
Hilden (kobinet) Die heute zwischen der Stadt Hilden und dem Behindertenbeirat geschlossene Zielvereinbarung soll dazu dienen, die Lebenssituation der 4.500 Menschen mit Behinderung in Hilden konkret zu verbessern.
Die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow bewertet die Vereinbarung als ein sehr gutes Beispiel in ihrem Bundesland. Gemkow: "Die heute in Hilden zwischen Stadt und Behindertenbeirat unterzeichnete Zielvereinbarung ist beispielhaft in unserem Land und sollte in unseren Kommunen Schule machen".
Die Zielvereinbarung enthält einen 12-Punkte-Maßnahmenkatalog. Er sieht unter anderem vor, die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzung der städtischen Gebäude zu erhöhen und beim Bau von öffentlichen Straßen und Wegen konsequent auf Barrierefreiheit zu achten. Außerdem werde der Behindertenbeirat über Planungen informiert und an diesen beteiligt. Weitere Ziele sind barrierefreie Internetauftritte, Vordrucke und Infomaterialien.
Gemkow: "Ein NRW ohne Barrieren ist mein wichtigstes Ziel, weil Barrierefreiheit ein Gewinn für alle Menschen ist. Ich freue mich, dass die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Interessenvertretung der Menschen mit Behinderung in Hilden zu einer so weit reichenden Vereinbarung geführt hat und Vorbild für andere Städte und Gemeinden ist. Diese Vereinbarung macht Mut und ist ein guter Impuls auch für andere Verantwortliche, sich am Abbau von Barrieren zu beteiligen, damit z.B. teure Baufehler verhindert werden. Der Abbau von Barrieren nutzt behinderten und älteren Menschen genauso wie z.B. Müttern und Vätern mit Kinderwagen und ist eine wichtige Zukunftsaufgabe vor Ort. Der Abbau von Stufen, Schwellen, Treppen und sonstiger Barrieren darf nicht länger als etwas Zusätzliches angesehen werden. Barrierefreiheit ist für mich genauso wichtig wie der Klima- und der Brandschutz". elba