
Berlin (kobinet) Alfonso Roman, dem das Persönliche Budget den Weg aus der Werkstatt für behinderte Menschen und zur Erreichung vieler seiner Ziele geöffnet hat, feiert heute seinen 40. Geburtstag. Typisch für ihn ist dabei, dass er diesen Tag nicht zu Hause auf der Couch begeht, sondern mit einem Vortrag bei einem Seminar von Werkstatträten und Personalvertretungen in Berlin.
17 Jahre arbeitete Alfonso Roman in einer Werkstatt für behinderte Menschen ohne dass er seinem Wunsch, eine Arbeitsstelle außerhalb der Werkstatt ein Stück näher kam. Der politisch sehr interessierte Rollstuhlnutzer mit einer Lernschwierigkeit aus Düsseldorf brannte förmlich darauf, sich auch verstärkt in der Behindertenpolitik engagieren zu können. Als er vor drei Jahren an der Peer Counseling Weiterbildung des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (bifos) teilnahm platzte für ihn ein Knoten. Er lernte AktivistInnen aus der Behindertenbewegung und vor allem Stefan Göthling von Mensch zuerst kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und so wurden Pläne geschmiedet. Ein Praktikum bei Mensch zuerst und dann eine Beschäftigung mit Hilfe des Persönlichen Budgets bei dem Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten folgten.
Für Alfonso Roman war das die Chance des Lebens, etwas Neues kennen zu lernen, aber auch um andere behinderte Menschen zu unterstützen. Für Mensch zuerst hielt er fortan Vorträge über die Möglichkeiten des Persönlichen Budgets und ermutigte andere behinderte Menschen dieses zu nutzen. "Wenn ich das als E-Rollifahrer mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, einer Sprachbehinderung und Diabetes schaffe, schafft ihr das auch. Vor allem muss ich immer noch meine Persönliche Assistenz organisieren, die Fahrt mit der Bahn nach Kassel und dort eine Übernachtung organisieren", erklärte er vor kurzem als jemand Zweifel hatte, ob er das mit dem Persönlichen Budget schafft. Wichtig sei, dass man Unterstützung bekommt. Und diese hat Alfonso Roman von vielen Menschen aus dem Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Kassel bekommen.
Heute referiert derjenige, dem man lange Zeit nicht viel zugetraut hatte, in Berlin bei einem Ver.di-Seminar über die Rechte behinderter Menschen in der Werkstatt. "Ich freue mich, dass ver.di das Thema angepackt hat und behinderte Beschäftigte in der Werkstatt mit der allgemeinen Personalvertretung zusammen bringt. Denn wir haben mehr gemeinsam als dass uns trennt", so Alfonso Roman. omp
Elke Bartz schrieb am 24.01.2008, 08:37
weil unterwegs gewesen, alles Liebe und Gute zu deinem Geburtstag lieber Alfonso. ForseA ist stolz, einen so aktiven Streiter für die Selbstbestimmung behinderter Menschen zu seinen Mitgliedern zählen zu dürfen. Mach weiter so!
Elke Bartz
Vorsitzende ForseA
Wiebke Hendeß schrieb am 23.01.2008, 13:50
Meinen allerherzlichsten Glückwunsch und ein großes Kompliment für Deinen bisherigen Weg. Du bist ein sehr mutiger, positiver und engagierter Mann.
Du machst damit anderen Menschen Mut, es Dir gleich zu tun und sich selbst aus den "Fürsorge-Einrichtungen" freizustrampeln!
Liebe Grüße aus Oldenburg,
Wiebke Hendeß
Marie-Theres Brauer schrieb am 23.01.2008, 00:19
Auch auf diesem Wege wünsche ich Dir ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG
Petra Nöhre schrieb am 22.01.2008, 15:54
Auch aus der Nachbarstadt ein herzliches Glückwunsch zum Geburtstag
Uwe Heineker schrieb am 22.01.2008, 09:31
zu Deinem runden Geburtstag und Dir viel weitere streiterische Kraft!