
Frankfurt a.M. (kobinet) Ab sofort können mobilitätseingeschränkte Menschen in Frankfurt und Offenbach auf der Webseite des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) spezielle Verkehrsinformationen abrufen. Das System BAIM (barrierefreie ÖV-Information für mobilitätseingeschränkte Menschen) soll nach und nach für das gesamte RMV-Gebiet ausgebaut werden. In Kürze wird das System auch im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg eingerichtet. Eine Förderung kam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Bahnbrechend dabei ist, dass Rollifahrer mit und ohne Hilfsperson, gehbehinderte Menschen, Menschen mit Kinderwagen, usw. individuelle Nutzerprofile erstellen können, erfuhr Georg Gabler vom Hessischen Behindertenrat heute auf der Pressekonfrenz des RMV. Das System soll nach Angaben des RMV weltweit einzigartig sein. "Der Streckenverlauf, den das System sucht, ist dann auf jeden Fall für die anfragende Person verlässlich nutzbar. Defekte Aufzüge oder Rolltreppen kann es jedoch bislang nicht identifizieren. Aber daran wird gearbeitet", erfuhr Gabler.
Von Projektbeginn an, so heißt es, habe ein Arbeitskreis von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die Entwicklung von BAIM begleitet. "Diese Experten waren für Entwicklung des Systems äußerst wichtig", so Gabler. Auf der Webseite www.rmv.de sieht man in der linken oberen Ecke einen knallgelben Streifen mit dem Rollisymbol und einem Kinderwagen. Dort kommt man in das BAIM-System. "Für Nutzer ist das System zuerst vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil es so umfangreich ist", schätzt Gabler ein und ruft dazu auf: "Bitte ausprobieren!" hjr