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kobinet-nachrichten
27.11.2007 - 00:56
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Kassel (kobinet) Einen "neuen Aufbruch für den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern in der Regelschule" verspricht sich der hessische grüne Landtagsabgeordnete Andreas Jürgens von einem Beschluss des Bundesparteitags der Grünen vom Wochenende.
"Der gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ist ein Ort, wo Anderssein täglich erlebt und gegenseitiges Anerkennen ständig erprobt und erfahren wird", heißt es in dem Beschluss. Die Ausgrenzung behinderter Kinder in Sonderschulen sei der falsche Weg, um gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen zu erreichen.
"Wir wollen der Idee des gemeinsamen Unterrichts neuen Schwung verleihen. Zunächst über ein wirksames Wahlrecht der Betroffenen und ihrer Eltern, ohne dies wegen angeblich fehlender Ressourcen zu unterlaufen. Dann durch eine effektive Verzahnung von Sonderpädagogik und allgemeiner Pädagogik. Schließlich sollen Sonderschulen komplett überflüssig werden", erläutert der Abgeordnete. "Gemeinsamer Unterricht bedeutet eine Vielfalt von Unterrichtsmethoden und individualisierten Lernangeboten, die es ermöglichen, auf die individuellen Interessen, Fähigkeiten und das jeweilige Lerntempo des einzelnen Kindes angemessen einzugehen. Deswegen profitiert von unserem inklusiven Ansatz auch jedes nicht behinderte Kind", ist Jürgens überzeugt. Er fordert alle Organisationen und Initiativen behinderter Menschen, alle Schulen, Elterngruppen und die politisch Verantwortlichen auf, gemeinsam neue Anstrengungen für den gemeinsamen Unterricht zu unternehmen. omp
Link zum verabschiedeten Antrag
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