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03.12.2007 - 13:13

Berliner Forderungen des Deutschen Behindertenrates.

Berlin (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat hat heute in Berlin sieben behindertenpolitische Forderungen vorgelegt. Maßstab für die Bewältigung der vor der Bundesrepublik stehenden großen Herausforderungen müsse die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit Behinderung sein.

Die erste Forderung des Aktionsbündnisses deutscher Behindertenverbände verlangt Barrierefreiheit und richtet sich auf die Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). So müsse Bahnunternehmen eine verbindliche Frist zur Vorlage eines Bahnprogramms gesetzt und im Regionalisierungsgesetz Barrierefreiheit als verpflichtendes Kriterium verankert werden. Da auch behinderte Menschen zunehmend grenzüberschreitend mobil sind und Güter und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, bedürfe es ergänzend eines Gleichstellungsgesetzes auf europäischer Ebene.

Weitere Forderungen betreffen die Berücksichtigung der Situation von behinderter Frauen, das selbstbestimmte Leben und die Teilhabe an der Gemeinschaft, die Umsetzung des Wunsch- und Wahlrechts bei der Auswahl geeigneter Schulformen und ein solidarisches Gesundheitssystem, das die Bedürfnisse behinderter und chronisch kranker Menschen ausreichend berücksichtigt.

Zum Schwerpunkt Arbeit und Beschäftigung fordert der Behindertenrat, dass die Instrumente der Arbeitsförderung stärker als bisher eingesetzt werden. Damit ein angemessener Lebensstandard und sozialer Schutz gewährleistet sind, wird eine bedarfsdeckende und einkommens- und vermögensunabhängige Eingliederungshilfe für behinderte Menschen gefordert, die am individuellen Unterstützungsbedarf orientiert ist. sch
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Cordula Müller schrieb am 03.12.2007, 13:31

Forderungen müssen erfüllt werden

Ich hoffe, die Forderungen werden endlich erhört und endlich erfüllt-ohne wenn und aber.Wahlrecht der Schulform, in die unser Kind mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung gehen kann - unser Weihnachtswunsch für dieses Jahr!!!! Da unser Sohn den GU Platz nur auf Probe hat und das Schulamt noch?! jederzeit sagen kann, der Förderort sei vielleicht nicht der Beste, wäre dieses Wahlrecht das schönste Geschenk. integration@thpcolo.de

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