Berlin (kobinet) Immer wieder erreichen Petitionen, die Probleme mit der Versorgung von geeigneten Rollstühlen darstellen, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer. Dies ist der Anlass für eine bundesweite Erhebung, für die ein Fragebogen jetzt im Internet zugänglich ist.
Der Fragebogen wurde zusammen mit Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer erstellt und richtet sich direkt an solche. "Wir wollen uns einen Überblick über die Situation verschaffen, wie sie sich Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer in Deutschland darstellt. Eine einheitliche Erfassung eventuell vorhandener Missstände ist Grundlage, für weitere Initiativen zur Verbesserung der Versorgungssituation. Wir werden am Ende die notwendigen Schlüsse ziehen.", so Evers-Meyer.
Die Auswertung würde selbstverständlich sorgfältig und anonym behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. elba
Gerd Frank schrieb am 06.02.2008, 06:01
Am besten wenden sie sich einmal an www.alber.de
Die können ihnen ggf. weiterhelfen. Gerade bei Schiebehilfe behaupten die Kassen gern es stünde nicht im Hilfsmittelkatalog. Sie sollten einmal mit der o.g. Firma reden was man machen könnte. Ich würde ruhig auf das Alter ihrer Mutter hinweisen. Es kann sein das die Kasse das noch Monate hinauszögert. Da muß man einfach Druck machen das die Herschaften nicht zur Ruhe kommen.
Winfried Kucharz schrieb am 05.02.2008, 18:01
Lieber Gerd Frank,
erst einmal Danke für die schnelle Antwort.
Den Weg erst einmal zum Hausarzt zu gehen usw. habe ich schon gewählt.
Ich hatte es nicht erwähnt. Der Hausarzt führte eine bessere Lebensqualität an, da Besuche und Kontakte wieder mehr gepflegt werden können und es bei uns auch bergig ist.
Leider bekam ich hierauf die Ablehnung.
Mein Widerspruch zur Ablehnung würde an das Hilfsmittelleistungszentrum gehen.
Aber ich hatte gehofft das es so etwas wie Leihgeräte gibt. Ich kann mir vorstellen das der Bedarf hierfür sicher riesig ist ( es ist ja schon enorm schwer einen kräftigen Menschen auf ebener Fläche zu schieben) wenn dieses Produkt erst einmal bekannt wird.
Ich selber bin auch erst über Reha-care darüber gestolpert.
Gerd Frank schrieb am 05.02.2008, 15:35
Um es zu verdeutlichen seitens der Pflegekasse würde es einen Zuschuss in Höhe von 2557€ geben. Die Kosten für eine elektrische Scheiebehilfe würde etwa das doppelte kosten. Deshalb mein Rat im 1. Leserbrief an Sie
Gerd Frank schrieb am 05.02.2008, 15:19
Eine Schiebehilfe ist zunächst einmal keine Leistung der Pflegekasse, sondern der Krankenkasse. Außerdem würde es von der Pflegekasse ohnehin nur einen Zuschuss geben der die Kosten für eine Schiebehilfe bei weiten übersteigt. Der beste Weg ist zunächst mal der Hausarzt der Ihrer Mutter eine entsprechende Schiebehilfe verschreibt und am besten mit Diagnose warum eine Schiebehilfe für den vorhandenen Rollstuhl nötig ist.
Winfried Kucharz schrieb am 05.02.2008, 12:07
Der Fragebogen im Internet ist lachhaft. Er wurde sicher in 5 Minuten erarbeitet.
Es werden nur oberflächliche oder sinnlose Fagen gestellt, oder was soll man zum Schluss von der Frage nach dem Rollstuhl den man derzeit benutzt, halten. Es gibt keine weitere möglichkeit seine derzeitigen Bedürfnisse zu äußern.
Aber mein Wunsch ist eigentlich nur eine Schiebehilfe für den Rollstuhl meiner Mutter (88 Jahre Plegestufe I ).
Die Pflegekasse hat den Antrag abgelehnt mit der Begründung das ja eine Angehörige bzw. eine Pflegeperson vorhanden ist, die ja auch als Begleitperson zur Verfügung steht und einen Schiebe-Rollstuhl bedienen kann. Einen solchen Rollstuhl hat meine Mutter in der Vergangenheit ja schon erhalten.
Weite Entfernungen oder andere Besonderheiten als Folge der örtlichen Gegebenheiten sind durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht zu berücksichtigen.
Die Genehmigung eines Rollstuhl-Schubgerätes zur Fremdnutzung ist an medizinische Indikationen und sonstige Voraussetzungen gebunden.
Wer kann mir einen Tipp geben mit welcher Begründung ich eventuell doch noch bei einem Widerspruch erfolg haben könnte?
Bei uns ist es sehr bergig und die Spazierfahrten mit meiner Mutter dadurch sehr eingeschränkt. Besuche mit Begleitperson die den Rollstuhl bergauf zu den immer kleiner werdenden Freundeskreis unternommen wurden, scheiterten meist schon nach dem ersten Versuch den Rollstuhl bergauf zu schieben. Also sind die Besuche nur auf die wenigen Male beschränkt in der ich nach meinem Arbeitstag noch Fahrdienste leisten kann.
Aber wer viel mit alten Menschen umgeht, weiß das diese Abends müde sind und meist sehr früh zu Bett gehen und besuche ab 18 Uhr dann einfach zu spät sind.
Als zusätzliche Belastung möchte ich nur noch darauf Aufmerksam machen das meine Frau ( Bandscheiben op.) und ich, auch unsere verschiedenen Begleitpersonen alle schon Bandscheibenprobleme mit Behandlung und Kuren einschl, anschließender Berufsunfähigkeit und deshalb Umschulungen durchgemacht haben.
Ich frage mich ob bei einem event. neuen Bandscheibenvorfall nicht die Behandlungskosten teurer sind als eine Schiebehilfe.?
Gerd Frank schrieb am 31.01.2008, 08:36
da wird nicht das teilweise miese Verhalten der Krankenkassen angesprochen. Rehafachberater die von der Krankenkasse geschickt werden. Die tun so als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Die haben nur eines im Sinn sparen auf Kosten der Sicherheit. Man kann die nur jedem raten, der einen Rollstuhl benötigt sich genauestens zu informieren, ansonsten wird man von dehnen über den Tisch gezogen. Medizinproduktegesetz für die teilweise ein Fremdwort
Ich möcht ausdrücklich darauf hinweisen das nicht alle o.g. so sind aber leider ein Großteil. Letzendlich wie ich schon in einem meiner Leserbriefe sagte leiden die Sanitätshäuser unter dem Kostendruck seitens der Krankenkassen. Fazit: Qualität bleibt auf der Strecke. Die meisten haben nur eines im Sinn sparen. Es hilft von daher nur eines sich durchsetzen auch wenn es manchem schwerfällt.
Bevor mir hier einer jetzt auf die Idee kommt zu behaupten, ich hätte keine Ahnung, kann ich nur eines sage ich spreche aus jahrelanger Erfahrung. Hinzu kommen auch noch der Mdk, der sich ebenso aufspielt als wäre er der Fachmann/frau. Man hat manchesmal den Eindruck die halten behinderte Menschen für rücksichtslose Ausbeuter die nur eine im Kopf haben die Solidargemeinschaft auzubeuten.
ursula lehmann schrieb am 30.01.2008, 23:51
ich finde den Fragebogen ziemlich dumm. Die Antworten (durch mich oder andere) werden mit Sicherheit nicht unsere Lebensqualität und alles was damit verbunden ist, verbessern. Mir klingen ganz real die Erfinder mit deren Fragen in den Ohren. Fazit: stümperhaft und unprofessionell.
Gerd Frank schrieb am 29.01.2008, 16:17
Ich habe mich durchgesetzt und einen Reparaturvorschlag sowie höhenverstellbare Schiebegriffe anbringen wollte die so wie er sich das vorstellte nach dem Medizinproduktegestetz überhaupt nicht zulässig gewesen wäre. Rehafachberater der wie gesagt von der Krankenkasse kam. Mein Sanitätshaus hat dies sofort erkannt und der Kasse den den Vorschlag gemacht das eine Reparatur unwirtschaftlich wäre. Ich habe dann einen neuen Rollstuhl bekommen. Es gibt auch Rehafachberater die genau das tun was die Kassen ihnen vorschreibt. Hätte ich den Vorschlag so hingenommen hätte es für fatale Folgen haben können. Zum Glück habe ich ein Sanitätshaus das eine Auseindersetzung mit der Kasse nicht scheut.
Gerd Frank schrieb am 29.01.2008, 16:00
Ich meinte nicht die´Rehafachberater eines Sanitätshauses. In erster Linie meine ich die Rehafachberater die von Krankenkassen eingesetzt werden. Einige davon habe keine Ahnung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dehnen die Sicherheit völlig egal ist. Sie haben nur eines im Kopf Hauptsache billig.
Wolfgang Hänsch schrieb am 29.01.2008, 13:38
Lieber Gerd Frank,
ich als Rehafachgberater stimme Dir in weiten Teilen deines Beitrages zu, aber deine Meinung über Rehafachberater kann ich so nicht akzeptieren.
Ich kenne einige sehr gute und auch ich mache immer noch Rollstuhlberatungen entsprechend der jeweiligen Erkrankung bzw. Behinderung. Vieleicht ist es in deinem Umfeld darauf zurück zu führen, dass Beratung von Kostenträgern nicht bezahlt wird.
Da sollte sich etwas ändern - bitte berücksichtigt das beim Ausfüllen des Fragebogens.
Gerd Frankl schrieb am 29.01.2008, 06:30
Tippfehler: Das Wort "nicht" vergessen Ich lasse mir kein Hillfsmittel andrehen das mein Bedürnissen nicht entspricht
Gerd Frank schrieb am 29.01.2008, 06:16
Vielfach werden Sanitätshäuser massiv unter Druck gesetzt, bei der Hilfsmittelversorgung zu sparen. Z.B. Bei Rollstühlen Auf grund diesen Kostendrucks werden Uraltaltrollstühle im Rahmen des Wiedereinsatzes für die Betroffenen eingesetzt. Da werden aus deren Bestand Rollstühle angeboten, deren Sitzbreite und Sitztiefe und Rückenhöhe den Bedürnissen des Betroffenen überhaupt nicht gerecht werden. Ich persönlich habe festgestellt das die sogenannten Rehafachberater überhaupt keine Ahnung haben Das Medizinproduktegesetz scheint Ihnen völlig unbekannt zu sein. Sicherheit spielt bei diesen überhaupt keine Rolle. Die o.g arbeiten nach dem Motto Hauptsache billig. Es liegt nunmehr an jedem selbst ob er sich diese miesen Pratiken gefallen lässt. Ich jedenfalls lasse mir kein Hilfsmittel andrehen, das meinen Bedürfnissen entspricht. Notfalls hilft nur der Klageweg. Von den Kassen muß man sich nicht alles bieten lassen und glauben das sind die Fachleuten die wissen was für behinderte Menschen gut ist. Vielfach geht es nicht eine gute Versorgung sondern es geht darum Hauptsache das Hilfsmittel ist billig. Fazit: Es lohnt sich auf jedenfall darum zu kämpfen ein HIlsmittel zu bekommen das den Bedürnissen entsprechend angepasst ist. Man ist nicht verpflichtet alles zu akzeptieren was die Kassen für richtig halten.