Aachen (kobinet) Zum nächsten Gerichtstermin über den Contergan-Film am 25. Januar rollt der "Grüne Taler" nach Hamburg und wird mit einem Fünf-Minuten-Video bereits angekündigt. Es zeigt den Aachener Künstler Rolf Jägersberg, der zusammen mit Conterganbetroffenen am Totensonntag im vergangenen Jahr einen grünen Taler im Durchmesser von 2,50 Metern vom Holocaustmahnmal am Brandenburger Tor zum Reichstag in Berlin gerollt hat (kobinet 24.11.07).
Am Freitag wird beim Hamburger Landgericht ab 10:00 Uhr wiederum zusammen mit Contergangeschädigten der Grüntaler drei mal um das Gerichtsgebäude gerollt. Mit seiner sozialen Plastik "Grüner Taler" möchte sich der Aachener Aktionskünstler wie einst Joseph Beuys in die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen begeben. Dem Aachener geht es darum, ein breites kritisches Bewusstsein für das Thema Contergan und Medikamentensicherheit zu befördern.
Er möchte ein Bewusstsein für das Thema befördern, welches sich insbesondere mit den tatsächlichen Auswirkungen des damaligen Skandals beschäftigt, nämlich den Überlebenden: Diese Opfer alten, langjährigen Unrechts der Verweigerungshaltung des Verursachers "Grünenthal AG", umfassende und konkrete Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Opfer einer schändlichen Justizpraxis im Fall Contergan und nochmalige Opfer der Verweigerungshaltung des Dienstleisters "Staat", sich für alle seiner Mitglieder, auch die schwächsten, um ausreichende, menschenwürdige Lebensbedingungen zu bemühen. sch
Zum Fünf-Minuten-Video über Aktion in Berlin auf YouTube