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kobinet-nachrichten 30.11.2007 - 08:10
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Weg mit dem Begriff 'geistige Behinderung'

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Kassel (kobinet) Im Vorfeld des UN-Tages für die Rechte behinderter Menschen, der traditionell am 3. Dezember begangen wird, hat Mensch zuerst eine Unterschriftenaktion zur Abschaffung des Begriffes "geistige Behinderung" im Internet gestartet. Statt dessen wird die Verwendung des Begriffes "Menschen mit Lernschwierigkeiten" vorgeschlagen.

"Der UN-Tag für die Rechte behinderter Menschen steht auch dafür, dass die Würde behinderter Menschen geachtet wird. Wir finden den Begriff 'geisitge Behinderung' abwertend. Deshalb hoffen wir, dass uns möglichst viele Menschen dabei unterstützen, dass dafür ein anderes Wort gefunden wird. Wir nutzen den Begriff 'Menschen mit Lernschwierigkeiten'", erklärte Stefan Göthling, Bundesgeschäftsführer von Mensch zuerst.

Im Aufruf für die Unterschriftenaktion heißt es:

Weg mit dem Begriff "geistige Behinderung"

Wir von Mensch zuerst finden den Begriff "geistig behindert" abwertend. Wir finden, das macht uns schlecht. Immer mehr Menschen lehnen diesen Begriff ab. Wir von Mensch zuerst wollen nicht "geistig Behinderte" genannt werden. Wir wollen den Begriff "geistig behindert" abschaffen. Das hat die Lebenshilfe in Österreich zum Beispiel schon getan. Wir finden den Begriff "Menschen mit Lernschwierigkeiten" besser. Bitte unterstützen Sie uns,
dass in Deutschland der Begriff "geistig behindert" abgeschafft wird. omp

Link zur Unterschriftensammlung
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Luis Zubizarreta schrieb am 02.12.2007, 13:09

Mitmenschen ernst nehmen!

Eine Bitte ,kann OTTMAR und KOBINET die Aktion gegen die Bezeichnung Geistigbehindert vom Stefan Göthling mehr unterstützen?Es geht nicht ,um einen neuen Namen zu erfinden.Es geht darum,einen falschen und Mitmenschen verachtenden abzuschaffen!
IM September 2003! fand der Kongress der LEBENSHILFE(D) in Dortmund sttat.Hier der Beitrag eines Betroffenen:"ich bin nicht GEISTIGBEHINDERT.Das sagt ihr immer über uns .IHR könnt nicht über uns bestimmen"Übrigens fast alle waren gegen diese Bezeichnung.Wie so nimmt die Leitung der LEBENSHIFE ihre Mitmenschen nicht ernst?

A. Heinker schrieb am 01.12.2007, 09:36

Weg mit der Diskriminierung "geistige Behinderung"

Hallo,
ich schließe mich der Forderung an: Sofort weg mit der Stigmatisierung (Festlegung auf ein schlimmes, angeblich vorhandenes Merkmal von Menschen) von so genannt "geistig" behinderten Menschen eben durch den Begriff "geistig behindert", der auch als ein Mittel benutzt wird, um Menschen in allen Lebensbereichen zu erniedrigen, ihnen einen Platz am Rande der Gesellschaft zuzuweisen!

A. Heinker

Luis Zubizarreta schrieb am 30.11.2007, 17:05

WARUM?

Super Idee und finde die Meinung von Frau Cordula Müller und Peter Lohest sehr gut!Unsere Mitmenschen haben eins gemeinsam:sie sind nicht Geistigbehidert!Unserer Hilflosigkeit ist zu verdanken ,dass wir diese Persönlichkeiten-also Peter,Sarah,Frank...-als GEISTIGBEHINDERTE beleidigen!Dass wir diese falsche Bezeichnung von unseren Schulen,und allen Einrichtungen verbannen ist unsere Pflicht.Es ist ein Skandal ,dass die LEBENSHILFE (D),das SCHULMINISTERIUM NRW ,LVR und andere Institutionen an diese falsche ,irreführende,verletzende unddiskriminierende Bezeichnung festhalten!WARUM?

Luis Zubizarreta,Schulleiter a.D.

Cordula Müller schrieb am 30.11.2007, 14:23

Geistig behindert??

Ja, wenn man sich bei unserem Sohn dazu äussert, kommt dann sowas wie geistige Retardierung--Wie vornehm, auch der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung-auch ganz toll. Können wir das auch abschaffen und umwandeln in Mach was aus Dir?
Ich finde es immer ganz traurig, wenn im Beisein unseres Sohnes geistig behindert auftaucht-weil mal ehrlich- sind wir nicht alle irgendwo in irgendetwas behindert? Ich bin z.B. behindert, wenn mein Auto zugeparkt ist. Also meinetwegen könnten wir das behindert sein ganz weglassen. integration@thpcolo.de

Lohest Klaus Peter schrieb am 30.11.2007, 12:48

Wir machen´s einfach

Getreu unserem Motto "Wir machen´s einfach" handelt das rheinland-pfälzische Sozialministerium schon so. Für uns gibt´s keine "geistig behinderten" Menschen, sondern nur Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Wir machen´s eben einfach.
Klaus Peter Lohest
Abteilungsleiter Soziales
MASGFF Rheinland-Pfalz

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