklusiven Bildungssystem in Deutschland ist nach Ansicht des behindertenpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Ilja Seifert, noch weit. Dies erklärte der Politiker anlässlich des heute in Köln beginnenden Kongresses "Eine Schule für Alle".
"mittendrin e.V." versucht mit dem bevorstehenden Kongress, Wissenschaft und Praxis, Politiker, Schüler und Eltern an die Hand zu nehmen, um mit ihnen einige Schritte auf diesem Wege zu gehen. Das begrüße ich ausdrücklich", so Ilja Seifert. Die Veranstaltung möchte Wege zu einem inklusiven Schulsystem aufzeigen. "Gemeinsamer Unterricht von Lernenden mit und ohne Behinderung ist in Deutschland leider noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) fordert im § 2, Abs. 1 einen diskriminierungsfreien Zugang zur Bildung für alle. In der Realität sind Immer noch 86 Prozent der Lernenden mit Behinderung aus der Regelschule ausgeschlossen. Das ist ein unhaltbarer Zustand", stellt Ilja Seifert fest.
DIE LINKE wolle deshalb wie "mittendrin e.V." eine Schule für alle, eine Schule ohne Barrieren, eine Schule die niemanden ausschließt. Die Bundesregierung müsse auch nach der Föderalismusreform ihrer Verantwortung für die Umsetzung inklusiver Bildung gerecht werden und dafür Sorge tragen, dass den Lernenden mit Behinderung die Regelschule nicht länger verwehrt bleibt. "Hier gilt: Je länger der Weg, desto wichtiger ist es, beizeiten los zu gehen", so Ilja Seifert. omp