
Berlin (kobinet) Der christdemokratische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe äußerte sich heute befriedigt darüber, dass Rollstuhlfahrer bei Bahnreisen in Europa künftig nicht zwischen Surfbrettern, Skiern und Fahrrädern befördert werden. Nach der Veröffentlichung der Verordnung der Europäischen Union über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr im Amtsblatt der Europäischen Union erklärte der Beauftragte seiner Fraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen: "Rollstuhlfahrer müssen nicht befürchten, Europa in sogenannten 'Mehrzweckräumen' in Fernverkehrszügen bereisen zu müssen."
Die nun veröffentlichte Verordnung der Europäischen Union verpflichtet die Eisenbahnunternehmen nicht, Fernverkehrszüge mit derartigen Räumen auszustatten. Ursprünglich hatte das Europäische Parlament gefordert, Mehrzweckräume in Zügen einzurichten. In den Räumen sollten nach dem Willen des Parlaments neben Fahrrädern und Sportgeräten auch Rollstühle mitgenommen werden.
Sozialverbände äußerten Bedenken, dass Rollstuhlfahrer bei Fernreisen als "Fahrgäste 3. Klasse" zwischen Skiern, Surfbrettern und sperrigem Gepäck reisen müssen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte sich daraufhin erfolgreich beim Bundesjustizministerium dafür eingesetzt, dem Vorschlag des Europäischen Parlaments nicht zu folgen.
"Es ist gut, dass die missverständliche Forderung des Europäischen Parlaments nicht in die Verordnung übernommen wurde". erklärte Hüppe. "Rollstuhlfahrer müssen die Möglichkeit haben, gleichberechtigt mit anderen Fahrgästen zu reisen." sch
Max Bleif schrieb am 13.12.2007, 15:56
Zum oben geschriebenen möchte ich noch fölgendes hinzufügen:
Natürlich müssen auch die BenutzerInnen der Bahnen darauf achten, dass die nix ohne uns tun.
Max Bleif schrieb am 13.12.2007, 15:37
Alleine dass daran gedacht wurde, dass Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, im "Gepäckwagen" der Züge zu befördern, halte ich für menschenverachtend. Aber was muß Mensch nicht alles ertragen, um den Profit der "grossen" zu befördern.
Zum Glück gibt es aufmerksame Beobachter wie Herrn Hüppe, die darauf achten, dass wir Menschen mit Behinderung nicht zurück in die Vergangenheit befördert werden, oder besser gesagt, wie in der längst vergangenen Zeit, während alle anderen nach vorne fahren.
Max Bleif
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