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26.01.2008 - 16:35

Kölner Karneval: Behindis im Zoch.

Köln (kobinet) Erstmals seit Bestehen des organisierten Karnevals ist eine eigene Gruppe von Menschen mit Behinderungen im Kölner Rosenmontagszug mit dabei. Als Clowns verkleidet, werden sie in Rollstühlen und Rollfiets direkt hinter dem ersten Wagen von Zugleiter Christoph Kuckelkorn fahren. Ausführlich und mit dem Foto einer künftigen Teilnehmerin berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger über die für den Zug ausgewählten 13 Bewohner und Bewohnerinnen des städtischen Behindertenzentrums.

Mit Christoph Kuckelkorn und dem neuen Vorstand ist vor einigen Jahren ein frischer Wind in das Festkomitee Kölner Karneval eingezogen, das seit 1823 den Rosenmontagszug organisiert, wurde in den Medien angemerkt. "Wir haben auch eine soziale Verantwortung", hatte Kuckelkorn bei der Vorstellung des diesjährigen Umzugs die Vergabe des "freien" Platzes an die Behinderten-Gruppe begründet. "Wir wollen sie nicht vom Karneval ausschließen, sondern gemeinsam feiern."

Für das im Karneval von Longerich erfahrenene Behindertenzentrum ist es eine Herausforderung, wenn sich der Rosenmontagszug am 4. Februar mit seinen Abgesandten in Bewegung setzt. Sie brauchen 37 Begleiter, die sich beim Schieben auf der sechseinhalb Kilometer langen Strecke abwechseln. Hoch oben auf einem Wagen zu fahren, wäre wesentlich einfacher gewesen. Doch die behinderten Jecken wollen sich nicht hinter Sperrholz verstecken, sondern allen zeigen, dass sie dazu gehören. sch
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerd Frank schrieb am 13.02.2008, 12:24

Dreigestirn

Ohhh wie peinlich, natürlich meinte ich Dreigestirn. Bevor mich hier ne Kölsche anmault die Korektur

Gerd Frank schrieb am 13.02.2008, 12:16

Das ist es.

Meines Wissens ja. Ich weiß sonst nicht von einen anderen Kinderprinzenpaar.

Petra Nöhre schrieb am 13.02.2008, 12:00

Ups

Gerd ist das echt schon solange her????

Gerd Frank schrieb am 12.02.2008, 08:08

Kinderprinz im Rolli

Vor ein paar Jahren ist gut "fg" So weit mir bekannt war es 1981 wo ein Kinderprinz behindert war.

Petra Nöhre schrieb am 28.01.2008, 08:55

Köllens besondere Lebensart

Es ist aber nicht das erstemal, dass in Köln Menschen mit Behinderung beim Karneval dabei sind. Vor einigen Jahren gab es auch ein Kinderprinzenpaar und der Prinz saß im Rolli.

Achja kölsche Lebensart, Frau...., das ist als wenn man in Kölle einen Halven Hahn bestellt und ein halbes Hähnchen erwartet *fg* und wenn man dann noch versucht den Gastwirt zu verklagen weil man nur ein #Brötchen mit Käse bekommt sollte sich nicht wundern wenn er vor Gericht scheiter. Begründung Kölsche Mundart eben.

Gerd Frank schrieb am 27.01.2008, 10:23

Hobby von Dorothea Moesch

sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen. Bevor Sie sich hier über das Wort Behindis aufregen sollten sie sich erstmal kundig machen über die Kölsche Lebensart. Da ist das von Ihnen so gescholtene Wort garnicht so schlimm. Das Betreuer das besagte Wort nutzen um behinderte Menschen aus ihrer Sicht abzuwerten ist eine andere Sache. Ich weiß wovon ich rede ich bin Kölner, für manche Nichtkölner ist deren schwarze Humor nicht nachvollziehbar. Fazit: Sich erst entsprechend kundig machen und dann schreiben. Ein Großteil der Kölner empfinden das o.g. garnicht so abwertend. Im übrigen bezeichnen sich teilweise einige behinderte Menschen selbst so. Ich im übrigen auch.

Dorothea Moesch schrieb am 26.01.2008, 23:32

Anbiederei oder Verachtung?

Steht in der Original-Meldung im Kölner Stadtanzeiger noch üblich "Behinderte im Zoch", titelt Kobinet mit plump-vertraulich-verachtendem "BEHINDIS" - einer Bezeichnung, die von Sozialarbeiterinnen und Beschäftigungstherapeutinnen manchmal, und wenn, dann in Abwesenheit der "Betreuten" und hinter vorgehaltener Hand zur Infantilisierung und Selbsterhöhnung benutzt wird.

Als (ironisch-bittere) Selbstbeschreibung sogenannter "Behinderter" im Sinne einer Übernahme von beschimpfenden Bezeichnungen (wie vormals "Schwule" oder "Emanzen") mag dies in Ordnung sein, ebenso, um einer Verkindlichung und Verniedlichung durch oben genannte Berufsgruppen Ausdruck zu verleihen.

Wird dies allerdings ohne jegliche Kommentierung bzw. erkennbare Selbstzuschreibung genutzt, handelt es sich entweder um plumpe Vertraulichkeit analog zum Köpfchenbetatschen und Duzi-duzi-Du-Sagen es-ja-so-liebevoll-Meiner oder aber um Verachtung (Behindis reimt sich nicht zufällig auf Kindis).

Beides wird vom schreibenden Behindi-Kindi (das jeglichen betätschelnswerten Kindchenstatus von sich weist) abgelehnt.

Soviel Ernst sollte auch im "Spass" sein.

Gerd Frank schrieb am 26.01.2008, 18:36

Das wurd ever och zick

das behinderte Menschen Im Zoch mitfahren dürfen. Jetz fehlt eigentlich nur noch Ein behindertes Dreigestirn. Ein Traum von mir einmal Jungfrau im Dreigestirn sein. (glaube aber der wird nicht in Erfüllung gehen) aber schön wäre es doch. Als gebürtiger Kölner wäre es sicher für viele ein Traum.

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